Erfolgreiche Dressurmannschaft Mit Teamgeist viel erreicht

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Vier Frauen, ein Mann: Julia Ahrens, Nikola Temmen, Anne Kunst, Janina Coldewey und Dennis Schröder (von links) ziehen gemeinsam an einem Strang. Foto: PrivatVier Frauen, ein Mann: Julia Ahrens, Nikola Temmen, Anne Kunst, Janina Coldewey und Dennis Schröder (von links) ziehen gemeinsam an einem Strang. Foto: Privat

Holle-Wüsting. Innerhalb von nur einem Jahr hat der Reit- und Fahrverein Holle-Wüsting eine erfolgreiche Dressurmannschaft auf die Beine gestellt. Highlight war der dritte Platz beim Landesturnier. Mittlerweile arbeitet das Team an einer neuen Kür.

Die Idee gab es schon lange, doch richtig packte es die Huder Anne Kunst und Julia Ahrens erst im vergangenen Jahr. Beim Oldenburger Turnier verfolgten die beiden Reiterinnen des RuF Holle-Wüsting die Kür der Dressurmannschaften und beschlossen: „Das wollen wir auch erreichen, aber in Eigenregie.“

Die Möglichkeit dafür ergab sich durch ein Gespräch mit Holle-Wüstings Reiter Dennis Schröder. Er war zeitgleich Parcourshelfer in Oldenburg und direkt von der Idee begeistert: „Er ist mit Feuereifer dabei und sorgt für die Sponsoren“, freuen sich die Damen. Schnell überzeugten sie noch Nikola Temmen und Janina Coldewey von der Idee einer Dressurmannschaft. Das Pony von Anne Kunst passte nicht in die Pferderiege. Deshalb übernahm sie den Posten des Mannschaftsführers; die Studentin arbeitet die Küren aus und bereitet das Training vor.

Erste Treffen im Januar beim Essengehen dienten dem Kennenlernen: „Aber irgendwie gingen wir dann immer wieder und immer noch gerne essen“, sagt Janina Coldewey, Jugendwartin in Holle-Wüsting, und grinst. Ihr Ehemann DJ Colle schneidet nicht nur die Musik, sondern ist als Fahrer auch die gute Seele des Teams.

Für den ersten Start beim Oldenburger Reitverein übten sie eine Mannschaftsaufgabe, traten aber aus Krankheitsgründen nicht an.

Innerhalb von acht Wochen erarbeiteten sie eine Kür und wurden in Höven „Zweite von Zweien. Wir hatten auch keine Erwartungen, da wir nie mit Musik üben konnten“, erzählt Julia Ahrens. „Da habe ich mit meinem Pferd Miss Melli die Kür geschmissen“, sagt Janina Coldewey, die seitdem mit „Dauerbeschallung“ beim Putzen und Reiten die junge Stute auf die Küratmosphäre vorbereitet. In Berne und Ganderkesee lief es mit Wertnoten bis 8.0 dann schon erfolgreicher. Der Durchbruch kam in Grüppenbühren: Mit dem Silberrang qualifizierte sich das Team für das Landesturnier in Rastede: „Da haben wir blöd geguckt.“ Danach feierten sie mit 20 Fans ihren Erfolg.

Ein Bandscheibenvorfall von Dennis Schröder machte das weitere Training danach schwierig. Dennoch feierte die Équipe Siege in Helle – und dann stand schon das Landesturnier auf dem Programm. Dort qualifizierte sich das Team mit starkem Schenkelweichen und tollen Figuren für das Finale. „Da ist wohl keiner mehr in Wüsting“, kommentierten die Richter das Einreiten der Wüstinger unter Gejohle im Finale. Trotz aufgeregter Pferde, blauer Finger und lauter Kulisse zeigte Holle-Wüsting ein tolle Vorstellung, die mit Platz drei belohnt wurde.

Dieser Rang ist für Holle-Wüsting auch das Resultat des starken Zusammenhalt. „Der ist einfach bombe“, sagen die Reiter unisono. Mittlerweile hat das Dressurteam eine neue Kür einstudiert. Sie wird schon in den heimatlichen Wohnzimmern „abgelaufen“ und gefilmt: „Dabei müssen wir viel lachen“, bestätigen alle.


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