Fußball-Regionalliga Frauen TV Jahn Delmenhorst verliert gegen Werder Bremen II

Von Klaus Erdmann

Jahns einziger Streich: Vivien Endemann (rechts) erzielt gegen Werder-Torhüterin Olivia Klatzka das zwischenzeitliche 1:1. Foto: TobisJahns einziger Streich: Vivien Endemann (rechts) erzielt gegen Werder-Torhüterin Olivia Klatzka das zwischenzeitliche 1:1. Foto: Tobis

Delmenhorst. Den Regionalliga-Fußballerinnen des TV Jahn Delmenhorst blieb nur ein Lob: Nach dem 1:2 gegen den SV Werder Bremen II bekamen sie Komplimente für Leistung.

Nach dem Spiel gegen den SV Werder Bremen II, neuer Spitzenreiter der Fußball-Regionalliga der Frauen, hat der TV Jahn von einigen Zuschauern anerkennende Kommentare geerntet. Und auch Delmenhorsts Trainer Claus-Dieter Meier äußerte sich positiv: „Die Mannschaft hat alles gegeben und Werder etwas nervös gemacht.“ Lob also für Delmenhorst, aber die Punkte gingen an den Gast, der im Stadion mit 2:1 (1:1) gewann. Die „alten Bekannten“ boten den Zuschauern ein intensiv geführtes und über weite Strecken ausgeglichenes Nachbarderby.

Vivien Endemann erzielt das Jahn-Tor

Die erste Chance gehörte dem SVW II: In der sechsten Minute verhinderte TVJ-Schlussfrau Magdalena Flug gegen Michelle Entelmann einen frühen Rückstand. In der 19. Minute parierte die ehemalige Jahn-Spielerin Olivia Klatzka einen Schuss von Julia Hechtenberg und eine Minute später verfehlte ein Heber von Vivien Endemann das Ziel knapp. Mit einem Freistoß von der Linksaußen-Position, den Flug falsch berechnete, brachte Alina Böttjer den Gast in der 38. Minute in Führung. Nach exakter Vorarbeit von Neele Detken erzielte Endemann nur drei Minuten später aus kurzer Distanz den verdienten Ausgleich.

Nach der Pause erhöhte der SV Werder II, der einmal mehr eine Reihe gut ausgebildeter Youngster präsentierte, den Druck. Das blieb nicht ohne Folgen: Im Nachsetzen erzielte Entelmann, deren ersten Schuss Flug noch abwehrte, das 1:2 (47.). Es kam zu einem Spiel auf Augenhöhe, in dem sich die Werderanerinnen zunächst ein leichtes Chancen-Plus erarbeiteten. In der Schlussphase, in deren Verlauf sich mehr und mehr ein offener Schlagabtausch entwickelte, lag der Ausgleich des TV Jahn in der Luft. Ein Heber der zu unentschlossen wirkenden Detken landete neben dem Tor (80.). Ein Schuss von Stefanie Herzberg auf der Latte (86.).

Jahn Delmenhorst rutscht auf Platz sechs ab

Jahn agierte in den letzten Minuten druckvoll, aber zuweilen auch zu überhastet. So rettete Werder II, das im Mittelfeld vornehmlich durch die mit viel Übersicht spielende Nora Clausen zu Vorteilen kam, den zwölften Sieg im 18. Spiel mit Geschick (und etwas Glück) ins Ziel. Claus-Dieter Meier, dessen Mannschaft auf Rang sechs abrutschte, sagte nach der siebten Niederlage: „Wir haben gezeigt, dass wir Werder II Paroli bieten können.“ Seine Mannschaft habe einige gute Chancen besessen und ein „blödes Freistoßtor“ kassiert.


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