Fussball-Landesliga Atlas-Chef Jörg Borkus blickt gelassen auf Topspiel in Lohne

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Jörg Borkus. Foto: Rolf TobisJörg Borkus. Foto: Rolf Tobis

Delmenhorst. An diesem Sonntag, 21. Mai (15 Uhr), steigt im Heinz-Dettmer-Stadion von BW Lohne für die Fußballer des SV Atlas Delmenhorst das wichtigste Spiel des Jahres. Im Duell zwischen den beiden Traditionsvereinen geht es um die Landesliga-Meisterschaft. Der Verlierer der Partie hat wohl keine Chancen mehr auf den Aufstieg in die Oberliga. Wie der Atlas-Vorsitzende Jörg Borkus die Situation einschätzt, erklärt er im dk-Interview.

Herr Borkus, wie ist ihr Gefühl wenige Tage vor dem Spitzenspiel?

Sehr gut.

Das müssen sie erklären. Denn das 0:2 beim SC Melle war jetzt nicht unbedingt der Mutmacher.

Wir können aus diesem Spiel nur als Gewinner heraus gehen und befreit aufspielen. Wir sind als Neuling in diese Liga gestartet und werden diese Spielzeit so oder so mit einem guten Ergebnis abschließen. Wir haben neue Sponsoren gewonnen, die Unterstützung unserer Zuschauer ist grandios. Egal, wie das Spiel oder die Saison ausgeht – wir lassen uns die Spielzeit von niemandem schlecht reden.

Atlas spielt in der Tat eine starke Saison. Sie haben aber die Oberliga-Lizenz eingereicht und nach der überzeugenden Leistung beim Sieg gegen Dinklage vor zwei Wochen war bei allen Verantwortlichen, Spielern und Fans zu spüren, dass die Oberliga zum Greifen nahe ist.

Natürlich wollen wir gerne in die Oberliga. Und das werden wir auch irgendwann schaffen. Aber wir haben keinen Druck, unbedingt jetzt aufzusteigen, den hat Lohne. Wir sind Aufsteiger. Als wir in der 1. Kreisklasse und in der Kreisliga gespielt haben, hatten wir überdimensionierte Kader. Ja, da hatten wir auch Druck, aufzusteigen. Aber wenn man sich jetzt die Möglichkeiten bei anderen Klubs anguckt, haben die doch wesentlich bessere Ressourcen. Ein Beispiel: Warum wechseln denn nach dieser Saison von BW Lohne mit Christian Meyer und „Kuba“ Bürkle zwei Stammspieler zu einem Mitaufsteiger wie dem SV Bevern? Bestimmt nicht wegen der guten Luft.

Aber ein normaler Aufsteiger kann der SV Atlas – wie Bevern – doch auch nicht sein? Denn in Bad Bentheim, Voxtrup und Pewsum steigen drei weniger potente Aufsteiger direkt wieder ab.

Das ist schon richtig. Aber was Rahmendbedingungen und Budget angeht, pendeln wir eher um Rang neun herum. Noch einmal: Wir spielen eine hervorragende Saison, egal, wie es in den letzten zwei Saisonspielen ausgeht. Wenn wir jetzt noch das Unmögliche möglich machen und Erster werden, wehren wir uns dagegen natürlich nicht. Dann werden wir das entsprechend feiern und ein, zwei Bier trinken (lacht).


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