Fußball-Kreisliga TuS Heidkrug bringt seinen Trainer ins Schwärmen

Von Andreas Bahlmann

Mit vollem Einsatz: Der TuS Hasbergen um Kevin Lersch (links) bot dem Ahlhorner SV Paroli. Der ASV mit Zanah Ibrahim setzte sich dennoch mit 3:1 durch und rückte auf Tabellenplatz zwei vor. Foto: Rolf TobisMit vollem Einsatz: Der TuS Hasbergen um Kevin Lersch (links) bot dem Ahlhorner SV Paroli. Der ASV mit Zanah Ibrahim setzte sich dennoch mit 3:1 durch und rückte auf Tabellenplatz zwei vor. Foto: Rolf Tobis

Delmenhorst/Landkreis. Selim Karaca, Trainer der Kreisliga-Fußballer des TuS Heidkrug, war vom Auftritt seiner Mannschaft begeistert. Vor allem in der ersten Halbzeit der Partie gegen den TSV Ganderkesee überzeugte der Spitzenreiter. Der Ahlhorner SV rückte auf Rang zwei vor.

Während sich einige Trainer in der Fußball-Kreisliga am Wochenende über die besten Spiele der Saison freuten, erlebten andere mit ihren Mannschaften einen „rabenschwarzen Tag“. Zu Letzteren gehörte Kai Pankow, Coach des TSV Großenkneten. Sein Team weist nach der bitteren Niederlage gegen den Harpstedter TB acht Punkte Rückstand auf Tabellenführer TuS Heidkrug auf. Der hatte wiederum „eine Halbzeit der Superlative“ abgeliefert, lobte TuS-Trainer Selim Karaca.

TuS Heidkrug - TSV Ganderkesee 4:0 (2:0). Der TuS dominierte die ersten 45 Minuten. Philipp Kahlert (34.) und Florian Bartels (36.) erzielten Tore, weitere Hochkaräter blieben ungenutzt. „Das war definitiv eine der besten Halbzeiten, die ich jemals von unserer Mannschaft gesehen habe“, schwärmte Karaca. Dieses Niveau konnte seine Team nach dem Seitenwechsel nicht ganz halten. Trotzdem trafen Nils Giza (51.) und Irfan-Zeki Gök (77.). „Unsere erste Halbzeit war grausam. Wir haben in der zweiten aber die Kurve gekriegt“, analysierte TSV-Trainer Stephan Schüttel.

TSV Großenkneten - Harpstedter TB 0:5 (0:2). TSV-Torwart Sven Neuefeind schied verletzt aus (11.), Torjäger Mattis Asche kam mit einer schweren Knieverletzung sogar ins Krankenhaus (35.): „Das war ein ganz schwarzer Freitag“, haderte TSV-Trainer Pankow.

Nils Klaassen erzielte vor der Pause die HTB-Tore (37., 45.). Niklas-Marvin Fortmann legte (53.) nach, Marik Landgraf erhöhte auf 4:0 (59.). Großenknetens Christoph Cebulla sah drei Minuten später für ein Frustfoul die Rote Karte. Das 5:0 (86.) erzielte Hendrick Glück. „Das war eindeutig unsere beste Saisonleistung“, lobte HTB-Trainer Jörg Peuker.

TuS Hasbergen - Ahlhorner SV 1:3 (0:2). Die Ahlhorner sind nun erster Verfolger von Spitzenreiter Heidkrug. Sie liegen fünf Punkte zurück. „Das war für mich ein Pflichtsieg“, sagte ihr Trainer Servet Zeyrek. Seine Spieler bestimmten lange das Geschehen. Stefan Rupprecht (15., 35./Foulelfmeter) und Viet Duc Tommy Duong (53.) brachten sie mit 3:0 nach vorn. Die Gastgeber steckten aber nicht auf. Sie wurden für ihren Einsatz mit dem Treffer zum 1:3 belohnt, den Jakob Korfmann mit einem Volleyschuss aus 18 Metern erzielte (61.). „Das Ergebnis geht so in Ordnung“, fand TuS-Trainer Tim Müller.

