„Ein Jahr der Konsolidierung“ VfL Wildeshausen will wieder mehr auf eigene Leute setzen

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Beim Testspiel vor zwei Jahren noch Gegenspieler, jetzt Mitspieler: Ole Lehmkuhl (links) und Christoph Stolle. Foto: Rolf TobisBeim Testspiel vor zwei Jahren noch Gegenspieler, jetzt Mitspieler: Ole Lehmkuhl (links) und Christoph Stolle. Foto: Rolf Tobis

Wildeshausen. Sechs potenzielle Stammspieler haben den Landesliga-Absteiger VfL Wildeshausen verlassen. Mit sechs Neuzugängen aus der Kreisliga will Trainer Marcel Bragula wieder ein neues starkes Team formen.

Erst verließen Marcel Hesselmann und Lukas Schneider den VfL Wildeshausen. Im zweiten Jahr beendeten Daniel Pasker, Kai Schmale und Matthias Ruhle ihre Laufbahn im VfL-I-Kader. Dann gingen Storven Bockhorn und Janek Jacobs. Vor jeder Spielzeit musste Marcel Bragula als Fußball-Trainer der Krandel-Kicker die Abgänge einiger namhafter Leistungsträger in der ersten Mannschaft kompensieren. Mit akribischer Arbeit, der Liebe zum Detail und geschicktem Scouting schaffte es der 42-Jährige auf beeindruckende Art und Weise, diese Lücken zu schließen. Und vor der Spielzeit 2017/2018? Ist auf den ersten Blick alles gleich beim VfL Wittekind – und doch vieles anders. „Aus sportlicher Sicht ist der Aderlass dieses Mal besonders groß“, betont Bragula.

Sieben Abgänge und sechs Zugänge beim VfL Wildeshausen

Denn nach Frederik Dittmar (VfL Stenum), Tom Schmidt (BV Cloppenburg), erneut Lukas Schneider (hört auf), Jan Lehmkuhl (SC Melle 03) und Lennart Feldhus (SV Ramlingen-Ehlershausen) hat sich mit Lauren Riedel (Marketingmanagement-Studium in Hamburg, Pass bleibt beim VfL) kürzlich der sechste potenzielle Stammspieler vom Landesliga-Absteiger verabschiedet. Abgang Nummer sieben ist Andreas Lorer (Fußballpause). Marcel Bragula redet nicht lange um den heißen Brei herum. „Wir sind im Umbruch. Das wird ein Jahr der Konsolidierung“, sagt er angesichts der zahlreichen namhaften Abgänge.

Ein genaues Saisonziel möchte der VfL-Trainer deshalb (noch) nicht nennen. Nur so viel: Eine Handvoll Mannschaften sind in der Bezirksliga nach Bragulas Einschätzung besser besetzt als seine Elf – namentlich der SV Wilhelmshaven, Frisia Wilhelmshaven, SV Brake, VfB Oldenburg II und der VfL Stenum. „Es wird spannend sein, wo wir uns da einordnen können“, sagt Bragula. „Ich kann die anderen Mannschaften noch nicht so richtig einschätzen.“

Bragula will Neuzugängen die Wildeshauser-DNA einimpfen

Mit einem 19-Mann-Kader hat Bragula mit seinen beiden Assistenten Sven Apostel und Eike Bothe in der vergangenen Woche die Vorbereitung aufgenommen. Nach einigen Laufeinheiten stand am Mittwochabend das erste Testspiel gegen die eigene Zweite auf dem Programm. Thorben Schütte (21.), Philipp Finger (50.) und René Tramitzke (67.) trafen beim 3:0. Bei einem Chancenverhältnis von 14:2 war Bragula einmal mehr die Abschlusschwäche ein Dorn im Auge.

Allerdings freute sich der VfL-Coach auch über die Comebacks von Alexander Kupka (fast ein Jahr Pause nach Schultereckgelenksprengung) und Sebastian Bröcker (zuletzt fünf Monate Pause nach Verletzung am Sprunggelenk), die vor ihren Ausfällen Stammspieler waren. Defensivmann Kupka und Offensiv-Allrounder Bröcker sollen in der Vorbereitung ebenso wieder in das VfL-Team integriert werden wie nun die sechs Neuzugänge. Vom TSV Ganderkesee kommen der laufstarke Mittelfeldspieler Christoph Stolle, der torgefährliche Flügelflitzer Michael Eberle und Torwart-Rückkehrer Felix Dittrich. Aus der eigenen Reserve sind der robuste Stürmer Timo Höfken, Linksverteidiger Philipp Finger und der zweikampf- und willensstarke Sechser Ole Willms hochgerückt.

VfL Wildeshausen will wieder mehr auf den eigenen Nachwuchs bauen

Obwohl das Sextett aus der Kreisliga kommt, ist Bragula von der Qualität und vor allem der Mentalität der Neuen überzeugt. „Diese Spieler passen von der DNA her besser zu uns, als andere Akteure, die zuletzt nur kurze Zeit bei uns waren“, erklärt er vielsagend. Überhaupt baut der Coach auf den Teamgeist seiner Truppe, aus der 14 Spieler Wildeshauser sind. „Wir müssen wieder vermehrt auf eigene Leute bauen. Das hat uns jahrelang stark gemacht und dort haben wir zuletzt Fehler gemacht“, sagt Bragula.


  • Am Samstag (8. Juli) trifft der Landesliga-Absteiger beim Blitzturnier des Ahlhorner SV in Gruppe A auf den Oberligisten VfL Oldenburg (13.50 Uhr) und den Kreisligisten SW Oldenburg (14.40 Uhr). Am Mittwoch (12. Juli, 19.30 Uhr) gastiert Kreisligist TSV Großenkneten im Krandel. Beim Blitzturnier in Ganderkesee startet der VfL am 15. Juli (Samstag) ab 14 Uhr.
  • Eingebettet in das Trainingslager sind die Partie beim Bremen-Ligisten TSV Grolland (Freitag, 21. Juli, 19.30 Uhr) sowie die Teilnahme am „Schmidt+Koch-Cup“ des Osterholzer Kreisligisten SV Löhnhorst. Die Wildeshauser treffen am 22. Juli (Samstag) ab 17 Uhr in Gruppe B auf Bremen-Liga-Vizemeister Blumenthaler SV und den Lüneburger Landesligisten Rotenburger SV.
  • Zwei weitere Testspiele gegen den Bezirksligisten TV 01 Bohmte (Mittwoch, 26. Juli, 19.30 Uhr) und den Kreisligisten TV Dötlingen (Mittwoch, 2. August, 19.30 Uhr) runden das Programm ab.

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