Erklärung nach Ausschusssitzung Jahn Delmenhorst sieht Sportplatz-Situation „ganz anders“

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Wie ein Teppich sah der Rasenplatz in dieser Spielzszene zwischen dem TV Jahn (links Jakob Regner) und RW Hürriyet (rechts Ex-Spieler Zinar Sevimli) am Brendelweg Ende September aus. Allerdings dürfen die Jahner die Plätze laut Lärmschutzgutachten nur 40 Stunden in der Woche nutzen.Wie ein Teppich sah der Rasenplatz in dieser Spielzszene zwischen dem TV Jahn (links Jakob Regner) und RW Hürriyet (rechts Ex-Spieler Zinar Sevimli) am Brendelweg Ende September aus. Allerdings dürfen die Jahner die Plätze laut Lärmschutzgutachten nur 40 Stunden in der Woche nutzen.

Der TV Jahn Delmenhorst wehrt sich gegen den Eindruck, dass die Fußballer mit der Situation auf der Jahnanlage am Brendelweg zufrieden seien. Das machte Abteilungsleiter Marco Castiglione in einer Presseerklärung deutlich.

Grund sind die Aussagen der Verwaltung auf der Sitzung des Sportausschusses am Dienstag. Dort hatte Fachbereichsleiter Arnold Eckhardt bei der Diskussion über den Sportstättenbericht 2015 erklärt, dass die Kapazitäten des TV Jahn ausreichen würden – „weil er das Angebot, andere Plätze zu nutzen“, nicht wahrnehme.

Castiglione hingegen betonte, „dass die Situation aus Sicht des TV Jahn eine ganz andere“ sei. „Auf unserer Anlage haben wir in der Zeit ab 20 Uhr nur einen halben ausgeleuchteten Platz zur Verfügung, der den Trainingsbetrieb im Erwachsenenbereich und in der A-Jugend erheblich beschränkt“, teilte Castiglione mit. Da auf einem anderen Platz der Anlage die Flutlichter voll ausleuchten, dieser jedoch nicht nach 20 Uhr benutzt werden darf, fühle man sich häufiger als Schildbürger. Für Castiglione ein „völlig unbefriedigender Zustand“.

Der Grund, warum der TVJ trotz Platzsorgen das Angebot ablehne, auf anderen Plätzen zu trainieren, sei „ganz einfach“: Weil es kein gutes Angebot sei, sondern mit hohen Kosten verbunden ist. Der TV Jahn als Traditonsverein habe mit seiner Fußball-Abteilung laut Castiglione „eine gute Anlage mit guten Bedigungen verdient. Wir haben einen qualitativen Verbesserungsbedarf, eher weniger einen quantitativen“, scheibt Castiglione. Entsprechend müsse auch der Sportstättenbericht gedeutet werden. Das hatte im Vorfeld der Sitzung auch Claus-Dieter Meier, Trainer der Oberliga-Damen des TVJ, moniert.

Castiglione betonte aber auch, dass die Stadt Delmenhorst auch auf Grund ihrer finanziellen Engpässe nur wenig für den Verein leisten könne. „Das müssen wir ein Stück weit akzeptieren, erhoffen aber eine Honorierung und Beachtung unserer Tätigkeit – genauso wie die anderen gemeinnützigen Institutionen der Stadt.“ Das Ehrenamt mache Delmenhorst lebenswerter und müsse geschützt werden.


Laut Lärmschutzgutachten darf der TV Jahn Delmenhorst am Brendelweg nur 40 Stunden pro Woche spielen und trainieren.

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