FSJ im Sport HSG Grüppenbühren/Bookholzberg sucht Nachfolger für Annika Bodzian

Von Lars Pingel

Haben gemeinsam viel Spaß: die Mini-Handballer der HSG Grüppenbühren/Bookholzberg. Sie werden von Annika Bodzian trainiert, die von Florin Krentz unterstützt wird. Bodzian absolviert in der HSG ein Freiwilliges Soziales Jahr, das im Sommer endet. Der Verein sucht einen Nachfolger. Foto: Lars PingelHaben gemeinsam viel Spaß: die Mini-Handballer der HSG Grüppenbühren/Bookholzberg. Sie werden von Annika Bodzian trainiert, die von Florin Krentz unterstützt wird. Bodzian absolviert in der HSG ein Freiwilliges Soziales Jahr, das im Sommer endet. Der Verein sucht einen Nachfolger. Foto: Lars Pingel

Bookholzberg. Die 20-jährige Annika Bodzian war die erste FSJlerin in der HSG Grüppenbühren/Bookholzberg. Der Verein möchte die Stelle ab dem 1. August 2017 wieder besetzen.

Annika Bodzian hat die Gelegenheit, die ihr die HSG Grüppenbühren/Bookholzberg vor nicht ganz einem Jahr geboten hat, ergriffen. „Ich wusste nicht so ganz genau, was ich wollte. Da kam die Frage ganz gut“, erzählte die 20-Jährige nach einer Trainingseinheit der Mini-Handballer des Vereins. Die Frage hatte Dirk Maske, damals noch Jugendwart, gestellt. Sie lautete: „Hast Du nicht Lust, bei uns ein Freiwilliges Soziales Jahr zu absolvieren?“ Nach kurzer Überlegung sagte sie zu. Bodzian hatte gerade an der Berufsbildenden Schule II in Delmenhorst ihr Fachabitur mit Schwerpunkt Sozialpädagogik bestanden. Ende Juli ist dieses Jahr nun zu Ende. „Es war super“, urteilte Bodzian.

„Es war alles top. Sie hat das sehr gut gemacht“, lobte Maske, der in der HSG Bodzians Mentor war. Klar, dass der Verein die Stelle wieder besetzen möchte. „Ab 1. August ist sie frei“, sagte Maske – und machte gleich ein bisschen Werbung: „Ein FSJ ist eine Möglichkeit, ein Hobby ein Jahr lang zum Beruf zu machen. Vielleicht ist es sogar ein Einstieg in einen Beruf.“

Bodzian betreut vier Jugendteams

Bodzian war die erste FSJlerin in der HSG. „Es ist sehr schwer geworden, jemanden zu finden, der nachmittags Kinder betreuen kann“, erklärte Maske, der das Amt des Jugendwarts aus beruflichen Gründen abgeben hat. Auch für ihn sucht der Verein übrigens noch nach einem Nachfolger. Um aber die Trainingszeiten für Kinder und Jugendliche besetzen und damit überhaupt anbieten zu können, beschäftigte sich der Verein mit der Idee, eine FSJ-Stelle einzurichten. Und setzte sie im Sommer 2016 auch um. Annika Bodzian, die dem Verein schon als Kind beigetreten war und für das erste Frauenteam spielt, trat sie neugierig, aber auch mit Respekt an, erzählte sie. „Dadurch, dass ich die erste FSJlerin war, wusste ich nicht so genau, was mich erwartet. Ich hatte schon ein bisschen Angst davor, eine Gruppe alleine zu leiten.“ Die verschwand aber sehr schnell, auch weil „ich bei Fragen immer jemanden hatte, den ich ansprechen konnte.“ In der HSG war sie 39 Stunden pro Woche tätig, trainierte dort außer den Minis noch drei weitere Mannschaften und betreute diese auch bei den Punktspielen. Und sie wurde in den Handball-AGs eingesetzt, die der Verein an den Grundschulen Bookholzberg und Schierbrok und an der Oberschule Bookholzberg anbietet. Darüber hinaus gehören 25 Seminartage zu einem FSJ, in denen Bodzian unter anderem die Übungsleiter C-Lizenz erwarb. Zudem galt es, ein Projekt zu organisieren und zu dokumentieren. Bodzian stellte das HSG-Mini-Handballturnier mit 16 Mannschaften auf die Beine. „Das war super“, fand sie.

HSG sucht einen Handballer

Doch nicht nur deshalb wird sie das FSJ mit vielen positiven Erinnerungen und Erfahrungen beenden. „Du musst mit Kindern und Jugendlichen sehr viel Geduld haben, du darfst nichts überstürzen. Und du musst immer mit Spaß und Freude dabei sein“, erzählte Bodzian. Sie arbeitete nebenbei auch in einem Altenheim. Das war auch möglich, weil die Arbeitszeiten in der HSG auf die Nachmittage verteilt waren. Sie weiß inzwischen auch ziemlich sicher, wohin ihr weiterer Weg führen soll. „Ich werde wohl studieren“, bestätigte sie. Dienstleistungsmanagement mit dem Schwerpunkt Gerontolgie in Vechta. „Ich hatte viel Spaß mit den Kindern, doch ich möchte beruflich doch lieber etwas mit älteren Menschen machen.“ Trotzdem: „Ich möchte weiter eine Mannschaft betreuen.“ Und für die HSG Handball spielen. „Ja, klar. Es kommt kein anderer Verein in Frage.“

Weitere Informationen erteilt Dirk Maske

Einig sind sich Bodzian und Maske auch, wenn es darum geht, das Anforderungsprofil für den nächsten FSJler zu beschreiben: „Er muss offen sein, Durchsetzungsvermögen haben und auf jeden Fall Kindern etwas beibringen wollen“, sagen sie. Und: „Er oder sie sollte aus dem Handball kommen.“ Mögliche Bewerber sollten zwischen 17 und 27 Jahre alt sein.

Weitere Informationen zum FSJ in der HSG Grüppenbühren/Bookholzberg können bei Dirk Maske unter Telefon 0170/9620087 oder per E-Mail an d.maske@online.de erfragt werden.


ASC Göttingen kooperiert das FSJ

Das Freiwillige Soziale Jahr im Sport wird vom ASC Göttingen in Kooperation mit der Sportjugend Niedersachsen koordiniert. Mögliche Tätigkeitsfelder sind Kinder und Jugendarbeit im Sport, Sport und Organisation, Sporträume, Sport und Wettkampf, Sport und Ältere und Sport mit Behinderten, heißt es auf der Internetseite „Freiwilligendienste im Sport“. Die Dauer beträgt in der Regel zwölf Monate. Der FSJler wird 39 Stunden pro Woche eingesetzt, er hat 26 Tage Urlaub pro Jahr. 16- bis 27-jährige FSJler erhalten ein Taschengeld von 300 Euro pro Monat.

Die HSG Grüppenbühren/Bookholzberg ist nicht der einzige Verein im Landkreis Oldenburg und der Stadt Delmenhorst, die den Freiwilligendienst im Sport anbietet. Eine Übersicht gibt es ebenfalls auf der Internetseite. Dort sind außer Vereinen auch Organisationen und Institutionen, z. B. Schulen, zu finden.