Fußball-Bezirksliga Harte Brocken für VfL Wildeshausen und Co. vor dem Tag der Arbeit

Liefern sich stets umkämpfte Duelle: Der VfL Wildeshausen um Lukas Schneider (links) und der SV Tur Abdin um Dennis Thüroff. Archivfoto: Rolf TobisLiefern sich stets umkämpfte Duelle: Der VfL Wildeshausen um Lukas Schneider (links) und der SV Tur Abdin um Dennis Thüroff. Archivfoto: Rolf Tobis

Delmenhorst/Landkreis Oldenburg. Anspruchsvolle Gegner haben die Fußball-Bezirksligisten aus dem Kreis Oldenburg-Land/Delmenhorst einen Tag vor dem Maifeiertag vor der Brust. Dabei spielt Regenerationszeit eine nicht unwesentliche Rolle.

Vor dem Tag der Arbeit steht jene für die hiesigen Fußball-Bezirksligisten auf dem Spielfeld an. Der Tabellenführer VfL Wildeshausen empfängt am Dienstag im Krandelstadion um 19 Uhr den SV Tur Abdin Delmenhorst zu der Generalprobe vor dem Spitzentreffen mit Verfolger TuS Obenstrohe. Bei den Obenstrohern, die acht Punkte Rückstand auf den VfL haben, ist der FC Hude ab 19.30 Uhr in Aktion. Der VfL Stenum könnte mit einem Punktgewinn gegen GVO Oldenburg den Klassenerhalt rechnerisch unter Dach und Fach bringen. Anpfiff ist um 19 Uhr am Kirchweg.

Etwas überraschend hat der VfL Wildeshausenam Sonntag gegen den abstiegsbedrohten ESV Wilhelmshaven Remis gespielt. Lange kann und will sich der Spitzenreiter nicht mit dem Spiel aufhalten, in dem viele Torchancen liegen gelassen wurden. „Es ist so, wie es ist“, hakt VfL-Trainer Marcel Bragula das Spiel ab. Nach einem Tag Pause steht schließlich schon das nächste Spiel im Rennen um den Aufstieg („Wir sind noch lange nicht durch“) an. Und das hat es in sich. Mit dem SV Tur Abdin kommt die beste Offensive der Liga (66 Tore) in die Kreisstadt. „Das ist ein harter Brocken. Ich kann mich nicht erinnern, dass Tur Abdin gegen uns schon einmal schlecht gespielt hätte“, warnt Bragula vor den Tabellenachten. Im Hinspiel erzielte Wildeshausen erst in der 90. Minute das Siegtor beim 4:3-Erfolg. Den Delmenhorstern attestiert er hohe fußballerische Qualität: „In der Offensive spielen sie mit das Beste in der Liga.“ Vor dem Treffen sieht er seine Mannschaft, die mit 20 Gegentreffern die beste Defensive der Liga stellt, in puncto Frische im Nachteil. Während der Tabellenführer nur einen Tag zur Regeneration hatte, blieb Tur Abdin acht Tage lang spielfrei. „Wildeshausen hat einen guten Kader und wird die Belastung sicherlich stemmen können“, glaubt Tur Abdin Trainer Edgar Kary. Er rechnet mit einem ansehnlichen Fußballspiel, da zwei Mannschaften aufeinandertreffen, die Fußball auf hohem Niveau spielen können und wollen. „Wildeshausen ist als Mannschaft stark, wir sind mit starken Einzelspielern als Team erfolgreich – am Ende entscheidet die Tagesform welches Team gewinnen wird“, ist sich Kary sicher.

Die Regenerationszeit von Tur Abdin kann der FC Hude toppen. Der Aufsteiger, der den siebten Tabellenplatz einnimmt, blieb über Ostern und am vergangenen Wochenende spielfrei. „Das war schon eine Kostprobe auf den Sommer“, scherzt FC Hudes Trainer Lars Möhlenbrock. Die 16-tägige Pause vor dem Saisonendspurt habe aus seiner Sicht Vorteile gehabt. Seine Spieler hatten Zeit ihre Blessuren auszukurieren und den Kopf für die verbleibenden sechs Spiele freizubekommen. Nun steht die Reise zum Tabellenzweiten an. Nicht die Tabellenposition, sondern die Formkurve ist entscheidend für Möhlenbrock. Gegen den Absteiger SVE Wiefelstede fuhr Obenstrohe mit einem 2:1-Erfolg erst den dritten Sieg nach dem Jahreswechsel ein. Dem stehen ein Unentschieden und drei Niederlagen in 2019 gegenüber. „Für uns ist das ein Prestige-Spiel. Realistisch betrachtet ist für uns etwas drin“, meint Möhlenbrock.

Aus den letzten sechs Spielen möchte der VfL Stenum das Maximum aus sich herausholen. Insbesondere gegen Mannschaften, die in der Tabelle über dem Team von Trainer Thomas Baake stehen. „Das wird eine schwere Aufgabe. GVO Oldenburg ist eine spielstarke Mannschaft. Aber das sind genau die Gegner, mit denen wir uns messen wollen“, sagt der ehrgeizige Coach. Er erwartet ein enges Spiel am Kirchweg, an dessen Ende der Klassenerhalt stehen soll. Einen Punkt braucht der Tabellenneunte noch. Dann würde mit dem FC Rastede dem dritten Team der Liga keine bessere Punkteausbeute als den Stenumern gelingen. Das Tor wird voraussichtlich Marco Scheffler hüten, der den rotgesperrten Stammkeeper Maik Panzram vertritt. „Marco ist ein zuverlässiger Torwart“, lobt Baake. Es wird eines der letzten Spiele Schefflers für den VfL sein. Im Sommer hängt der 33-Jährige Torwarthand- und Fußballschuhe an den Nagel.


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