Fußball-Bezirksliga Favorit SV Atlas startet gegen Neuling

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Stehen mit ihren Teams vor den ersten Bezirksliga-Spielen der Saison: Stenums Jonas Dittmar (links) und der Atlas-Torjäger Dominik Entelmann, der das direkte Duell im Pokal zuletzt entschied. Foto: Rolf TobisStehen mit ihren Teams vor den ersten Bezirksliga-Spielen der Saison: Stenums Jonas Dittmar (links) und der Atlas-Torjäger Dominik Entelmann, der das direkte Duell im Pokal zuletzt entschied. Foto: Rolf Tobis

Delmenhorst/Landkreis. Jürgen Hahns Bezirksliga-Mannschaft tritt am Samstag gegen SW Oldenburg an. Ganderkesee gastiert beim TuS Obenstrohe und Kreisliga-Meister Stenum läuft beim Heidmühler FC auf.

Die Fußballer des Bezirksliga-Aufsteigers SG SW Oldenburg stehen am Samstag vor einem schweren Saisonauftakt, denn sie gastieren ab 18.30 Uhr bei Vizemeister SV Atlas. Vor hohen Hürden stehen auch die beiden hiesigen Landkreisteams: Der TSV Ganderkesee tritt beim TuS Obenstrohe, Nummer fünf der letzten Saison, an, und Aufsteiger VfL Stenum spielt beim Heidmühler FC, der zuletzt Vierter wurde (jeweils Sonntag, 15 Uhr).

Als Jürgen Hahn, Trainer des SV Atlas, hört, dass viele SVA-Prognosen beim Tippspiel des dk 4:0, 5:0 oder gar 6:0 lauten, sagt er lachend: „Wie furchtbar.“ Dann wird er ernst und fügt hinzu: „Für uns ist es wichtig, dass wir gewinnen und einen guten Auftakt haben. Die Höhe des Ergebnisses ist sekundär.“ Er habe den Spielern beim Training am Donnerstagabend gesagt, man habe beim 2:1-Pokalsieg in Stenum gesehen, dass man Probleme bekommen könne, wenn das Tempo nicht stimmt, man nicht miteinander spielt und kommuniziert und nicht konzentriert genug ist. „Wir haben aber in der in der zweiten Halbzeit gezeigt, dass wir uns verbessern und Qualität zeigen können“, erklärt Hahn.

In seinem Testspiel bei der SG SW Oldenburg kam der Delmenhorster Meisterschaftsfavorit am 2. Juli zu einem 6:0. „Damals haben wir 20 Leute eingesetzt und es waren gefühlte 40 Grad“, erinnert sich der Trainer. Dieses Spiel sei kein Maßstab und müsse raus aus den Köpfen. Gegen Oldenburg, das von dem ehemaligen Jahn- und Wildeshausen-Coach Jürgen Gaden trainiert wird, fehlt Daniel von Seggern (Urlaub). „Neben der Aufstellung wird sich auch die Ausrichtung gegenüber dem Spiel in Stenum verändern“, sagt Hahn.

Atlas vermarktet Stadionblöcke

Auch hinter den SVA-Kulissen laufen die Vorbereitungen für den Saisonauftakt auf Hochtouren. Der Verein, der ab sofort eine 24-seitige Stadionzeitung (Auflage: 5000) präsentiert, hat die Blöcke der Sitzplatztribüne vermarktet. „Der Block H wurde indes nicht vermarktet und behält seinen Namen, als Dank an unsere treuen Fans“, teilt der Verein mit. Auch die Spielerpatenschaft erfreue sich großer Beliebtheit. Wer einen Gutschein für eine Dauerkarte besitzt, kann diesen am Spieltag gegen das Saisonticket eintauschen.

Von derartigen PR-Maßnahmen ist der VfL Stenum noch weit entfernt, der Aufsteiger will in der Bezirksliga erst einmal ankommen. Viel Zeit zur Akklimatisierung bleibt nicht, denn am ersten Spieltag reist der VfL gleich zum Mitfavoriten nach Heidmühle. Trainer Thomas Baake hat eine ziemlich genaue Vorstellung davon, was seine Mannschaft da erwartet – ein ähnliches Spiel nämlich wie zuletzt im Pokal gegen Atlas. „Wir werden kompakt stehen und schnell umschalten müssen. Gegen Atlas hat das in der ersten Halbzeit wunderbar funktioniert“, sagt der Coach.

Ganderkesee mit Klattenhoff im Tor

Er holte sein Team am Freitagabend noch einmal für eine Stunde zusammen, um die Spieler auf den Liga-Auftakt einzuschwören: „Alle sind heiß, alle wollen spielen. Ich liebe es, das zu sehen.“ Allerdings muss er seine Startelf aufgrund von Ausfällen auf mindestens zwei Positionen verändern. Für Daniel Isenberg spielt wohl Marten Michael in der Innenverteidigung, wer für Marc-André Klahr vor der Abwehr aufläuft, wisse er noch nicht, meinte Baake: „Ich habe aber schon fast zu viele Optionen.“

Für den Nachbarn aus Ganderkesee wird die Partie in Obenstrohe am Sonntag das erste Pflichtspiel, im Pokal hatte der TSV ein Freilos. Die gravierendste Änderung musste der neue Trainer Daniel Lachmund zwischen den Pfosten vornehmen: Stammkeeper Felix Ditrich fällt für die komplette Hinrunde aus, Ersatzmann Felix Klattenhoff genießt aber Lachmunds Vertrauen: „Er ist ein starker Torwart mit viel Erfahrung.“ In der Offensive fehlt gegen die physisch starken Obenstroher, die zum Kreis der Anwärter auf die Spitzengruppe gehören, verletzungsbedingt der quirlige Robin Ramke.


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