SV Achternmeer - Delmenhorster TB 1:3 (0:1). DTB-Trainer André Tiedemann hatte ein Trikot an, musste sich aber nicht einwechseln. „Um 9.15 Uhr standen wir mit zehn Mann da und überlegten, ob wir überhaupt antreten sollen. Zum Glück konnten wir Aushilfen aus unserer Dritten mobilisieren,“ erzählte er. Er verordnete seinem Team eine defensive Taktik, die es sehr gut umsetzte. Torjäger Sinan Yorgancioglu erzielte nach klug ausgespielten Kontern die drei Tore (19., 72., 88.). Robin Johanning traf zum zwischenzeitlichen 1:1 (64.). „Eine tolle Mannschaftsleistung“, lobte Tiedemann, während SVA-Coach Mario Ranke nach dem Kellerduell haderte: „Die drei Punkte könnten uns am Ende fehlen.“

TV Munderloh - SV Atlas Delmenhorst II 1:2 (0:0). Die Delmenhorster waren überlegen, kamen aber zunächst nicht zu klaren Chancen. Hendrik-Mattes Büttner gelang in der 80. Minute nach einem Konter dann sogar das 1:0 für Munderloh. Atlas warf alles nach vorn und drehte die Partie mit einem Doppelschlag. Hanno Hartmann (84.) und Florian Knipping (85.) trafen. „Uns werden zwei klare Elfmeter verwehrt und dann geraten wir durch ein richtig blödes Kontertor in Rückstand. Es erforderte an der Seitenlinie mal wieder viel Geduld, aber dennoch alles gut“, sagte SVA-Trainer Daniel von Seggern.

RW Hürriyet - TV Falkenburg 4:2 (2:1). „Dieser Dreier war ein Meilenstein auf dem Weg zum Klassenerhalt“, jubelte RWH-Trainer Murat Turan. Überragender Spieler war Berat Uyar, den die Falkenburger nie in den Griff bekamen. Er erzielte alle Delmenhorster Tore (6., 23, 60., 79.). Für den TVF verwandelte Nils Poppe einen Foulelfmeter, Florian Ehrhorn war regelwidrig gestoppt worden, zum 1:1 (12.). Das zwischenzeitliche 2:3 markierte Marco D’Elia (66.). Hürriyet spielte nach einer Roten Karte gegen Mariusz Miklasz (59., Schiedsrichterbeleidigung) in Unterzahl. Der Falkenburger Maximilian Lux scheiterte in der Schlussphase mit einem Elfmeter an RWH-Torwart Dennis Rülling. „Es war ein undankbar zu spielender Gegner. Ich merke aber auch, wie meine Mannschaft jedes Mal verkrampft, wenn es wirklich darauf ankommt“, sagte TVF-Trainer Georg Zimmermann.

FC Huntlosen - TV Jahn Delmenhorst 1:1 (0:1). Der TV Jahn hatte gegen starke Gastgeber zunächst Probleme, steigerte sich dann aber. Pascal Hoppe erzielte in der 30. Minute das 1:0. Jahn-Keeper Alexander Sinn entschärfte einige gute Einschussmöglichkeiten, war aber beim Kopfball zum 1:1 (77.) von Stefan Merz nach einem Eckstoß machtlos. In der vierten Minute der Nachspielzeit hatten die Gäste Riesenglück, als Huntlosens Angreifer Dennis Beckmann mit einen Elfmeter, nachdem er selbst gefoult worden war, nur das Lattenkreuz traf. Danach wurde die Begegnung abgepfiffen. „Wegen der letzten Situation muss ich mich über den Punkt freuen“, sagte TVJ-Trainer Arend Arens. Der Huntloser Trainer Maik Seeger ärgerte sich nicht lange über den verpassten Dreier: „Wir waren im gegnerischen Strafraum nicht pfiffig genug. Wenn das Ergebnis dann am Ende so zustande kommt, ist das natürlich sehr bitter für Dennis, der immer unermüdlich für die Mannschaft rackert.“

VfR Wardenburg - TV Dötlingen 3:1 (0:0). Beide Mannschaften schenkten sich bis zum Abpfiff nichts. Tim Conring (46.) und Nicolas Bruns (52., 68.) trafen für den VfR. Benjamin Bohrer erzielte das TVD-Tor (60.). „Wir waren in den ersten dreißig Minuten die bessere Mannschaft, aber in der zweiten Halbzeit haben die Wardenburger uns richtig an die Kandare genommen und am Ende auch verdient gewonnen“, meinte Dötlingens Trainer Markus Welz. „Die guten Ergebnisse kommen für uns einfach zu spät, aber wir wollen die beste Mannschaft der Rückrunde werden“, sagte VfR-Trainer Sören Heeren.


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