27. Schwimmfestival 2017 SV Ganderkesee bietet hochklassigen Sport und viel Kurzweil


Ganderkesee. 2788 Einzelstarts, 531 Sportler aus 27 Vereinen: Der SV Ganderkesee hat bei seinem 27. Schwimmfestival trotz gestiegener Anmeldezahlen alles im Griff – und freut sich schon auf 2018.

Als sich zwei lange Wettkampftage beim SV Ganderkesee dem Ende näherten, wurde es am Beckenrand noch einmal laut. Bei der offenen 8x50-Meter-Freistilstaffel im Mixed holten die Aktiven ihre letzten Reserven aus ihrem Körper, während sie von ihren Teamkollegen stimmungsvoll angefeuert und auf der Zielgeraden vor dem letzten Anschlag mit einer Welle begleitet wurden. Danach war das 27. Ganderkeseer Schwimmfestival beendet, und wohin man schaute – es gab nur zufriedene und strahlende Gesichter. Bei den Sportlern und Trainern, bei den Zuschauern und den Organisatoren des SVG.

„Wir sind super zufrieden, wie es gelaufen ist. Wir haben nur positive Resonanz erhalten“, schwärmte der 1. Vorsitzende Marco Loewenstein nach der dreitägigen Veranstaltung, die am Freitag mit dem Zeltaufbau begann und am Sonntag um exakt 15.32 Uhr mit der Siegerehrung beendet wurde. Auch die erfreulichen leichten Steigerungen im Vergleich zum Vorjahr bei den Einzelstarts (2788 zu 2428), den Teilnehmern (531 zu 450) und den Vereinen (27 zu 21) bereiteten den Organisatoren keine Probleme. „Das hat im Verhältnis super geklappt“, fand Loewenstein. Glück hatten die Organisatoren auch mit dem Wetter. Am Sonntag herrschte strahlender Sonnenschein. Am Samstag waren die Temperaturen zwar durchwachsen, dafür blieb es trocken – wovon vor allem die Zeltstadt rund um das Becken profitierte.

Jörn Frerichs schwimmt neuen Rekord über 100 Meter Schmetterling

Aus sportlicher Sicht hatte das Schwimmfestvial einiges zu bieten. „Das waren hervorragende Wettkämpfe mit teilweise herausragenden Leistungen. Wir hatten viele hochkarätige Teilnehmer dabei“, sagte Loewenstein und hob explizit die Leistungen von Livia Loef (Jahrgang 2005) von der SG Region Oldenburg hervor. Einen neuen Veranstaltungsrekord gab es außerdem am Samstag: Jörn Frerichs (Jahrgang 1994) vom TSV Achim 1860 stellte über 100 Schmetterling in 58,07 Sekunden eine neue Bestzeit auf.

Die beiden stärksten Mehrkämpfer kamen aus dem Umland: Mira Förster (Jahrgang 1999) vom TSV Achim 1860 siegte vor Livia Loef sowie Mara Anders (Jahrgang 2003) und Angelina Dzhumelya (Jahrgang 2001) vom Delmenhorster SV. Der beste Mehrkämpfer war Fabian Buss (Jahrgang 1999) vom SV Bremen 1910. Er siegte vor gleich drei Schwimmern des Delmenhorster SV: Leon Sänger (Jahrgang 2001), Daniel Scharf (Jahrgang 2001) und Yannis Hein (Jahrgang 2000). In die Mehrkampfwertung flossen die drei besten Einzelstarts ein.

Fabian Buss hatte im Vorfeld durchaus auf diesen Pokal spekuliert, war bei der Siegerehrung dann doch etwas baff, dass es für ihn zu Platz eins reichte. „Das ist ganz toll“, sagte Buss – und meinte damit sowohl den „spaßigen Wettkampf“ als auch das Drumherum in Ganderkesee. „Es ist einfach cool hier“, sagte Buss.

