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Zur Saison 2017/2018 Jörg Rademacher übernimmt die HSG Delmenhorst

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Sie freuen sich auf ihre gemeinsame Zusammenarbeit bei der HSG Delmenhorst: Trainer Jörg Rademacher und der HSG-Vorsitzende Jürgen Janßen (rechts). Foto: Rolf TobisSie freuen sich auf ihre gemeinsame Zusammenarbeit bei der HSG Delmenhorst: Trainer Jörg Rademacher und der HSG-Vorsitzende Jürgen Janßen (rechts). Foto: Rolf Tobis

Delmenhorst. Jörg Rademacher übernimmt zur Saison 2017/2018 das Trainer-Amt bei den Handballern der HSG Delmenhorst. Der 49-Jährige erhält einen Zwei-Jahres-Vertrag und bringt seinen Torwart-Trainer Jens Kanzog von seinem jetzigen Verein TV Neerstedt mit. Der Ex-Profi ist vom Handball-Standort Delmenhorst überzeugt und gibt als Fernziel die 3. Liga aus.

Bis zum Schluss hatte die HSG Delmenhorst noch versucht, die Trainer-Frage seiner ersten Herren-Mannschaft für die kommende Saison 2017/2018 zumindest ein wenig spannend zu machen – und hüllte sich diesbezüglich bis zum letzten Moment in Schweigen. Doch in der Handball-Szene hatte sich längst herumgesprochen, wen die HSG am Montagabend um 18.02 Uhr dann schließlich offiziell als zukünftigen Coach bekannt gab: Es ist Jörg Rademacher, aktuell noch in Diensten des Oberliga-Rivalen TV Neerstedt. Die Vorstellung des früheren Bundesliga-Profis war keine Überraschung mehr, dennoch folgten gleich fünf Journalisten und zwei Fotografen der Einladung zur Pressekonferenz der HSG, um zu hören, welche Pläne und Ziele Rademacher mit den Delmenhorstern verfolgt.

Festhalten lässt sich vor allem dies: Dem Ex-Profi und dem HSG-Vorstand um den Vorsitzenden Jürgen Janßen schwebt eine langfristige Zusammenarbeit vor. Zunächst mit dem mittelfristigen Ziel, die HSG in der Oberliga-Spitze zu etablieren. Dann mit der langfristigen Perspektive 3. Liga. „Die HSG Delmenhorst ist ein Verein mit sehr viel Entwicklungspotenzial, eine riesen Herausforderung“, schwärmte Rademacher bei seiner Vorstellung: „Dieser Mannschaft gehört die Zukunft.“

Jörg Rademacher sieht bei der HSG Delmenhorst glänzende Perspektiven

Rademacher habe in den vergangenen Jahren intensiv den Weg der HSG verfolgt, die 2012 fast in die Landesklasse abgestiegen wäre und nun ihre zweite Oberliga-Saison spielt. „Die HSG Delmenhorst hat glänzende Perspektiven.“ Es sei eine „große Aufgabe“, die Handball-Spielgemeinschaft zu coachen. Aber: „Ich hab‘ da einfach Bock drauf. Wir sprechen die selbe Sprache. Das Paket passt einfach“, sagte Rademacher, der zunächst mit einem Zwei-Jahres-Vertrag ausgestattet ist.

Dass der 49-Jährige möglicherweise im Frühjahr von einem Oberligisten zu einem Verbandsligisten wechselt, widerspreche nicht seiner Philosophie „nur noch leistungsorientiert“ arbeiten zu wollen. „Der Verein hat mir klar gezeigt, was er in Zukunft vorhat und wie er es vorhat.“ Es seien zwei Fragen gewesen, die ihm die Verantwortlichen beim TVN zuletzt nicht beanworten konnten. Sollte der worst case eintreten und die HSG in die Verbandsliga absteigen müssen, „werde ich die Mannschaft dort so formen, dass sie im zweiten Jahr in der Oberliga keine Probleme mit dem Abstiegskampf hat“, erzählte Rademacher.

Jetziger Spielertrainer Andre Haake knüpft Kontakt zu seinem Nachfolger

Bei der HSG sind sie sich bewusst und auch ein wenig stolz, dass ihnen mit der Verpflichtung des früheren Wilhelmshavener Erstliga-Co-Trainers ein kleiner Transfercoup gelungen ist. Es sei nicht leicht und nicht selbstverständlich gewesen, dass sich Rademacher für den Handball-Standort Delmenhorst entschieden habe, sagte HSG-Chef Jürgen Janßen. „Sehr happy und sehr froh“ sei er deshalb, berichtete der HSG-Chef nach der geglückten Verpflichtung. Man habe zwar auch Gespräche mit anderen Trainern geführt, räumte Janßen ein. Doch als sich die Möglichkeit ergab, Rademacher zu verpflichten, habe der jetzige Spielertrainer Andre Haake direkt und schließlich auch erfolgreich den Kontakt zum B-Lizenzinhaber hergestellt.

Rademacher räumte ein, dass er sportlich und finanziell lukrativere Angebote aus der Oberliga Nordseeerhalten habe. „Aber darum geht es mir nicht primär.“ Die langfristige Perspektive sei schließlich entscheidend, sagte der Bad Zwischenahner auch mit Blick auf den ambitionierten Unterbau im Herren-Bereich und die hervorragende Jugendarbeit bei der HSG. „Nur Spieler kaufen“, betonte Rademacher, „das bringt auch nichts“.

Rademacher bringt Torwart-Trainer Jens Kanzog mit und verzichtet auf Co-Trainer

Zu den schon am vergangenen Wochenende in der Handball-Szene geführten Spekulationen, wonach Rademacher möglicherweise auch einige seiner jetzigen Neerstedter Spieler wie Eike Kolpack oder Ole Goyert mit nach Delmenhorst lotsen könnte, wollte er sich wenig überraschend nicht äußern. Fest steht zumindest dies: Seinen Torwart-Trainer Jens Kanzog bringt „Rade“ mit nach Delmenhorst. Einen Co-Trainer benötige er nicht. Zumindest dieses Geld gebe er „dann doch lieber für Spieler aus“, sagte Rademacher – und lächelte, als wenn er schon genau wüsste, für wen dieses Geld bestimmt sein könnte.


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