Tennis-Verbände trennen sich NTV kündigt Kooperationsvertrag mit dem TV Nordwest

Von Klaus Erdmann

Die Kooperation zwischen dem Niedersächsischen Tennisverband und dem TV Nordwest wurde gekündigt. Symbolfoto: ImagoDie Kooperation zwischen dem Niedersächsischen Tennisverband und dem TV Nordwest wurde gekündigt. Symbolfoto: Imago

Delmenhorst/Landkreis. Der Niedersächsische Tennisverband hat den Kooperationsvertrag mit dem TV Nordwest gekündigt. BWD-Sportwart Carsten Glander und Hudes Vorsitzender Kurt Werner bedauern die Entscheidung. Ganderkesees Sportwart Patrick Jersch betrachtet das Aus „mehr mit einem lachenden Auge“.

Die „Ehe“, die der Niedersächsische Tennisverband (NTV) und der Tennisverband Nordwest (Bremen) eingegangen sind, steht vor der Trennung. Der NTV teilt mit, dass er den seit 2012 bestehenden und 2014 modifizierten Kooperationsvertrag mit dem Tennisverband Nordwest zum Jahresende gekündigt habe.

TV Nordwest hat kein Interesse an Fusion

Ziel sei immer die Fusion der Verbände gewesen, so NTV-Präsident Gottfried Schumann. Aber: „Uns wurde seitens des TV Nordwest bereits mitgeteilt, dass an einer Fusion kurz- und mittelfristig kein Interesse mehr vorhanden sei.“ Ab dem 1. Mai 2016 werden die Verbände den jeweiligen Punktspielbetrieb im Erwachsenenbereich in allen Ligen wieder separat durchführen.

Unterschiedliche Kommentare

Bei hiesigen Beteiligten löst die Entscheidung unterschiedliche Kommentare aus. „Wir hätten weiterhin gerne gegen Bremer Vereine gespielt“, sagt Carsten Glander, Sportwart des TC Blau-Weiß Delmenhorst. Es sei schade, dass sich die Verbände wieder trennten, denn: „Man hat sich so langsam gefunden“. Mit gravierenden Änderungen rechnet Glander nicht.

Bedauern in Hude

Kurt Werner, Vorsitzender des Huder TV, sagt, dass er Spiele gegen Bremer Teams begrüßt habe: „Man konnte sehen, wie die Stärkeverhältnisse sind und oft entfielen langen Strecken.“ Jens Werner, Sportwart der Region Jade-Weser-Hunte: „Der Vorteil war, dass es in unteren Klassen kürzere Wege gab.“ Er bedaure die Entscheidung.

Patrick Jersch erklärt, dass er die Trennung „mehr mit einem lachenden als mit einem weinenden Auge“ betrachte. „Man musste damit rechnen, dass das passiert“, so der Sportwart des Ganderkeseer TV. Oft seien Spieler von hiesigen Vereinen ausgebildet und dann von Bremen, der „Studentenstadt“, übernommen worden. Jersch: „Als Verein, der an der Grenze zu Bremen liegt, muss man sich eher freuen.“ Er rechne damit, dass das Durchschnittsniveau wieder höhe werden, denn: „Die Einbettung der Bremer Mannschaften hat nicht funktioniert.“

BWD hofft auf Aufstieg

Jersch geht davon aus, dass sich die Staffeln deutlich verändern. Blau-Weiß-Kollege Glander: „Wir hoffen, dass ein Starplatz frei wird und wir aufsteigen.“ BWD wurde in der Herren-Verbandsklasse ungeschlagen Zweiter.