Fußball-Bezirksliga VfL Stenum erkämpft sich einen Punkt

Eine typische Spielszene: Stenums Mathias Gaster (rechts) steigt nach einem langen Ball zum Kopfball hoch. Foto: Rolf TobisEine typische Spielszene: Stenums Mathias Gaster (rechts) steigt nach einem langen Ball zum Kopfball hoch. Foto: Rolf Tobis

Stenum. Viele lange Bälle, wenig Kurzweiliges: Der VfL Stenum hat beim 1:1 (0:0) gegen WSC Frisia Wilhelmshaven die erwartet schwere Fußballkost serviert.

Grund zur Beschwerde hatten die rund 50 Zuschauer, die gestern am Kirchweg die Fußball-Bezirksligapartie zwischen dem VfL Stenum und dem WSC Frisia Wilhelmshaven verfolgten, nur begrenzt. Zwar ließ die Partie spielerische Akzente vermissen, doch die Besucher haben bei dem 1:1 (0:0) genau das zu sehen bekommen, was VfL-Trainer Thomas Baake schon vor dem Anpfiff ankündigte: ein zähes Spiel.

Standardsituationen sorgen für Gefahr

Flüssige Kombinationen gab es in den 92 Minuten so gut wie nicht zu bestaunen. Das bevorzugte taktische Mittel beider Teams war der lang geschlagene Ball. „Wir wollten in der ersten Halbzeit hinten sicher stehen und den Gegner zu langen Bällen zwingen – auch wenn uns dadurch der Zug zum Tor fehlte“, erklärte Baake den Plan für das erste Spiel seit drei Wochen (Spielausfall und spielfreies Wochenende). Auf beiden Seiten standen die Abwehrreihen sicher. Einzig Standardsituationen sorgten für Gefahr. So parierte VfL-Keeper Maik Panzram in der 17. Minute Melvin Lambertys Freistoß aus 18 Metern sehenswert. Stenums Kapitän Maximilian Klatte verpasste den Führungstreffer für die Gastgeber nach 25 Minuten nur knapp, als er einen Eckball aus elf Metern per Volley neben das Tor setzte.

Nach dem Seitenwechsel wurde wieder schwere Fußballkost serviert. Allerdings schafften es Stenumer bei ihrem ersten Heimspiel nach der Winterpause auch mal vor das Gästetor, waren jedoch im Abschluss zu schwach. Exemplarisch dafür war die Torchance in der 72. Minute. Der eingewechselte Lennart Höpker kämpfte sich über die linke Außenbahn in den Strafraum und legte den Ball auf Paul Fuhrken quer, der das Spielgerät aus gut sieben Metern ohne Schwung in die Arme des Gästekeepers Benjamin Blasczyk schoss.

Maximilian Klatte gleicht für Stenum aus

Das erste Tor des Tages kam aus dem berüchtigten Nichts. Der Wilhelmshavener Frank Nkongo Enoh setzte sich auf dem linken Flügel gegen zwei Stenumer Verteidiger durch und flankte von der Grundlinie aus auf die Nummer eins der Torjägerliste, Tim Rister, der per Kopf das 1:0 (77.) und seinen 20. Ligatreffer erzielte. Stenums Antwort ließ nur drei Minuten auf sich warten. Eine gut getretene Ecke köpfte Torben Würdemann mit Wucht auf das Tor, Blasczyk parierte den Ball ins Getümmel, wo das Leder vor Klattes Füßen landete, der mit seinem zehnten Tor zum Gleich- und Endstand traf.

„Für uns ist das kein Punktverlust. Wir waren jetzt drei Wochen aus dem Spielrhythmus raus. Für uns fängt die Rückrunde jetzt erst so richtig an“, sagte Baake und hakte die Begegnung als „typisches Unentschieden-Spiel“ ab.


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