Wechsel zum TSV Oldenburg Marvin Osei steht vor einem Neustart

Von Klaus Erdmann

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Delmenhorst. Der Delmenhorster Fußball Marvin Osei wechselt in der Winterpause vom Oberligisten TB Uphusen zum Landesligisten TSV Oldenburg. Der 25-Jährige will 2016 sportlich und beruflich in die Erfolgsspur zurückkehren. Sein Ziel ist es, nochmals in Delmenhorst zu spielen.

Im Halbfinale des 30. Fußball-Freundschaftsturnieres des SV Baris hat Marvin Osei ein besonderes Spiel bestritten: Er traf mit seiner ehemaligen Mannschaft, dem Oberliga-13. TB Uphusen, auf Landesliga-Spitzenreiter TSV Oldenburg, dessen Trikot er nach der Winterpause tragen wird. Es ist die achte Station des ehemaligen Delmenhorster Fußballers, der gerne in der Halle spielt: „Es besteht natürlich ein Verletzungsrisiko, aber wenn man Erfahrung hat, weiß man, wo man hingehen kann.“

Seine fußballerische Jugend verbrachte er beim Delmenhorster TB, SV Werder Bremen und TV Jahn. Danach trat er für RW Hürriyet, TuS Heidkrug, SV Tur Abdin und Uphusen, für das er 14 von 16 Punktspielen bestritt, an. Nun also TSV Oldenburg.

Neuer, alter Trainer Andre Schmitz lobt die Qualitäten von Marvin Osei

Er habe auch nach dem Wechsel von Andre Schmitz von Uphusen zum TSV Oldenburg Kontakt mit dem Trainer gehabt, erzählt Osei. Er fügt hinzu: „Ich habe ihm erzählt, dass ich sportlich in Uphusen nicht in bester Form bin und Arbeit suche. Schmitz hat gesagt, dass er sich für mich privat um Arbeit bemühe. Und er hat gesagt, dass er sich freuen würde, wenn ich nach Oldenburg käme.“ Daran besteht kein Zweifel, denn Schmitz lobt die gute Technik und enorme Schnelligkeit des Spielers.

Die Arbeit habe für ihn, so Osei, natürlich Priorität. „Ich denke, dass ich im Januar wieder in meinen Beruf – Fachkraft für Lebensmitteltechnik – zurückkehren kann“, sagt Osei, der 2016 vor einem Neustart steht.

Marvin Osei lobt Ex-Coach Dennis Offermann

Auf seine neue Elf, die nach 15 Spielen mit 28 Punkten vor TuS Bersenbrück (13/26) und BSV Kickers Emden (14/26) an der Spitze liegt, freut er sich: „Der TSV hat eine gute Truppe.“ Der 25-Jährige gibt sich realistisch: „Ich muss aber erst mal wieder zu meiner Form finden. Ich war nicht gut in Form, weil ich mit meiner privaten Situation unzufrieden war und keinen freien Kopf hatte.“ Über seinen ehemaligen Coach sagt er: „Dennis Offermann muss man loben. Er hat mir in kurzer Zeit viel beigebracht. Ich habe immer versucht, seine Vorgaben umzusetzen.“

Der Druck, der den TSV Oldenburg begleitet, bereitet ihm keine schlaflosen Nächte. Das Ziel – auch das der Mannschaft – sei immer der Aufstieg gewesen. Und dann gelte es, in der Oberliga Fuß zu fassen. Das müsse drin sein.

Wechsel zum TSV Oldenburg kein Nein zum SV Atlas

Kann er sich vorstellen, beim SV Atlas zu spielen? „Bei diesem Thema bin ich vorsichtig“, sagt Osei lächelnd. Atlas habe ein starkes Team und er habe mit einigen Spielern gesprochen. Er verfolge den SVA und den Fußball in Delmenhorst. „Ich will noch mal in Delmenhorst spielen“, unterstreicht der Linksfuß. „Vor einer großen Kulisse zu spielen, ist das Schönste, was es gibt.“ Wenn er wieder seine Form habe, sei er für Atlas bestimmt ein interessanter Mann. Und dann sagt Osei: „Ich muss aber erst mal in der Landesliga Fuß fassen.“

P. S. Im eingangs erwähnten Halbfinalspiel besiegte Oldenburg die Uphuser übrigens mit 3:1. Der TSV hätte Marvin Osei gerne in seinem Team gesehen, aber: „Ich hatte bereits bei Uphusen zugesagt und wollte zum Abschied noch einmal für meine alte Mannschaft spielen.“


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