Ganderkeseerin in Bestform Reit-Talent Rebecca Horstmann in Frankreich erfolgreich

Von Katrin Brandes

Nahmen erfolgreich an einem internationalen Turnier im französischen Saumur teil: Rebecca Horstmann (RV Ganderkesee) und Friend of mine (hier beim Agravis-Cup in Oldenburg). Foto: Rolf TobisNahmen erfolgreich an einem internationalen Turnier im französischen Saumur teil: Rebecca Horstmann (RV Ganderkesee) und Friend of mine (hier beim Agravis-Cup in Oldenburg). Foto: Rolf Tobis

Ganderkesee. Die Dressurreiterin Rebecca Horstmann vom RV Ganderkesee und ihr Wallach Friend of mine haben im französischen Saumur eine glänzende Premiere in internationalen Wettbewerben gefeiert: Sie gehörten zum erfolgreichen Nationenpreis-Team und gewannen eine Einzelprüfung.

Rebecca Horstmann hat sich einen Traum erfüllt: Die Dressurreiterin vom RV Ganderkesee feierte mit ihrem selbst gezogenen Wallach Friend of Mine, den sie liebevoll Fridolin nennt, eine glänzende Premiere auf der großen internationalen Bühne. Im französischen Saumur ritt sie gegen starke Konkurrenz zu zwei Siegen und einem vierten Platz. Zunächst waren Horstmann und Fridolin gemeinsam mit Semmiek Rothenberger (Bad Homburg) mit Dissertation, Luca Michels (Heimbach) mit Rendezvous und Lana Raumanns (Frankfurt) mit Feodor Nymphenburg im Nationenpreis der Junioren erfolgreich , dann setzten sich die Ganderkeseerin und der Wallach am Samstag bei strömendem Regen in der Einzelwertung mit 72,895 Prozent gegen 23 Starter durch und ließen am Sonntag Platz vier in der CDIO-Kür mit 18 Teilnehmern folgen.

Horstmann gewinnt mit 72,895 Prozent

Der Kür-Ritt von Horstmann wurde am Sonntag mit starken 72,850 Prozent bewertet. Der Sieg ging an Teamkollegin Semmieke Rothenberger, die auf dem neunjährigen Hannoveraner Dissertation 78,325 Prozent erreichte. „Leider gab es beim Einreiten technische Probleme mit der Musik, sodass Becci nochmal neu einreiten musste,“ erklärte Rebecca Horstmanns Mutter Anne Horstmann, „da war sie einfach etwas raus aus der Konzentration.“ Febe van Zwambagt aus den Niederlanden wurde mit Las Vegas Zweite (74,950) vor Carlotta Rogerson aus der Schweiz mit Dylan (73,450). Im CDIO-Einzeltest waren die Ganderkeseerin und ihr Wallach nicht zu schlagen. Horstmann wurde mit 72,895 Prozent Erste vor van Zwambagt und Las Vegas (72,763) sowie dem Heimbacher Michels auf Rendezvous (72,588).

Es waren aber nicht nur die sportlichen Erfolge, die das Turnier für Horstmann zu einem Erlebnis machten. Auch das Ambiente einer internationalen Veranstaltung beeindruckte. Das Gelände empfanden die Reiterin und ihre Mutter „als riesig und imposant“. Auf vier Dressurvierecken mit eigenem Abreiteplatz und einem sogenannten „10-Minuten-Viereck“, das den Reitern direkt vor der Prüfung zur Verfügung stand, wurden die Wettbewerbe ausgetragen. Außer Junioren ermittelten dort auch Junge Reiter und Ponyreiter ihre Sieger.

Super Stimmung im Team

Horstmann war zudem zum ersten Mal für eine deutsche Equipe ins Viereck geritten. Die Stimmung im Team war super, auch wenn die vier Mitglieder in der Kombination noch nicht unterwegs gewesen waren. „Es hat echt Spaß gemacht mit allen. Abends waren wir zusammen essen, alle hatten auch denselben Stalltrakt“, erklärte Anne Horstmann. Dort habe sich auch Fridolin sehr wohl gefühlt. Er genießt die Turnierstarts. „Er liebt es, betüdelt zu werden und viel mehr Möhren als zuhause zu bekommen. Ich glaube, er hat tatsächlich zugenommen“, sagte Anne Horstmann schmunzelnd. Noch am Sonntagabend waren sie, Rebecca Horstmann und der Wallach im Pferde-Transporter einer Freundin über Paris zurück nach Ganderkesee gefahren. „Fridolin verträgt das Reisen zum Glück sehr gut“, erzählte Anne Horstmann. Ihre Tochter hatte am Montag noch schulfrei. Horstmann ist dankbar, dass das Gymnasium Ganderkesee um die Schulleiterin Dr. Renate Richter „Rebeccas sportliche Laufbahn so toll unterstützt“. Hausaufgaben müsse sie natürlich nachholen, das werde häufig im Lkw oder auf dem Turnierplatz erledigt.

Nächster Start in Wiesbaden

Fridolin bekommt eine Weidepause, erzählte Anne Horstmann: „Der darf zuhause richtig relaxen.“ Dann wird wieder trainiert: Am Pfingstwochenende ist für ihn und Rebecca Horstmann ein Pflichtstart in Wiesbaden geplant, danach geht es zu einer Sichtung nach Warendorf.


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