Tischtennis-Bezirksliga Christine Diegel liebt das offensive Spiel

Nur schwer zu schlagen: Christine Diegel vom TuS Hasbergen. Foto: Rolf TobisNur schwer zu schlagen: Christine Diegel vom TuS Hasbergen. Foto: Rolf Tobis

Hasbergen. Beim 8:2-Erfolg gegen die TS Hoykenkamp kassierte Christine Diegel vom TuS Hasbergen zwar ihre zweite Saisonniederlage im Einzel. In der Statistik der Tischtennis-Bezirksliga Ost liegt die 50-Jährige mit herausragenden 20:2-Siegen aber noch immer auf dem dritten Platz.

Die Revanche für das 7:7-Unentschieden im Hinspiel glückte dem TuS Hasbergen erfolgreich, Gegner TS Hoykenkamp hatte am Ende bei der 2:8-Niederlage keine Chance. Und doch hatte das Nachbarduell in der Tischtennis-Bezirksliga der Damen zwischen dem Turn- und Sportverein und der Turnerschaft gleich zu Beginn der Partie einen Paukenschlag parat: Hoykenkamps Nummer zwei Linda Schmidt brachte der Hasberger Spitzenspielerin Christine Diegel eine 2:3-Niederlage bei – es war die erste zweite Einzel-Pleite in dieser Saison für Diegel.

Doch die 50-Jährige dürfte diese Niederlage am Ende verkraftet haben. Zum einen, weil sie ihr zweites Einzel gewann und im Doppel mit Meike Piper einen Punkt beisteuerte. Zum anderen, weil Diegels Bilanz mit 20:2-Siegen weiter herausragend ist.

Christine Diegel in der Hinrunde mit einer 19:1-Bilanz

In der Hinrunde, in der Hasbergen stets von Ausfällen geschwächt war, war die Spitzenspielerin umso mehr gefordert – und löste ihre Aufgaben in beeindruckender Manier. Mit ihrer Topbilanz von bis dato 19:1-Siegen im vorderen Paarkreuz hatte sie in der vergangenen Halbserie ihre bisherigen Bestmarken alle übertroffen. Und damit ihren Klub natürlich sehr geholfen, in dieser Spielzeit nicht in die Abstiegsregion hinein zu rutschen. Mit 9:9 Punkten liegt ihr Team momentan auf Rang sechs – und verfügt somit noch über genug Polster zum ungeliebten Abstiegsrelegationsplatz.

„Trotz unser vielen Ausfälle sind wir zufrieden“, sagt Diegel. „Denn leider war in der Hinrunde ganz schön der Wurm drin“, meint die TuS-Nummer-Eins. „Meike Piper hat uns einige Spiele gefehlt. Hannelore Harfst fast die gesamte Hinrunde.“ Deswegen bedankt sich Diegel auch noch einmal ausdrücklich für die „tolle Unterstützung aus unserer zweiten Mannschaft“. Was ihre persönliche Saison angeht, sagt sie: „Klar, seit ich 2012 zum TuS gewechselt bin, ist das auf alle Fälle meine beste Serie.“

Christine Diegel lernt ihr Tischtennis-Handwerk in Bayern

Geboren, aufgewachsen und die meiste Zeit ihres Lebens verbracht hat Christine Diegel übrigens in Bayern. Die Sportart mit dem kleinen weißen Ball ist ihr praktisch in die Wiege gelegt worden. Sie stamme, wie sie erzählt, aus einer reinen Tischtennisfamilie und hat bereits im Alter von fünf Jahren ihre ersten Schläge verübt. Geprägt hat ihre inzwischen lange Laufbahn die aktive Zeit in Neudorf an der Donau.

Dort hat sie einiges mitgemacht: Unter anderen Gastspiele in der Bezirks-, Landes- und Oberbayernliga gegeben. Mit ihren inzwischen 50 Lenzen sei Diegel froh, dass sie nach so vielen Jahren in der hiesigen Bezirksliga leistungsmäßig immer noch oben mitmischen kann. In ihrem Alter sei man gegenüber den jüngeren Spielerinnen, was die Beweglichkeit betrifft, doch im Nachteil.

Christine Diegel liebt das offensive Spiel mit Topspin

„Trotzdem versuche ich, so oft es geht, offensiv mit Topspin zu agieren“, sagt sie. Nur gegen Hatten/Sandkrugs Melanie Hanneken, die selbst über eine ähnliche Spielweise verfügt, und eben Hoykenkamps Linda Schmidt musste Diegel bislang Niederlagen einstecken.

Die junge TSG-Akteurin Hanneken hat in dieser Saison mit ihrer starken 24:1-Quote ebenfalls beste Chancen, sich den inoffiziellen Titel der „besten Spielerin im I. Paarkreuz“ zu sichern. Zu diesem Dreigestirn zählt außerdem noch Gehlenbergs langjährige Leistungsträgerin Karin Eilers mit 21:2-Siegen. Und eben Christine Diegel.


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