Volleyball-Verbandsliga VG Delmenhorst-Stenum ist im Abstiegskampf angekommen

Von Daniel Niebuhr

Müssen sich strecken: Die Volleyballerinnen der VG Delmenhorst-Stenum um (von links) Wiebke Möller, Jessica Uhlhorn und Stefanie Nogatz verloren in Habenhausen. Foto: Daniel NiebuhrMüssen sich strecken: Die Volleyballerinnen der VG Delmenhorst-Stenum um (von links) Wiebke Möller, Jessica Uhlhorn und Stefanie Nogatz verloren in Habenhausen. Foto: Daniel Niebuhr

Bremen/Delmenhorst. Die Verbandsliga-Volleyballerinnen der VG Delmenhorst-Stenum verlieren auch in Habenhausen und ist in einer bedrohlichen Lage.

So wie Kai Stöver an der Linie herumtigerte, musste man befürchten, dass er sich jeden Moment selbst einwechselt. Der Trainer der VG Delmenhorst-Stenum war unübersehbar bemüht, das Unheil abzuwenden, seinen Verbandsliga-Volleyballerinnen halfen am Samstag aber weder Anfeuerungen noch Auszeiten oder strenge Blicke, Stövers Mannschaft nahm doch die fünfte Pleite im sechsten Spiel mit nach Hause. Vor 40 Zuschauern verloren die Delmenhorsterinnen beim ATSV Habenhausen mit 1:3 (17:25, 25:19, 18:25, 16:25) und fanden sich am Ende des Tages im Abstiegskampf wieder. Der sechste und drittletzte Platz täuscht ebenso wie der eine Punkt Vorsprung auf den Relegationsrang – die beiden Teams auf den hinteren Rängen haben jeweils zwei Spiele weniger. „Jetzt haben wir den Druck“, meinte Stöver.

Ein Punkt vor dem Relegationsplatz – bei zwei Spielen mehr

Noch ist nicht einmal die Hälfte der Saison gespielt, die Lage ist aber bereits höchst bedrohlich. Von den acht verbleibenden Partien finden sechs in fremden Hallen statt, doch der Spielplan ist nicht annähernd so bedenklich wie die unerklärliche Angst, die sich offenbar in den Köpfen festgesetzt hat. Das Team wirkt labil, wie auch Stöver feststellt: „Jeder will nur keinen Fehler machen. Uns fehlt die Überzeugung.“

Eine Mannschaft steigt direkt ab, im Moment wäre das der punktlose ATSV Scharmbeckstotel. Auf dem Relegationsplatz darüber steht der BC Cuxhaven, in zwei Wochen der nächste Delmenhorster Gegner. „Cuxhaven ist jetzt unser Maßstab“, sagt Stöver. Wenn man am Ende Drittletzter wird, „dann ist alles okay“. Beide Rivalen im Abstiegskampf sind in Normalform zweifellos zu schlagen, nur weiß niemand, wann die VG ihre Normalform mal über ein komplettes Match hält.

Zu zaghafte Angriffe

In Habenhausen reichte es nur für kurze Zwischenhochs. Im ersten Satz führten die Gäste mit 14:13, kassierten dann aber neun Punkte in Folge – „mit einer ganzen Bandbreite an unterschiedlichen Fehlern“, wie Stöver klagt. Der deutlich gewonnene zweite Durchgang zeigte das Potenzial des Teams, das aber einmal mehr den Schwung nicht mitnahm. Nach einem 1:4-Start im vierten Satz hingen die Köpfe wieder, Habenhausen blieb bis zum Schluss immer klar vorn. Auch im vierten Durchgang fiel die Entscheidung schon in der Anfangsphase, als die Gastgeberinnen sich über 4:3 und 8:6 absetzten. Die zaghaften Angriffe der Delmenhorsterinnen machten es dem Habenhauser Block allzu leicht. „Wir verkrampfen im Laufe eines Spiels. Die Körpersprache ist nicht gut“, sagte Stöver.

Der Trainer muss seinen Spielerinnen im Training nun vor allem das Selbstvertrauen zurückgeben vor dem Schlüsselspiel in Cuxhaven am 26. November, dessen Verlierer dem rettenden Ufer vermutlich bis in den Saisonendspurt hinterlaufen muss.