Stadtmeisterschaft am Sonntag Billardturnier in Delmenhorst ist schon ausgebucht

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Nimmt Anlauf auf Titel Nummer sechs: Der Ex-Delmenhorster Frank Poerschke ist einer der Favoriten bei der Stadtmeisterschaft. Foto: Rolf TobisNimmt Anlauf auf Titel Nummer sechs: Der Ex-Delmenhorster Frank Poerschke ist einer der Favoriten bei der Stadtmeisterschaft. Foto: Rolf Tobis

Delmenhorst. Bei der Delmenhorster Billard-Stadtmeisterschaft wird es am Sonntag wohl einen Teilnehmerrekord geben. Der Sieger wird sich wieder durch eine Nachtschicht quälen müssen.

Am Montag war die kritische Masse schließlich erreicht. Der 64. Billardspieler hatte für die Delmenhorster Stadtmeisterschaft zugesagt, die Organisatoren mussten die Anmeldung sechs Tage vor dem Turnier bereits schließen. Wer doch noch mitspielen will, muss am Sonntag gegen 10 Uhr im Hardball Café erscheinen – und hoffen, dass jemand nicht kommt.

Erstligaspieler und Rekordsieger dabei

Zur 25. Auflage haben die Veranstalter Sven Blank, Stephan von Salzen und Sascha Gellner einen beispiellosen Zulauf erlebt; nur eine plötzliche Absagewelle könnte verhindern, dass der Rekord von 57 Spielern aus dem Vorjahr fällt. Die Konkurrenz ist mit diversen Erstligaspielern hochklassig, unter anderem ist Rekordsieger Frank Poerschke dabei, dessen Name schon fünfmal auf dem Wanderpokal steht. „Einige Lochmonster haben in entfernteren Bundesliga-Vereinen von dem Event erfahren“, erzählt Gellner – die dreistellige Siegprämie wird als Anreiz sicher nicht geschadet haben, auch wenn die Veranstalter darauf hinweisen, dass für jeden Teilnehmer fünf Euro an den Verein „Stars for Kids“ gehen, der den Kindermittagstisch in den Delmenhorster Jugendhäusern sichert.

Geht es wieder über 14 Stunden?

Es ist zu befürchten, dass die Kondition wieder zum entscheidenden Faktor wird. Das am Sonntag um 11 Uhr startende 8-Ball-Turnier dauert bis in die Nacht, im Vorjahr musste der ehemalige Deutsche Meister John Blacklaw 14 Stunden lang schuften , ehe er gegen 1.30 Uhr den Pokal bekam – dieses Mal erspart er sich die Strapaze und ist gar nicht am Start. Auch am Sonntag muss sich der Sieger erst durch eine der acht Achter-Vorrunden und dann durch die K.o.-Runde der besten 16 kämpfen. „Mehrere Stunden Spielzeit sind für jeden garantiert“, verspricht Gellner, der selbst schon mehrfach Titelträger war.

Auch PBV Delmenhorst steht gut da

Auch wenn der PBV Delmenhorst nicht mehr offizieller Veranstalter ist, schickt der Club doch ein großes Team ins Rennen, die erste Mannschaft ist durch ihre beiden Spitzenspieler Jürgen Heinken und Thorsten Bodewig vertreten. Dass einer von ihnen das Turnier gewinnt, ist eher unwahrscheinlich, obwohl die Delmenhorster mit Aufwind in den Jahresauftakt gehen können. So gut wie momentan lief es sportlich beim 1991 gegründeten Verein lange nicht, nach Jahren spielen mal wieder zwei Teams in der fünftklassigen Verbandsliga. Die zweite Mannschaft ist Letzter, hat aber noch alle Chancen auf den Klassenerhalt, während sich die Erste im Mittelfeld hält. Eine Liga darunter kämpft die gerade aufgestiegene dritte Mannschaft als Zweiter um die Landesliga-Meisterschaft, auch dank der vom abgemeldeten vierten Team dazugestoßenen Spieler. Die Fahne der Dritten hält bei der Stadtmeisterschaft Christian Jähnel hoch.


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