Handball-Oberliga Frauen HSG Hude/Falkenburg verliert gegen den TV Cloppenburg

Fanden zu wenig Lücken in der Abwehr des TV Cloppenburg um Inka Bosmann (rechts): Kerstin Janßen und die Oberliga-Handballerinnen der HSG Hude/Falkenburg. Sie verloren mit 21:25. Foto: Rolf TobisFanden zu wenig Lücken in der Abwehr des TV Cloppenburg um Inka Bosmann (rechts): Kerstin Janßen und die Oberliga-Handballerinnen der HSG Hude/Falkenburg. Sie verloren mit 21:25. Foto: Rolf Tobis

Ganderkesee . Die Oberliga-Handballerinnen der HSG Hude/Falkenburg sind vom dritten auf den vierten Tabellenplatz abgerutscht: Sie verloren ihr Heimspiel gegen den TV Coppenburg mit 21:25 (7:11).

Lange überlegen musste Dean Schmidt nicht, als er nach dem Hauptgrund für die Niederlage seiner Mannschafte suchte. „Mit 21 Toren und, vor allem, nur sieben in der ersten Halbzeit, kannst du nicht viel hinter dem Herd hervorlocken“, sagte der Trainer der Oberliga-Handballerinnen der HSG Hude/Falkenburg nach der 21:25 (7:11)-Heimniederlage in der Halle am Steinacker in Ganderkesee gegen den TV Cloppenburg, mit der sein Team den dritten Tabellenplatz an die Gäste verlor. „In der ersten Halbzeit hatten wir keinen Spielfluss. In der zweiten Halbzeit wurde es zwar besser, doch dann bekamen wir Probleme in der Abwehr“, präzisierte der HSG-Coach seine Analyse. Er ärgerte sich außerdem über die Wurfauswahl seiner Spielerinnen. „Sie haben immer wieder nach oben geworfen, obwohl wir ständig gesagt haben, dass sie flach werfen sollen.“

Gute Abwehrarbeit macht einige Ballverluste wett

Der TVC stellte dem HSG-Angriff eine sehr defensiv agierende 6:0-Abwehr entgegen. Selten rückte eine Cloppenburgerin weiter als bis zur Neunmeterlinie heraus. Das – und die gute Leistung von TVC-Torhüterin Katja Kröger – bereitete Hude/Falkenburg arge Schwierigkeiten, weil die einstudierten Spielzüge oft mit zu wenig Tempo vorgetragen wurden, um Lücken in den TVC-Deckungsverband zu reißen. Zudem brachten einige ungenaue Pässe den Spielaufbau der HSG immer wieder ins Stocken. Mit Einzelaktionen hielten die Gastgeberinnen die Partie zunächst aber offen. Das lag auch daran, dass die HSG-Spielerinnen mit guter Abwehrarbeit, einige ihrer Ballverluste wettmachten.

Genau 20 Minuten und 19 Sekunden waren gespielt, als Jessica Galle von der Siebenmeterlinie zum 7:6 für die HSG traf. Es war der letzte Treffer für die Gastgeberinnen vor der Pause und die letzte Führung. Die Cloppenburgerinnen, die ihre Angriffe mit viel Geduld oft so lange ausspielten, bis die Schiedsrichter den Zeitspielpfiff androhten, waren bis zur Halbzeit noch fünfmal erfolgreich.

HSG Hude/Falkenburg verkürzt bis auf 17:19

Die HSG, für die Mareike Zetzmann (6/2) die meistern Tore erzielte, lief diesem Vier-Tore-Rückstand (7:11) letztlich erfolglos hinterher. Als Ashley Butler Mitte der zweiten Halbzeit (10:14, 43.) von Rechtsaußen in den rechten Rückraum wechselte, kam der HSG-Angriff zwar besser in Schwung, doch die HSG-Defensive verlor plötzlich die Stabilität. So wurde fast jeder Treffer einer HSG-Spielerin von einem erfolgreichen TVC-Wurf gekontert. Der HSG-Rückstand schrumpfte lange Zeit nicht. Zwei der fünf Butler-Treffer brachten die HSG beim 17:19 (50.) dann allerdings doch noch in Reichweite eines Punktgewinns. Das TVC-Team, um seine mit sechs Treffern erfolgreichste Angreiferin Inka Bosmann, ließ sich aber nicht aus der Ruhe bringen: Es machte mit drei Treffern in Serie ihren Erfolg perfekt (22:17, 54.).

Nationaltrainer der USA beobachtet Ashley Butler

Immerhin, fand Schmidt, könnte die Partie für Butler noch etwas Positives bringen. „Sie war die Ausnahme, was die Leistung betrifft“, lobte der HSG-Trainer und verriet: „Sie stand unter Beobachtung. Der Trainer der amerikanischen Nationalmannschaft war in der Halle.“


Statistik:

HSG Hude/Falkenburg: Tapkenhinrichs, Woltjen; Stuffel, Galle 4/2, Zetzmann 6/2; Butler 5, Janßen, Petersen 5, Schulze, Busse, Müller 2, Stapoisky, Frank.

Schiedsrichter: Korsch, Reinke (TV Langen).

Zeitstrafen: HSG 3 – TVC 2.

Siebenmeter: HSG 5/4 – 6/4.

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