1. Fußball-Kreisklasse TuS Hasbergen steht vor einer stressigen Restsaison

Nicht nur in der Tabelle liegen Welten zwischen ihnen: Spitzenreiter TSV Ippener (links Abmad Moh) hat schon 19 Partien absolviert, der TuS Hasbergen (mit Sven Holthausen) erst 14 Spiele. Foto: Rolf TobisNicht nur in der Tabelle liegen Welten zwischen ihnen: Spitzenreiter TSV Ippener (links Abmad Moh) hat schon 19 Partien absolviert, der TuS Hasbergen (mit Sven Holthausen) erst 14 Spiele. Foto: Rolf Tobis

Delmenhorst. Bis zum Saisonende muss der TuS Hasbergen in der 1. Kreisklasse noch 14 Spiele absolvieren. Die Idee von Trainer Andreas Lersch, die Serie noch weiter in den Sommer zu verlegen, ist für den Spielausschussvorsitzenden Manfred Nolte keine Option.

Gewiss, das Ziel war vielleicht etwas ambitioniert: 81 Fußballspiele sollten ab Januar bis zum 6. März von der 1. bis zur 4. Kreisklasse im Fußball-Kreis Oldenburg-Land/Delmenhorst über die Bühne gehen. Statt fanden, der schlechten Wetterlage und den mäßigen Platzverhältnissen sei dank, allerdings nur deutlich weniger als die Hälfte der Partien – nämlich lediglich 31. Am vergangenen Wochenende rollte der Ball auf den meisten Plätzen im Landkreis und in der Stadt Delmenhorst wieder – und die unteren Ligen scheinen kurz vor Ostern aufgrund der besseren Witterungsverhältnisse jetzt richtig Fahrt aufzunehmen.

Vergangenen Sonntag das erste Spiel seit 1. November

Das Problem: Da bereits im November und im Dezember etliche Spiele ausgefallen sind, sind englische Wochen zumindest für einige Mannschaften die Regel. Ein Team, das davon besonders betroffen ist, ist der TuS Hasbergen. Der Tabellenneunte der 1. Kreisklasse bestritt am Sonntag beim 1:1 gegen die SF Wüsting-Altmoorhausen sein erstes Pflichtspiel seit dem 1. November ( 4:3 beim FC Hude II). „Für uns ist es eine schwierige Situation. Wir mussten schon viele Nachholspiele absagen, weil die Plätze nicht bespielbar sind“, berichtet TuS-Trainer Andreas Lersch. Erst 14 Begegnungen (und damit gerade mal die Hälfte aller Punktspiele) hat der Klub aus dem Delmenhorster Norden bestritten. Zum Vergleich: Spitzenreiter TSV Ippener hat bereits 19 Spiele absolviert.

Kreative Trainingseinheiten in der Winterpause

Gewiss ist, dass dem TuS, der am Sonntag (14 Uhr) den Tabellenvierten FC Huntlosen erwartet, ein straffes Rückrundenprogramm mit vielen Spielen unter der Woche bevorsteht. „Die Jungs haben in den vergangenen Wochen immer nur trainiert und wenig Wettkampfpraxis gehabt“, erzählt Lersch. Während der Vorbereitung musste das TuS-Trainerteam zeitweise mit dem Trainingsplan variieren, da die Trainingsplätze ebenfalls gesperrt wurden. Die Hasberger mussten deshalb kreative Lösungen finden – und wichen in die Halle aus, trainierten im Schwimmbad oder machten Kräftigungsübungen im Freien. Lerschs Beobachtung überrascht daher nicht, wenn er sagt: „Meine Spieler sind heiß und wollen unbedingt spielen.“ (Weiterlesen: TuS Hasbergen will weg vom Hurra-Fußball)

Hasberger Trainer Andreas Lersch sieht Wochenspiele kritisch

Der TuS-Trainer hat sich in der langen Winterpause auch so seine Gedanken über den Spielplan gemacht. Die Chancen auf einen geregelten Spielbetrieb in den Wintermonaten schätzt er auch in Zukunft gering ein. Da Lerschs Spieler beruflich stark eingespannt sind, sieht er Spiele in der Woche kritisch und schlägt vor, „die Saison weiter in den Sommer zu verlegen. Dann könnten wir auch die beste Zeit des Jahres für Nachholspiele nutzten.“

Verlängerung der Saison für Spielausschuss keine Option

Für Manfred Nolte, den Vorsitzenden des Spielausschusses im Fußballkreis, ist diese Idee keine Option. Er hat den Rahmenspielplan der 1. Kreisklasse bereits um eine Woche im Juni verlängert und kann aufgrund der Sommerferien keine weiteren Spiele in den Juni verlegen. „In den Kreisklassen wird es keine Terminprobleme bei Nachholspielen geben“, versichert Nolte. Denn dort seien noch weitere Ausweichtermine wie Ostern und Pfingsten vorhanden. Dort alle möglichen Termine auszunutzen, sei aber die letzte Option, sagt Manfred Nolte: „Wir beten, dass das Wetter nicht wieder schlechter wird.“


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