Lieber in Ganderkesee als bei der Deutschen Meisterschaft in Berlin

Auch Mira Förster schätzte das angenehme Ambiente am Heideweg, wo sie zum dritten Mal hintereinander startete. „Man trifft viele Leute wieder. Es macht einfach Spaß hier“, sagte Förster, die für das Schwimmfestival sogar auf ihre Teilnahme an der Schwimm-DM in Berlin verzichtete. Auch für Förster kam der Siegerpokal etwas überraschend. „Am Samstag war ich mit meinen Ergebnissen nicht zufrieden, dafür lief es am Sonntag richtig gut.“

Gut lief es einmal mehr auch für den Delmenhorster SV, der die Mannschaftswertung klar vor der SG Region Oldenburg und der SG Hamburg-West gewann und damit seinen Titel aus dem Vorjahr verteidigte. Apropos Hamburg-West. Die Hansestädter, die mit ihrem Vereins-Schlachtruf immer wieder nicht nur im Becken, sondern auch verbal auf sich aufmerksam machten, stellten mit 96 Teilnehmern wieder einmal die größte Gruppe. Als sich alle Schwimmer, Trainer und Eltern zum Gruppenfoto versammelten, sei dies „schon ein beeindruckendes Bild“ gewesen, erzählte Löwenstein. Ein ehemaliger Hamburger hatte auch die weiteste Anreise: Bjarne Abbe vom SV Fürstenfeldbrucker Wasseratten reiste ganz aus Bayern in den Landkreis Oldenburg.

Im Rahmenprogramm stellten die Ganderkeseer wieder einiges auf die Beine. Ein Highlight war für Loewenstein und seine Crew das Ausscheidungsrennen „50 Meter Elimination“, wo in vier Wertungsgruppen die Sieger ermittelt wurden. „Da war richtig Stimmung“, sagte der SVG-Chef. Sehr gut an kam auch das Wasserball-Turnier, das die SG Hamburg-West gewann und wo die Vereine unter teilweise sehr ausgefallenen Namen aufliefen, sowie das Stundenschwimmen, in dem Bremen 1910 mit 5020 Metern siegte.

Schwimmer fragen bereits nach Termin für 2018

Alte Bekannte wieder treffen, sich im Rahmenprogramm austoben und sich natürlich auch im sportlichen Wettkampf messen – diese Mischung mache das Ganderkeseer Schwimmfestival aus, war von allen Beteiligten mehrmals zu hören. „Es ist bei uns auch lockerer als bei anderen Veranstaltungen“, sagt Loewenstein. Das komme bei Schwimmern und Vereinen eben gut an.

Wie gut, das erfuhr Loewenstein bereits am Sonntagnachmittag. Auf dem Heimweg erkundigten sich mehrere Sportler schon nach dem Termin für 2018. Dieser steht für die dann 28. Auflage des Ganderkesee Schwimmfestivals zwar noch nicht fest. Doch Loewenstein erklärte den Abreisenden mit einem Lächeln: „Wir freuen uns schon auf nächstes Jahr.“


Vereinswertung

1. Delmenhorster SV 570 Punkte; 2. SG Region-Oldenburg 428; 3. SG Hamburg-West 423; 4. Wasserfreunde Spandau 209; 5. SV Bremen 1910 171; 6. TSV Achim 1860 111; 7. SC Delphin Lübekc 104; 8. Oldenburger SV 1902 103; 9. MTV Aurich 95; 10. SV Wildeshausen 69; 11. TSV Ottersberg Schimmen 57; 12. Wardenburger SC 56, 13. Weyher SC 48; 14. SV Ganderkesee 46; 15. AMTV-FTV Hamburg 29, 15. SGS Hude-Sandkrug 29; 17. SV Hesel 17; 18. SG Vahr/Sebaldsbrück 26; 19. STV Wilhelmshaven 16, 19. Edewechter Schwimmerverein 16, 19. TV Hambergen 16; 22. SV Brake 13; 23. TuS Harsefeld 11; 24. Holtorfer SV 6; 25. 1. Nienburger Schwimmclub 1.

beste Einzelwertung männlich

Jahrgänge 1997 und älter: 1. Hendrik Rogoll (SG Hamburg-West) 665; 2. Jörn Frerichs (TSV Achim 1860) 653; 3. Markus Brunzel.

