Zweiter Versuch, zweiter Abbruch Hicretspor-Spiel in Wardenburg erneut abgebrochen

Von Daniel Niebuhr

Das Spiel des KSV Hicretspor gegen den VfR Wardenburg wurde auch im zweiten Versuch nicht zuende gespielt. Foto: Bernd Thissen/dpaDas Spiel des KSV Hicretspor gegen den VfR Wardenburg wurde auch im zweiten Versuch nicht zuende gespielt. Foto: Bernd Thissen/dpa

Landkreis Oldenburg. Kreisliga kurios: Das Spiel des KSV Hicretspor gegen den VfR Wardenburg wird auch im zweiten Versuch nicht zuende gespielt.

Wer am Freitagabend bei frostigen Temperaturen am Sportplatz in Wardenburg stand, durfte zwar nur 45 Minuten lang Kreisliga-Fußball genießen, dafür waren es aber 45 denkwürdige Minuten. Die Partie des VfR Wardenburg gegen den KSV Hicretspor wurde in der Halbzeit abgebrochen, was schon kurios war – denn es war bereits der zweite Versuch, diese Partie über die Bühne zu bringen. Anfang September war die Paarung (bei einer Wardenburger 6:2-Führung) schon einmal abgebrochen worden. Damals war es der sintflutartige Regen im Delmenhorster Stadion, dieses Mal die Personallage bei Hicretspor: Das Schlusslicht war mit nur acht Spielern angereist, zwei davon verletzten sich in der ersten Hälfte, sodass die Delmenhorster – beim Stand von 3:0 für Wardenburg – die Mindestzahl an Spielern nicht mehr erfüllten.

Wardenburg führte mit 3:0

Hicretspors Interimstrainer Mithat Uzun nahm es gelassen und sprach von „einer guten Halbzeit, die wir gespielt haben“. In der Tat hatte sich Wardenburg schwer getan, nach Dennis Bödens frühem 1:0 (4.) hatten Dennis Beckmann und Jonas Bruhn erst in der 42. und 44. Minute erhöht. „Es wäre wahrscheinlich nicht beim 3:0 geblieben“, sagte VfR-Trainer Jörg Beckmann. Das Spiel wird wohl keinen dritten Termin bekommen, sondern zugunsten der Wardenburger gewertet. Das gestrige Treffen fand aufgrund eines Heimrechttausches in Wardenburg statt.

Zweiter Abbruch aus Personalnot

Hicretspor hatte bereits das Duell mit dem FC Huntlosen am 22. Oktober aus Personalnot nicht zuende spielen können, damals hatte es neben Verletzungen auch zwei Platzverweise gegeben. Der Schiedsrichter hatte die Partie vorzeitig abgebrochen – beim Stand von 9:2 für Huntlosen. Dieses Mal hatte der Club von vornherein nur acht Akteure zur Verfügung. „Zwei waren gesperrt, viele mussten arbeiten, es kam einiges zusammen“, sagte Uzun, der Besserung gelobte: „Im Winter sortieren wir uns neu. Wir sind mit einigen Spielern im Gespräch.“

Huntlosen verliert gegen Harpstedt

Im zweiten Freitagsspiel musste Überraschungsteam FC Huntlosen gegen den Harpstedter TB einen Rückschlag einstecken: Der Aufsteiger unterlag überraschend klar mit 1:4 (0:2). „Harpstedt war gut, wir hatten nicht unsere gewohnte Form“, sagte Huntlosens Trainer Andree Höttges. Seine Elf geriet durch ein Eigentor von Nils Heimann in der 14. Minute in Rückstand, Hendrik Glück gelang in der 40. Minute das 2:0. Nach Huntlosens Anschluss durch Stefan Merz (57.) sorgte Oldie Christian Goritz für die Entscheidung (81./83.).