Fußball-Bezirksliga Kellerkind trotzt VfL Wildeshausen einen Punkt ab

Der VfL Wildeshausen um Christoph Stolle (Mitte) scheiterte oft am Wilhelmshavener Schlussmann Germain Boeke. Foto: Rolf TobisDer VfL Wildeshausen um Christoph Stolle (Mitte) scheiterte oft am Wilhelmshavener Schlussmann Germain Boeke. Foto: Rolf Tobis

Wildeshausen. Gegen den abstiegsbedrohten ESV Wilhelmshaven hat der VfL Wildeshausen nur Unentschieden gespielt. Der Tabellenführer der Fußball-Bezirksliga zeigte sich dabei von einer ungewohnten Seite.

Enttäuschte Wildeshauser und feiernde Wilhelmshavener haben die rund 150 Zuschauer gestern nach dem Abpfiff im Krandelstadion auf dem Spielfeld gesehen. Nach 95 Minuten hieß der Endstand zwischen dem Tabellenführer der Fußball-Bezirksliga, VfL Wildeshausen, und dem ESV Wilhelmshaven, der als Drittletzter angereist war, 1:1 (0:0). „Das ist ein enttäuschendes Ergebnis. Aber ich muss auch den Gegner loben. Wilhelmshaven hat nicht wie ein Drittletzter gespielt“, sagte VfL-Trainer Marcel Bragula nach dem Spiel. Gegen den Favoriten aus der Kreisstadt hielten die abstiegsbedrohten Gäste vom Jadebusen mutig mit. Die Hausherren erspielten sich von Beginn an eine Vielzahl an Torchancen. Die sonst so effiziente Offensive war aber entweder zu unpräzise im Abschluss oder die Schüsse wurden in letzter Sekunde vom Gegner abgewehrt.

„Wir waren in der Offensive nicht gut“

Die Wilhelmshavener, die nach dem Spieltag auf den vorletzten Tabellenplatz abgerutscht sind, kamen einem Torerfolg ebenfalls gefährlich nahe. Etwa als Lucas Janßens Freistoß aus gut 18 Metern in der 40. Minute vom Pfosten ins Toraus prallte. Trotz vieler Chancen ging es torlos in die Halbzeitpause.

Nach dem Seitenwechsel war es weiter ein Spiel mit Gelegenheiten auf beiden Seiten. Exemplarisch für den Chancenwucher des VfL steht die 58. Spielminute in der vier aussichtsreiche Torabschlüsse binnen weniger Augenblicke nicht den Weg ins Netz fanden. Erst lenkte der gut aufgelegte Gäste-Keeper Germain Boeke einen Freistoß von Lukas Schneider per Fuß ins Toraus. Die anschließende Ecke führte zu drei Schüssen auf sein Gehäuse, die immer wieder auf den letzten Drücker geblockt wurden. Bragula: „Wir waren heute in der Offensive nicht gut. Die zahlreichen Chancen haben wir nicht genutzt und unsere Standards sind verpufft.“

Zwei Joker schießen die Tore

Mit der Einwechslung von Maximilian Seidel, der ab der 59. Minute den glücklosen Kevin Kari ersetzte, entfaltete der Tabellenerste die benötigte Durchschlagskraft. In der 68. Minute mit Erfolg. Seidel schickte Robin Ramke auf dem rechten Flügel in die Tiefe und verwertete dessen Hereingabe zum überfälligen 1:0. Die Wilhelmshavener spielten weiter mutig mit. Ihr Einsatz zahlte sich in der 84. Minute aus, als VfL-Torwart Felix Dittrich beim Schuss vom eingewechselten Mohammed Hammoud nicht schnell genug zur Stelle war.

„Das war offensiv nicht das, was wir uns zu Hause vorgestellt haben. Wir müssen das Spiel jetzt abhaken“, sagte Bragula und betonte: „Wir haben immer noch einen komfortablen Vorsprung in der Tabelle.“


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