Jahrgänge 1998-1999: 1. Felix Neumann (SG Hamburg-West) 577; 2. Ben Seemann (TSV Achim 1860) 536; 3. Fabian Buss (SV Bremen 1910) 533.

Jahrgänge 2000-2001: 1. Nicholas Grillo (SG Hamburg-West) 627; 2. Yannis Hein (Delmenhorster SV) 602; 3. Ryan Sauermann (Wasserfreunde Spandau) 549.

Jahrgänge 2002-2003: Fabio Röpe (SV Bremen 1910) 503; 2. Rune-Matthias Bosse (Delmenhorster SV) 492, 3: David Zeiser (Delmenhorster SV) 483.

Jahrgänge 2004-2005: 1. Lucas Franz (Delmenhorster SV) 389; 2. Jens Stein (MTV Aurich) 348; 3. Marc Wolff (SG Region Oldenburg) 328.

Jahrgänge 2006-2007: 1. Erdi-Vahap Ilboga (SG Region Delmenhorst) 297; 2. Tassilo Fräßdorf (SC Delphin Lübeck) 238; 3. Julian Dzhumely (Delmehorster SV) 228.

Jahrgänge 2008-2009: 1. Karl Jörn (SG Hamburg-West) 148, 1. Philipp Rieprich (SG Hamburg-West) 148; 3. Andor Cardenas Cubertier (SC Delpin Lübeck) 123.

Mehrkampfwertung männlich:

1. Fabian Buss SV Bremen 1910) 1382; 2. Leon Sänger (Delmenhorster SV) 1335; 3. Daniel Scharf (Delmenhorster SV) 1223; 4. Yannis Hein (Delmenhorster SV) 1182.

beste Einzelstarts weiblich

Jahrgänge 1997 und älter: 1. Tatjana Barke (Delmenhorster SV) 654; 2. Charline Rippe (TSV Achim 1860) 529; 3. Kristin Teichmann (Delmenhorster SV) 463.

Jahrgänge 1998-1999: 1. Mira Förster (TSV Achim 1860) 643, 2. Fiora Behnke (Delmenhorster SV) 546; 3. Berit Seibke (SV Bremen 1910).

Jahrgänge 2000-2001: 1. Friederike Grünberg (Wasserfreunde Spandau) 578; 2. Celine Rüdebusch (Delmenhorster SV) 546; 3. Hannah Kraus (Wasserfreunde Spandau) 523.

Jahrgänge 2003-2003: 1. Charleen Kölling (Delmenhorster SV) 602; 2. Nele Kleefeld (Wasserfreunde Spandau) 542; 3. Mara Anders (Delmenhorster SV) 519.

Jahrgänge 2004-2005: 1. Liva Loef (SG Region Oldenburg) 544; 2. Teresa Marit Unzelmann (SV Bremen 1910); 3. Merle Dessau (SG Region Oldenburg) 452.

Jahrgänge 2006-2007: 1. Jule Brand (SG Region Oldenburg) 395; 2. Lea Sophie Beachler (Delmenhorster SV) 387; 3. Carlotta Ingenerf (SG Region Oldenburg) 363.

Jahrgänge 2008-2009: 1. Lotte Schmidt-Seite (SG Hamburg-West) 215; 2. Tonia Röpkes (MTV Aurich) 184; 3. Taje Kölling (Delmenhorster SV) 168.

Mehrkampfwertung weiblich: Mira Förster (TSV Achim 1860) 1611; 2. Livia Loef (SG Region Oldenburg) 1428; 3. Mara Anders (Delmenhorster SV) 1360; 4. Angelina Dzhumelya (Delmenhorster SV) 1209.

0 Kommentare