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Handball-Oberliga Ingmar Steins tritt bei der HSG Hude/Falkenburg zurück

Rücktritt nach nur einem Spiel bei der HSG Hude/Falkenburg: Ingmar Steins. Foto: Die Harke / Stefan SchwierschRücktritt nach nur einem Spiel bei der HSG Hude/Falkenburg: Ingmar Steins. Foto: Die Harke / Stefan Schwiersch

Hude/Falkenburg. Paukenschlag bei den Handballerinnen der HSG Hude/Falkenburg: Ingmar Steins hat nach nur einem Spiel seinen Rücktritt beim Oberligisten erklärt. Das gab die HSG am Freitagmorgen und vor dem Heimspiel am Samstag (16.30 Uhr) per Pressemitteilung bekannt.

„Mit großem Bedauern müssen wir mitteilen, dass die Zusammenarbeit mit Ingmar Steins am Montag wieder beendet wurde“, erklärte der Sportliche Leiter Gaylord Klammt. „Diese unerwartete Reaktion trifft die HSG Hude/Falkenburg in einer schon schwierigen Situation schwer. Vor allem, da in der vergangenen Woche noch alles auf neuem und richtigen Kurs zu sein schien.“

Warum Steins direkt nach der 22:36-Auswärtsniederlage beim designierten Meister VfL Stade und nur zwei Trainingseinheiten bereits wieder sein Handtuch war, ließ die Handball-Spielgemeinschaft unbeantwortet. Auch Steins war für eine Stellungnahme nicht zu erreichen. Der 61-Jährige aus Morsum ist bereits der dritte Trainer innerhalb von 14 Monaten, der freiwillig bei Hude/Falkenburg zurückgetreten ist. Zuvor hatten auch Thorsten Stürenburg (im Dezember 2015, aus privaten und beruflichen Gründen) und Dean Schmidt (im Dezember 2016, jetzt Jugendkoordinator der Mädchen-Abteilung) ihr Amt abgegeben.

Trainer-Veteran Ingmar Steins seit 40 Jahren im Geschäft

Der Rücktritt von Ingmar Steins verwundert umso mehr, weil Klammt nach der Verpflichtung noch von „einer schönen Nummer“ und „einer gemeinsamen Philosophie“, die sich in den Gesprächen herausgestellt hatte, geschwärmt hatte: „Seine langjährige Erfahrung wird uns in der aktuellen Situation stabilisieren.“

Steins ist ein Handball-Veteran, in fast 40 Jahren im Geschäft hat er schon vieles gesehen. Mit den Frauen von Germania List spielte er mal in der 2. Bundesliga, mit den Männer-Mannschaften MTV Großenheidorn und AMTV Hamburg stieg er einst in die Regionalliga auf. Zuletzt hörte er beim Frauen-Oberligisten TV Oyten II auf eigenen Wunsch auf. Aktuell trainiert er die Verbandsliga-B-Jugend des TV Schiffdorf.

Interimstrainer Sebastian Zwiener vor Schüttorf-Spiel zuversichtlich

Die HSG ist nun gemeinsam mit der Mannschaft, den Verantwortlichen und Betreuern wieder dabei, ein tragfähiges Konzept zu erarbeiten, „um den aktuellen Spielbetrieb und die zukünftige Ausrichtung sicherzustellen“, wie Klammt erklärte. Er ergänzte. „Wir haben starke Charaktere in diesem Team und deshalb wissen wir, die Situation gemeinsam zu meistern.“

Klammts Aussage bestätigt auch Betreuer Sebastian Zwiener. „Die Mannschaft hat in dieser Woche einen sehr guten Eindruck gemacht“, sagt Zwiener. Er leitete eine Trainingseinheit, die andere Reserve-Trainerin Inge Breithaupt. Zwiener wird die Mannschaft am Samstag und bis auf Weiteres betreuen. Zum Spiel gegen den FC Schüttorf (11.) sagt er: „Wenn wir unser Saisonziel Platz zwei erreichen wollen, ist ein Sieg Pflicht. Aber ich bin sehr zuversichtlich.“

Frauke von Freeden wieder im Training

Neben Torhüterin Karen Tapkenhinrichs (Knie-Op in der vergangenen Woche) fehlt wohl nur Jennifer Frank (beruflich verhindert). Dafür ist Shooterin Mareike Zetzmann wieder da. Eventuell hilft auch Nadja Albes aus der Reserve aus. Ebenfalls erfreulich: Die mehr als zwei Jahre lang verletzte Frauke von Freeden ist wieder in das Training eingestiegen, aktuell aber noch nicht spielberechtigt.


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