Skandal im Handball-Pokal Neuenhaus/Uelsen wirft Ball kurz vor Schluss ins eigene Tor

Im Handball-Pokal der Damen hat die SG Neuenhaus/Uelsen ihr eigenes Ausscheiden erzwungen, weil eine SG-Spielerin den Ball kurz vor Schluss ins eigene Tor warf. Foto: Rolf TobisIm Handball-Pokal der Damen hat die SG Neuenhaus/Uelsen ihr eigenes Ausscheiden erzwungen, weil eine SG-Spielerin den Ball kurz vor Schluss ins eigene Tor warf. Foto: Rolf Tobis

Steinfeld. Dass der Handball-Pokal nicht bei allen Mannschaften auf ungeteilte Gegenliebe stößt, ist hinlänglich bekannt. Bei einem Damen-Turnier in Steinfeld gab es im Halbfinale zwischen dem TV Dinklage und der SG Neuenhaus/Uelsen am Wochenende einen Skandal: Acht Sekunden vor Schluss warf eine SG-Spielerin den Ball ins eigene Tor – und erzielte damit das 25:24 für Dinklage.

Danach war die Zeit abgelaufen. Der Landesligist, der mit der HSG Grüppenbühren/Bookholzberg und dem TV Neerstedt in einer Liga spielt, hatte damit sein Ziel erreicht: er war ausgeschieden. Oberligist Dinklage, Ligakonkurrent der HSG Hude/Falkenburg, muss nun als Sieger des Turniers am 7./8. Januar zur dritten Runde antreten – am Wochenende seines Sportlerballs.

Die Oldenburgische Volkszeitung (OV) schrieb von einem „absurden Schauspiel“ und einem „traurigen Höhepunkt“, denn beide Mannschaften hatten fünf Minuten vor Ende das Handballspielen praktisch schon eingestellt. Jens Schoof, Vizepräsident Spieltechnik, sagte gegenüber der OV: „Über kurz oder lang werden wir uns über den Pokal Gedanken machen müssen.“

Auch beim Herren-Turnier mit der TS Hoykenkamp und der HSG Delmenhorst bei HC Bremen/Hastedt hatte es Unmut gegeben. Dort zog es Hoykenkamps Gegner ATSV Habenhausen vor, den Bremer Freimarkt zu besuchen und 500 Euro Strafe zu bezahlen, anstatt anzutreten.


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