dk-Serie: Sportliche Rückblicke HSG Delmenhorst besteht seit 25 Jahren

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Am 11. Mai 1992 wurde die Gründung der HSG Delmenhorst besiegelt: Die Vorsitzenden (von links) des VSK Bungerholf, Rolf Albers, und des TV Deichhorst, Helmfried Unger, unterzeichneten den Fusions-Vertrag der Handball-Abteilungen. Foto: Rolf TobisAm 11. Mai 1992 wurde die Gründung der HSG Delmenhorst besiegelt: Die Vorsitzenden (von links) des VSK Bungerholf, Rolf Albers, und des TV Deichhorst, Helmfried Unger, unterzeichneten den Fusions-Vertrag der Handball-Abteilungen. Foto: Rolf Tobis

Delmenhorst. Vor 25 Jahren, am 11. Mai 1992, schlossen der TV Deichhorst und der VSK Bungerhof ihre Handball-Abteilungen zur Handballspielgemeinschaft (HSG) Delmenhorst zusammen. Ein Vierteljahrhundert später bewerten Verantwortliche und Mitglieder der HSG die Entwicklung positiv. Das wird an diesem Samstag in der Divarena gefeiert.

Das ist allemal ein Grund für eine große Party: Die HSG Delmenhorst besteht seit 25 Jahren. Am 11. Mai 1992 unterschrieben Rolf Albers, damals Vorsitzender des VSK Bungerhof, und Helmfried Unger, Vorsitzender des TV Deichhorst, einen Vertrag, der die Fusion der Handball-Abteilungen der Clubs besiegelte, die zunächst auf ein Jahr befristet war. Das sei die richtige Entscheidung gewesen, findet Unger ein Vierteljahrhundert später: „Denn heute kann man eindeutig sagen, dass es das Beste war, was uns passieren konnte.“

Damals waren die Idee und ihre Umsetzung allerdings nicht überall auf Gegenliebe gestoßen. „Es gab Leute, die dem Zusammenschluss kritisch gegenüberstanden“, erzählt das Gründungsmitglied, das auch heute noch als 2. Vorsitzender die Geschicke der HSG mitbestimmt. Die Skepsis ist dem der Stolz auf eine Erfolgsgeschichte gewichen. Deshalb lädt die HSG heute (Einlass 18.30 Uhr) zur großen Feier in die Divarena ein.

Das eine oder andere HSG-Mitglied wird heute mit Sicherheit ab und an versuchen, Informationen aus Hagen zu bekommen. Dort kann die SG VTB/Altjührden im Duell mit dem gastgebenden TuS Volematal einen ersten Schritt in Richtung Klassenerhalt in der 3. Liga machen – was dem Männer-Team der HSG die weitere Zugehörigkeit zur Oberliga bescheren würde. Entschieden wird die Drittliga-Relegation aber erst am Sonntag.

Helmfried Unger legt Grundstein der Fusion

Anfang 1992 keimte in Helmfried Unger der Gedanke auf, die Stärken des TVD und des VSK miteinander zu verbinden. „Wir beim TV Deichhorst hatten Probleme, in einigen Ligen Mannschaften zu stellen, da uns die Spieler ausgingen“, berichtet er. „Der VSK hatte starke Spieler, war aber von den selben Problemen betroffen.“ Daher sei es an der Zeit gewesen, etwas zu verändern. Unger trommelte die Vorstandsmitglieder des TVD zusammen und überzeugte erst sie und dann seine Handballer von einem Zusammenschluss. Rolf Albers gelang das beim VSK Bungerhof. Zur Gründungsversammlung kamen 85 Mitglieder beider Vereine, die Hans-Werner Henning, der ebenfalls zu den Vätern der Idee gehörte, zum ersten 1. Vorsitzenden der HSG Delmenhorst wählten. Unger übernahm das Amt des 2. Vorsitzenden.

In der ersten Saison insgesamt 30 Mannschaften

Durch den Zusammenschluss sollte der Handballsport in der Stadt Delmenhorst ausgebaut werden. „Besonders die Nachwuchsarbeit sollte gestärkt werden“, erzählt Jürgen Janßen, heute 1. Vorsitzender der HSG. „So konnten die guten Jugendspieler gehalten und gefördert werden, und mussten sich nicht mehr mit einem Wechsel befassen.“ In der ersten HSG-Saison 1992/1993 wurden 30 Mannschaften zum Punktspielbetrieb gemeldet. Heute ist die HSG mit 321 aktiven Handballerinnen und Handballern eine der größten Abteilungen im Bremer Handballverband und stellt eine der besten Nachwuchsabteilungen in den Verbänden Niedersachsen und Bremen. 23 HSG-Teams, davon 14 Jugendmannschaften, treten 2016/2017 in Punktspielen an. Nicht nur diese Zahl verdeutlicht den Erfolg der vergangenen Jahre: „Zu unserer Jubiläumsfeier erwarten wir um die 130 Gäste“, sagt Janßen.

„Zeit für einen Generationswechsel“

Schon in den ersten Jahren der noch jungen HSG war es den Vorsitzenden laut Unger gelungen, „die Handballabteilungen der beiden Vereine, ohne größere Probleme zusammenzuführen“. Die Rivalität sei „schnell ausbalanciert“ gewesen. Hans-Werner Henning gab 1999 das Amt des 1. Vorsitzender an Rolf Heitmann weiter. Im Jahr 2010 übernahm Jürgen Janßen den Vorsitz der HSG, der ihn 2018 an einen Jüngeren abgeben wird. „Es ist Zeit für einen Generationswechsel. Die Jugend muss mehr eingebunden werden“, begründet er seine Entscheidung. „Die Gesellschaft wird sich verändern, deshalb sollte man rechtzeitig reagieren.“ Janßen versicherte aber, dass er das neue Führungsteam aus der „zweiten Reihe“ unterstützen und so der HSG erhalten bleiben wird.


Alle 14 Tage blickt die dk-Sportredaktion samstags auf herausragende Ereignisse in der Stadt und im Landkreis Oldenburg oder auf große Erfolge von Sportlern zurück, die mindestens zehn Jahre zurückliegen. Diesmal: Vor 25 Jahren wurde die HSG Delmenhorst gegründet.

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