Deichhorster im Aufwind Borussia Delmenhorst plant langfristig

Von Klaus Erdmann

„So müsst ihr es machen“: Stefan Giese (links) trainiert die erste Herrenmannschaft von Borussia Delmenhorst. Foto: Rolf Tobis„So müsst ihr es machen“: Stefan Giese (links) trainiert die erste Herrenmannschaft von Borussia Delmenhorst. Foto: Rolf Tobis

Delmenhorst. Für Trainer Stefan Giese von Borussia Delmenhorst spielt die Anerkennung seines Klubs in der Fußball-Szene eine wichtige Rolle. Vorsitzender Erhard Bressen nennt den Coach einen „absoluten Glücksgriff“.

Erfolge, die sich schnell einstellen und dann genauso schnell wieder in Vergessenheit geraten, sind seine Sache nicht. Stefan Giese, der seit zwei Jahren das erste Fußballteam von Borussia Delmenhorst trainiert und zudem als sportlicher Leiter fungiert, spricht von einem „gesunden Aufbau“, von einem „besonderen Weg“, den der Verein gehen wolle. Und er sagt: „Wir wollen den Namen Borussia in die Delmenhorster Sportwelt hineinheben.“ Keine Frage: bei den Borussien planen sie langfristig.

Drittes Team kommt dazu

Die Deichhorster bieten drei Mannschaften auf. Die Erste ist von der 3. in die 2. Kreisklasse aufgestiegen, die komplett neu besetzte Zweite hat die 5. gegen die 3. Kreisklasse eingetauscht und die Dritte (ehemalige Zweite) gehört der 5. Kreisklasse an. Ein B-Jugendteam und die Oldies komplettieren das Aufgebot der Borussia, dem auch eine Frauen-Gymnastikgruppe angehört.

Giese verweist auf die gute Entwicklung seiner Elf: „Im ersten Jahr haben wir uns schwergetan. Im zweiten Jahr waren wir gut dabei.“ Positiv soll es weitergehen. Natürlich, sagt der Trainer, gebe es interne Ziele, aber: „In erster Linie geht es um die sportliche Anerkennung.“ Diese wolle man weiter forcieren. „Wir sind Borussia“ laute das Motto. Zum positiven Image gehöre auch, dass man in der Öffentlichkeit ein „vernünftiges Bild“ abgebe. Eine vor zwei Jahren gegründete Sponsorengruppe sorge dafür, dass die Mannschaft gut ausgestattet sei.

Namen auf den Trikots, Vereinshymne ist in Arbeit

Man wolle sich, so betont Giese, „von dem einen oder anderen abheben“. Der 52-Jährige nennt Beispiele: „Für die ersten Herren gibt es eine Einlaufmusik. Die Trikots sind mit den Namen der Spieler versehen. Die neue Homepage wird bald freigegeben. Wir bieten auch Fanartikel an. Außerdem wird zur Zeit ein Vereinslied komponiert.“

Giese, dessen Blick stets über den Tellerrand hinausgeht, lobt die familiäre Atmosphäre und unterstreicht, dass die Zusammenarbeit mit der Vereinsspitze sehr gut sei. „Ich habe in allen Bereichen freie Hand und deshalb macht die Arbeit Spaß“, sagt der Routinier, der zuvor unter anderem beim TuS Hasbergen, beim „alten“ SV Atlas und beim zweiten Frauenteam des TV Jahn tätig war.

Junge Mannschaft mit Durchschnittsalter knapp über 20

Borussias Vorsitzender Erhard Bressen bezeichnet Giese als „absoluten Glücksgriff“. Der Trainer mache „unheimlich viel“ für den Verein. „Ohne Stefan wären wir nicht so weit“, sagt Bressen. Und auch hier: Langfristigkeit. „Wir haben eine fünfjährige Zusammenarbeit vereinbart“, so der Klubchef.

Die Zugänge seien aus vielen verschiedenen Delmenhorster Vereinen gekommen, sagen Bressen und Giese. Zu ihnen gehöre Dimitrij Stellwag, der zuletzt bei Atlas gewesen sei und nun im Herrenbereich spielen dürfe. Stellwag ist 17 Jahre alt. Giese: „Wir haben eine extrem junge Mannschaft. Das Durchschnittsalter beträgt 20, 21 Jahre“. Er benötige noch routinierte Spieler. Erfahrungen können seine Youngster bei der Borussia-Woche sammeln, an der sich vom 18. bis 25. Juli Ippener, Stuhr II, Atlas II, Falkenburg und DTB beteiligen. Ein guter Platz steht dabei nicht im Vordergrund. „Wir wollen sehen, wo wir stehen“, sagt Stefan Giese. Schnelle Erfolge sind seine Sache nicht.


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