Mädchenfußball Fußball-Kreis kooperiert erst einmal nur mit Vechta

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Ab dem Sommer im gemeinsamen Spielbetrieb mit dem Kreis Vechta sind die Juniorinnen des VfL Stenum (links Sophie Weiß) und des VfL Wildeshausen (rechts Eva Lotta Arlinghaus). Foto: Rolf TobisAb dem Sommer im gemeinsamen Spielbetrieb mit dem Kreis Vechta sind die Juniorinnen des VfL Stenum (links Sophie Weiß) und des VfL Wildeshausen (rechts Eva Lotta Arlinghaus). Foto: Rolf Tobis

Delmenhorst. Nach monatelangen, diversen Gesprächen drohten die Verhandlungen für einen gemeinsamen Spielbetrieb der Juniorinnen der Fußball-Kreise Oldenburg-Land/Delmenhorst, Vechta und Cloppenburg zu scheitern. Jetzt gab es nach einer Arbeitssitzung dieses Ergebnis: Oldenburg-Land/Delmenhorst und Vechta arbeiten ab der Saison 2017/2018 zusammen, Cloppenburg steigt erst 2018/2019 ein.

Im Februar schien der gemeinsame Spielbetrieb der Fußball-Kreise Oldenburg-Land/Delmenhorst, Vechta und Cloppenburg bei den Mädchen bereits in trockenen Tüchern, nach diversen Meinungsverschiedenheiten, unterschiedlichen Vorstellungen und Wünschen drohte gar das Aus dieser Kooperation, jetzt ist die Zusammenarbeit bei den Juniorinnen ebenso wie bei den A-Junioren, B-Junioren und den Frauen für die Spielzeit 2017/2018 beschlossene Sache – allerdings mit einer entscheidenden Änderung. Denn der Fußball-Kreis Cloppenburg beteiligt sich auf Grund personeller Engpässe erst ab der Saison 2018/2019 an der Kooperation bei den Mädchen. Das ist das Ergebnis einer dreistündigen Sitzung einer neu gegründeten Arbeitsgruppe „Juniorinnen“ in Großenkneten. (Weiterlesen: Fußball-Vereine rebellieren gegen Kreis-Kooperation)

Rückblick: Im Fußball-Kreis Oldenburg-Land/Delmenhorst hatte es in den vergangenen Wochen mächtig gekracht. Bei Kreischef Erich Meenken ging ein Antrag ein, in dem sich fünf Vereine im Juniorinnen-Bereich klar gegen die Zusammenarbeit mit Cloppenburg und Vechta ausgesprochen hatten. „Wir sehen die Gefahr, dass die in den letzten Jahren geleistete Aufbauarbeit im Juniorinnenfußball einen Rückschlag erleidet, wenn nach den angedachten Ausschreibungselementen der Spielbetrieb durchgeführt werden soll“, heißt es in dem Antrag. Unterzeichner sind folgende Vereine: der TSV Ganderkesee, TV Jahn/SG Delmenhorst, der VfL Stenum, der FC Hude und der VfL Wildeshausen.

Die Antragsteller kritisierten unter anderem die in Cloppenburg und Vechta üblichen festen Anstoßzeiten, Sonderspielgenehmigungen, den Wegfall der kreisübergreifenden Hallenrunde und eines Pokalwettbewerbs sowie die fehlende Spielordnung. Aus Frust über diese ihrer Sicht „ohne Not“ herbeigeführte Änderung im Mädchen-Spielbetrieb und mangelnde Kooperationsbereitschaft der Nachbarkreise trat mit Sylvia McDonald die Vorsitzende des Frauen- und Mädchenausschusses und Frauen- und Mädchenreferentin aus dem Vorstand zurück.

Erich Meenken hätte sich „raschere Entscheidung“ gewünscht

Die Differenzen scheinen nun zumindest zwischen Oldenburg-Land/Delmenhorst und Vechta ausgeräumt zu sein. So lässt sich die gemeinsame Pressemitteilung der beiden Fußball-Kreise interpretieren, in der die Vorsitzenden Meenken und Martin Fischer sich mit den erzielten Ergebnissen zufrieden zeigten. Man habe nun auch bei den Juniorinnen das von den Vereinen bei einer Informationsveranstaltung am 4. Februar mit großer Mehrheit erteilte Votum umgesetzt. „Es wäre auch schade gewesen, wenn dieses zukunftsorientierte Projekt gescheitert wäre“, kommentierte VEC-Chef Martin Fischer den herbeigeführten Beschluss. Erich Meenken bedauerte es, „dass die Einigung für eine Kooperation einen so langen Zeitraum in Anspruch genommen hat.“ Dadurch seien die Vereine immer mehr verunsichert worden. „Wir alle hätten uns eine erheblich raschere Entscheidung wie bei den Frauen und Junioren gewünscht.“

Die Koordination und Organisation für den kreisübergreifenden Spielbetrieb der Juniorinnen übernimmt der Jahner Knut Hinrichs. Die gesamten Spielpläne erstellt Martin Bothe (Fußball-Kreis Vechta), Peter Schulze (Fußball-Kreis Vechta) übernimmt die Staffelleitung der B-Juniorinnen, Tanja Kröger (Fußball-Kreis Vechta) ist für die C-Juniorinnen zuständig. Oldenburg-Land/Delmenhorst erklärte sich bereit, diese Aufgabe bei den D- und E-Juniorinnen zu übernehmen, wobei Knut Hinrichs dabei auf jeden Fall eine Staffel leiten wird. Für eine dann noch vakant bleibende Staffel wird noch ein Staffelleiter gesucht.

Die Einführung einer gemeinsamen Hallenrunde der Juniorinnen wurde beschlossen. Die Organisation übernimmt Oldenburg-Land/Delmenhorst. In der Altersgruppe der B- bis zu den E-Juniorinnen ist ebenfalls unter der Leitung von Vechta eine gemeinsame Pokalrunde vorgesehen. Für die B- und C-Juniorinnen aus dem Kreis Cloppenburg wurde derweil die Möglichkeit geschaffen, bereits in diesen Altersgruppen zu Beginn der Rückrunde der Saison 2017/2018 in den kreisübergreifenden Spielbetrieb einzusteigen.

Staffeleinteilungen in der Hinrunde nach regionalen Gesichtspunkten

Bei der vor allem von heimischen Vereinen geforderten Flexibilität bezüglich der Spieltage und deren Anstoßzeiten seien entsprechende Lösungen erarbeitet worden, heißt es in der Pressemitteilung. „Die Zusammenarbeit darf uns keine Mannschaften kosten“, erklärte VEC-Vorsitzender Martin Fischer. „Eventuell muss man in einigen Fällen Einzelentscheidungen treffen.“ Dies gelte auch für die Sonderspielgenehmigungen.

Zu den Staffeleinteilungen: Die Hinrunde soll zunächst in nach regionalen Gesichtspunkten zusammengestellten Staffeln erfolgen, in der Rückrunde werden die Teams nach dem sportlichen Abschneiden in der Hinrunde eingeteilt. Nähere Informationen sollen die Vereine bis zum 21. Juli (Freitag) erhalten. Für den 2. August (Mittwoch) ist eine gemeinsame Arbeitstagung mit allen Vereinen vorgesehen.


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