Fussball-Bezirksliga Lars Möhlenbrock trainiert beim FC Hude Ex-Mitspieler

Von Klaus Erdmann

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Neuer Trainer des Fußball-Bezirksligisten FC Hude: Lars Möhlenbrock. Foto: MöhlenbrockNeuer Trainer des Fußball-Bezirksligisten FC Hude: Lars Möhlenbrock. Foto: Möhlenbrock

Hude. Der 29-jährige Lars Möhlenbrock ist neuer Trainer des Bezirksliga-Aufsteigers FC Hude. Dort war er bereits als Torwart aktiv; er betreut dort ehemalige Mitspieler. Der 29-Jährige kommt vom Kreisklassen-Team des TuS Vielstedt zum FCH.

Mit Lars Möhlenbrock, der die Nachfolge von Steffen Janßen antritt, präsentiert der FC Hude einen neuen Cheftrainer (wir berichteten). Der Neue ist beim Aufsteiger in die Fußball-Bezirksliga ein alter Bekannter, denn er gehörte dem Team eineinhalb Jahre lang als Torhüter an. Ab heute trainiert der 29-Jährige viele seiner ehemaligen Mitspieler. Beim FCH arbeitet Torsten Voigt, Onkel von Möhlenbrocks Frau Jennifer, als sportlicher Koordinator. „Lars kennt einen Großteil des Teams. Er braucht keine lange Eingewöhnungszeit“, sagt er.

Entscheidung fällt Möhlenbrock schwer

Möhlenbrock gab den Hudern die Zusage am Sonntag nach seinem letzten Spiel als Trainer der Vielstedter (5:1 gegen SC Colnrade). Über das Huder Angebot hatte er Vorstand und Spieler des Elften der 1. Kreisklasse bereits zuvor informiert. „Es ist kein guter Zeitpunkt, um in Vielstedt wegzugehen“, sagt Möhlenbrock. Es täte ihm leid, dass der Trainerwechsel so erfolge. Aber er betont auch: „Ich habe für mich immer definiert, dass ich als Trainer höher kommen will.“ Die „egoistische Entscheidung“ (Möhlenbrock) falle ihm nicht leicht, denn: „Ich habe mich in Vielstedt menschlich sehr angenähert.“

Die Vielstedter Spieler, für die er nach wie vor erreich bar sei, würden seinen Abschied aber gut verdauen. „Wenn die Spieler regelmäßig trainieren und sich gegenseitig pushen, ist wieder Platz sechs möglich“, erklärt Möhlenbrock.

Zweite Trainerstation

Der Tweelbäker spielte zunächst in Wüsting, später beim VfL und VfB Oldenburg. Als er sich verletzte und auf das „Personalkarussell“ (Möhlenbrock) geriet, wechselte er nach Goslar. Es folgten Auf- und Abstieg und die Rückkehr zum VfL Oldenburg. Im Anschluss daran trug er das Huder Trikot

Der FCH ist also die zweite Station des jungen Trainers. Mit einem Großteil der Mannschaft habe er zusammengespielt, betont er. Sie befinde sich in einer neuen Liga, in der eine andere Atmosphäre herrsche. „Da muss man ihr Defizite noch zugestehen. Das Team ist in einer Findungsphase. Man muss an ein paar Stellschrauben drehen, aber die Mannschaft ist bezirksligatauglich“, schildert Möhlenbrock seine Sicht der Dinge. Ganz wichtig sei, dass „die Jungs wieder Spaß am Fußball“ hätten.

Großen Wert legt der neue Mann auf der Kommandobrücke auf Gespräche mit den Spielern. Man müsse offen mit ihnen reden, ihnen zuhören und auch über Probleme sprechen, die nicht mit dem Fußball zu tun hätten. Möhlenbrock: „Es gefällt mir gut, wie Carlo Ancelotti mit den Spielern des FC Bayern arbeitet. Ich versuche, mich ein bisschen an ihm zu orientieren“, verrät der Huder, der als selbstständiger Vermittler für die Ergo-Versicherung tätig ist.

Konzentration auf die Kernaufgaben

Den Spieler Möhlenbrock soll es nicht mehr geben, sagt der Vater zweier Söhne (Lino feiert heute seinen siebten Geburtstag, Carlo ist vier Jahre jung). In der Hinserie 2015/16 sei er für Wüsting III als Feldspieler aufgelaufen, weil er gerne mit seinem Bruder Tammo in einem Team spielen wollte. Aus personellen Gründen ging er als Vielstedter Trainer zweimal in die „Bude“. Beim FCH, wo Tobias Schmitz und Kolja Winkler wieder als Co-Trainer fungieren, will sich Lars Möhlenbrock ganz auf seine Kernaufgaben konzentrieren.


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