Fußball-Bezirksliga VfL Stenum feiert 5:0-Sieg über VfB Oldenburg II

Von Klaus Erdmann

VfL zeigt imponierenden Auftritt: Helge Petershagen (links), hier gegen Malik-Erol Tuncer, und Bezirksligist Stenum behaupteten sich gegen den enttäuschenden VfB Oldenburg II mit 5:0. Foto: Rolf TobisVfL zeigt imponierenden Auftritt: Helge Petershagen (links), hier gegen Malik-Erol Tuncer, und Bezirksligist Stenum behaupteten sich gegen den enttäuschenden VfB Oldenburg II mit 5:0. Foto: Rolf Tobis

Stenum. Die Bezirksliga-Fußballer des VfL Stenum haben ihr Heimspiel gegen den VfB Oldenburg II mit 5:0 gewonnen. Die Elf von Thomas Baake belohnte sich für nicht erlahmenden Kampfgeist und große Laufbereitschaft. Oldenburges Trainer Servet Zeyrek warf seiner Mannschaft „Charakterschwäche“ vor.

Der Plan von Thomas Baake ist in beeindruckender Art und Weise aufgegangen. „Wir wollten den VfB Oldenburg II mit seinen eigenen Mitteln schlagen“, erzählte der Cheftrainer des Fußball-Bezirksligisten VfL Stenum nach dem imponierenden 5:0 (2:0). Im Vorfeld der Partie hatte er das „super Mittelfeld-Pressing“ des Tabellenvierten gelobt. Am Sonntag kaufte seine Mannschaft, die Rang fünf einnimmt, dem Gegenüber mit dieser taktischen Variante den Schneid ab. So sah es auch Baakes Kollege Servet Zeyrek: „Die Stenumer waren bissiger. Sie haben das gemacht, was wir machen wollten.“

VfB hat die erste Torchance

Nach dem 0:1 hätten die Spieler die Köpfe hängen lassen. „Das war charakterschwach“, sagte Zeyrek. Man sei ersatzgeschwächt angetreten, aber das sei keine Entschuldigung.

Baake berichtete, seine Spieler hätten zunächst ungläubig geschaut, als er gesagt habe, dass man mit frühem Pressing zu Werke gehen würde („Das ist für uns der Fußball der Zukunft“). Auch während der Anfangsphase wirkten die Stenumer so, als seien sie von der Marschroute noch nicht so recht überzeugt. In der 4. Minute war die Defensivabteilung zu weit aufgerückt. Diese Tatsache ermöglichte Oguzhan Dolan eine Großchance, die dieser jedoch vergab. Nach einer Viertelstunde übernahm der VfL mehr und mehr das Kommando. Bastian Morche (16.) und Helge Petershagen (17.) standen vor der Führung. Diese erzielte Marc-André Klahr nach Vorarbeit von Morche (24.). Nach Vorlage von Julian Dienstmaier gelang dem nicht exakt genug markierten Arnold Koletzek unmittelbar vor der Pause das 2:0.

Stenumer schießen nach der Pause drei Tore

Das große Oldenburger Aufbäumen nach dem Seitenwechsel blieb aus – beziehungsweise die Stenumer ließen es nicht zu. Sie pflegten weiterhin ihr druckvolles Spiel, das auf nicht erlahmendem Kampfgeist und großer Laufbereitschaft basierte. Lohn: drei weitere Tore. In der 54. Minute überlistete Bruns den unentschlossenen Keeper Sandro Dörner. In der 83. Minute markierte Jonas Dittmar das 4:0 nach Vorarbeit von Lennart Höpker, der Fynn Dohrmann sechs Minuten später das 5:0 auflegte. Torben Würdemann (83.) und der in dieser Szene zu eigensinnige Viktor Stetinger (88.) vergaben einen noch deutlicheren Erfolg.

„Das Sprinttraining der letzten 14 Tage hat sich ausgezahlt“, lächelte Baake. Die Spieler hätten den Plan mutig umgesetzt und den Gegner bis zum Schluss unermüdlich bedrängt.


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