Ausstellung von Frank Scheffka Alle Olympia-Maskottchen in Delmenhorster Schaufenster

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Mit „Vinicius“ und „Tom“ ist die Ausstellung komplett: Andrea Aberle von der Firma Weigmann Brillen in Delmenhorst und Frank Scheffka haben die Schaufenster an der Bahnhofstraße olympisch dekoriert.Mit „Vinicius“ und „Tom“ ist die Ausstellung komplett: Andrea Aberle von der Firma Weigmann Brillen in Delmenhorst und Frank Scheffka haben die Schaufenster an der Bahnhofstraße olympisch dekoriert.

Delmenhorst. Anlässlich der Olympischen Spiele in Rio de Janeiro hat der Delmenhorster Frank Scheffka eine kleine Ausstellung zusammengestellt, in der alle Maskottchen von Sommerspielen gezeigt werden. Zu sehen ist sie noch drei Wochen lang bei der Firma Weigmann Brillen an der Bahnhofstraße 40 in Delmenhorst.

Mit „Waldi“ fing alles an. Ein pastellfarbener, gestreifter Dackel war das erste offizielle Maskottchen, das für ein sportliches Großereignis entworfen wurde. 1972 wurde er vor den Olympischen Spielen 1972 vorgestellt und dann in allen möglichen Variationen vermarktet. Seither gehören Hunde, Bären, weitere Tiere und einige Fantasiefiguren nicht nur, aber vor allem zu den Spielen. Einer, der zu jedem olympischen Maskottchen eine Anekdote erzählen kann, ist der Delmenhorster Frank Scheffka. Das ist aber nicht alles. Er hat in den vergangenen 36 Jahren eine umfangreiche private Sammlung über die Geschichte des Sports zusammengetragen und besitzt daher jedes. Davon wusste die Augenoptikerin Andrea Aberle, die für die Firma Weigmann Brillen arbeitet. Das Thema für die Neugestaltung der Schaufenster der Filiale an der Banhofstraße 40 in Delmenhorst war in diesen Tagen schnell gefunden: Olympia. Zur Umsetzung wandte sich Aberle an Scheffka. Das Ergebnis der Zusammenarbeit ist eine Ausstellung, in der alle Maskottchen der Sommerspiele seit 1972 zu sehen sind. Darunter auch „Vinicius“ als Maskottchen der laufenden Olympischen Spiele in Rio de Janeiro und „Tom“ als Symbol für die dort folgenden Paralympischen Spiele.

Mit Olympiasiegern befreundet

Scheffkas Sammelleidenschaft wurde nach den Olympischen Spielen 1980 auf der Jagd nach Autogrammen von Teilnehmern, die seine Heimatstadt Schwerin besuchten, geweckt, erzählte Scheffka. Schnell wurde ihm klar, dass er mehr wollte als nur Unterschriften. Er begann, sich mit der Geschichte des Sports und mit den Geschichten von Sportlern auseinanderzusetzen. „Das ist mir ganz wichtig“, sagte er. „Ich möchte auch die Geschichten erzählen, für die die Dinge, die ich besitze, und die Menschen, von denen sie stammen, stehen.“

Der hartnäckige, immer fröhliche und freundliche Sammler lernte im Laufe der Zeit unzählige Sportler persönlich kennen. Zu vielen entwickelten sich dauerhafte Kontakte, sogar Freundschaften. Das wiederum kommt dann auch Scheffkas Sammlung zu Gute. „Den Biber Amik, der für die Spiele 1976 in Montréal stand, habe ich lange vergeblich gesucht“, erzählte er. „Der ist sehr, sehr selten.“ Er hatte die Hoffnung, das Nationaltier Kanadas in einer großen Variante in seine Sammlung zu bekommen, eigentlich schon abgeschrieben. Irgendwann erreichte ihn dann ein Paket von Klaus Wolfermann, der 1972 in München Gold im Speerwerfen gewonnen hatte. Darin lag „Amik“; Wolfermann „hat ihn während einer Kanadareise gekauft und mir zugeschickt“, erzählte Scheffka.

Eigenes Sportmuseum

„Wir versuchen immer, für unsere Schaufenster etwas Besonderes zu machen“, erzählte Aberle. Scheffka hat dabei bereits zum dritten Mal geholfen. 2013 gab es eine Ausstellung zur Leichtathletik-WM, 2015 eine zum Thema Raumfahrt. Die Olympia-Maskottchen werden noch etwa drei Wochen in den Schaufenstern zu sehen sein.

Scheffka stellte die – einige wenige – Teile seiner umfangreichen Sammlung gerne zur Verfügung, erzählte er. Er hat sich in seinem Haus inzwischen ein eigenes Sportmuseum eingerichtet. „Damit habe ich mir einen Lebenstraum erfüllt“, sagte er. Das stellt er Interessenten gerne vor. Termine können unter Telefon 0179/7413879 vereinbart werden.


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