Jahreshauptversammlung 2019 Suche des TuS Hasbergen nach neuem Vorstand erfolglos

Von Klaus Erdmann

Nach der Jahreshauptversammlung 2019 nur noch kommissarisch im Amt: der Vorstand des TuS Hasbergen mit (von links) Dieter Michael Beier, Meike Piper, Hartmut Ulbrich, Karin Werft, Jürgen Stöver und Carsten Radtke. Foto: Klaus ErdmannNach der Jahreshauptversammlung 2019 nur noch kommissarisch im Amt: der Vorstand des TuS Hasbergen mit (von links) Dieter Michael Beier, Meike Piper, Hartmut Ulbrich, Karin Werft, Jürgen Stöver und Carsten Radtke. Foto: Klaus Erdmann

Delmenhorst. Der TuS Hasbergen hat seine Jahreshauptversammlung 2019 abgehalten. Für vier Ämter im Vorstand wurden keine Kandidaten gefunden.

Eine Führung, die als Vorstand auf Zeit fungiert; ein Wirtschaftsplan, der die finanziellen Probleme verdeutlicht; Kommunikationsprobleme auf verschiedenen Ebenen und so weiter – die Jahreshauptversammlung des TuS Hasbergen hat am Freitag viele Probleme zutage gefördert. Sie glich einem Drama in mehreren Akten. 47 Mitglieder des 391 Personen zählenden Vereins (im Vergleich zum Vorjahr ein Minus von 66 oder 14,44 Prozent) nahmen aus der zweistündigen Tagung in der Gaststätte „Perino im Lindenhof“ die Gewissheit mit, dass ihr Verein vor einer ungewissen Zukunft steht.

Die stellvertretenden Vorsitzenden werden wieder gewählt

Die Führungskrise liegt in der Liste der Baustellen an erster Stelle. Ein Ergebnis der von Marc Stubbemann geleiteten Wahlen, die sich erwartungsgemäß zu einer zähen Angelegenheit entwickelten, ist, dass der bisherige Vorstand kommissarisch im Amt bleiben muss. Für den Vorsitzenden Jürgen Stöver und dessen Stellvertreter Hartmut Ulbrich, die ihren Ausstieg vor geraumer Zeit angekündigt hatten, fand sich ebenso wenig ein Nachfolger wie für Kassenwartin Meike Piper und Schriftführerin Karin Werft. Die wiedergewählten stellvertretenden Vorsitzenden Carsten Radtke und Dieter Michael Beier komplettieren den Vorstand. Stöver: „Wir werden die Situation aufarbeiten und dann eine außerordentliche Mitgliederversammlung einberufen.“

Ins Bild passte, das fast alle anderen Ämter nicht besetzt werden konnten. Eine Ausnahme bildet der Posten des Jugendwarts, den Uwe Kriens übernahm. In ihren Ämtern bestätigt wurden die Abteilungsleiter Gerd Diekmann (Fußball, kommissarisch), Uwe Kriens (Jugendfußball), Hartmut Ulbrich (Fitness), Karin Werft (Tischtennis) und Meike Piper (Tischtennisjugend).

Finanzielle Lage des TuS Hasbergen ist angespannt

Thema Finanzen: Auf dem Konto des TuS befinden sich 240 Euro (Stand 31. Dezember). Fortan wird der Gürtel noch enger geschnallt. Der von Stöver präsentierte Wirtschaftsplan 2019, der nach einer längeren Diskussion mit 31 Ja- und acht Nein-Stimmen angenommen wurde, weist zum Beispiel für die Fußballherren I und II sowie für den Jugendfußball einen Zuschuss von jeweils lediglich 200 Euro aus. Kritiker befürchten, dass daraus ein weiterer Mitgliederrückgang resultiert. Der Vorsitzende verwies wiederholt auf die angespannte finanzielle Lage. Er gab bekannt, dass „Forderungen an Mitgliedsbeiträgen aus den letzten zwei, drei Jahren“ in Höhe von rund 10.000 Euro bestünden.

Kommunikationsprobleme, die auch während der Tagung nicht verborgen blieben, gehören ebenfalls zu den größeren Baustellen. Selbst innerhalb der Abteilungen gibt es zuweilen Gesprächsbedarf. So kündigte Gerd Diekmann, kommissarischer Chef der Fußballer, für April eine Abteilungsversammlung mit den Worten an: „Es müssen viele Dinge besprochen werden. So geht es nicht weiter. So gehen wir den Bach runter.“

Während der Jahreshauptversammlung hat der Vorstand des TuS Hasbergen (größtenteils in Abwesenheit) folgende Mitglieder für ihre langjährige Mitgliedschaft geehrt:

20 Jahre: Sabine Gerken, Hendrik Witte.

25 Jahre: Gregor Kasper, Karin von der Graaf, Marc Licht.

30 Jahre: Karin Werft.

40 Jahre: Michael Hesse, Ralf Goyert.


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