Nach 0:23 zu Werder berufen Jugendspieler Leonard Rüther träumt von Profi-Karriere

Ein Hasberger im Werder-Trikot: Leonard Rüther. Foto: Marcel NährigEin Hasberger im Werder-Trikot: Leonard Rüther. Foto: Marcel Nährig

mar Delmenhorst. Es kommt nicht häufig vor, dass Fußballer einer Niederlage etwas Gutes abgewinnen können. Vor allem dann nicht, wenn sie richtig deutlich ausfällt. Für den E-Jugendfußballer Leonard Rüther vom TuS Hasbergen hat sich nach einer deutlichen Pleite dagegen eine Tür geöffnet.

Mit seinem Team verlor er vor einiger Zeit in einem Testspiel gegen Werder Bremen mit sage und schreibe 0:23. Wenig später gab es für den Mittelfeldspieler eine unerwartete, aber erfreuliche Nachricht: Leonard wurde vom Fußball-Bundesligisten zu den Talenttagen eingeladen – weil er im Testspiel gegen Bremen mit seiner guten Leistung einen bleibenden Eindruck bei den Werder-Scouts hinterließ.

Danach ging für den Grundschüler alles ganz schnell – und erfolgreich. Bereits drei Mal erreichte er bei den Sichtungen die nächste Runde. Dort achten die Werder-Scouts aber nicht nur auf Dribbelstärke, die Sprintfähigkeiten und das Zweikampfverhalten. Wichtig ist, wie sich die Spieler abseits des Platzes verhalten. „Die Trainer gucken schon sehr genau hin, wie wir Spieler auch mitein‑ander umgehen“, erzählt Leonard Rüther.

Die nächste Einheit am Weserstadion hat sich der Kreisauswahlspieler schon rot im Kalender markiert: Am 6. Januar 2015 stehen die nächsten Talenttage bei den Grün-Weißen an.

Hinterlässt Leonard dort wieder einen guten Eindruck, könnte der Hasberger vielleicht später irgendwann in das Nachwuchsleistungszentrum ziehen. Für den Schüler ist das kein Problem. „Ich möchte mich bei Werder gut entwickeln.“ Der Drittklässler hofft auf das, wovon tausende Fußballer in seinem Alter träumen: Einmal für Werder in der Bundesliga kicken. Auch das nächste Ziel hat er schon im Kopf: „Irgendwann möchte ich auch für Barcelona spielen“, sagte Leonard Rüther und grinst.

Priorität hat bei allem fußballerischen Ehrgeiz aber die Schule. Nach der Grundschule will Leonard auf das Gymnasium wechseln und dort sein Abitur schaffen. Und bis dahin will der E-Jugendliche weiter seinen großen Traum vom Fußball-Profi träumen.


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