Handball-Landesklasse HSG Grüppenbühren/Bookholzberg und HSG Hude/Falkenburg glänzen

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Lasse Wiosna war mit elf Treffern bester Werfer beim Rekordsieg der HSG Hude/Falkenburg. Foto: Rolf TobisLasse Wiosna war mit elf Treffern bester Werfer beim Rekordsieg der HSG Hude/Falkenburg. Foto: Rolf Tobis

sroe/vga/dn Landkreis Oldenburg. Rekordsieg und Aufstiegschance: Die Handball-Landesklassen-Teams der HSG Grüppenbühren/Bookholzberg und der HSG Hude/Falkenburg machen Freude.

Wenn die Aushängeschilder schwächeln, schlägt manchmal die Stunde der Nebendarsteller; bei den Handball-Clubs aus dem Landkreis Oldenburg zeichnet sich in der aktuellen Saison jedenfalls ein solches Bild ab. Die Handballerinnen der HSG Hude/Falkenburg hängen in der Oberliga zwar im Mittelfeld fest und steuern auf die schlechteste Platzierung ihrer Geschichte zu, dafür sind die zweite Mannschaft und das Männerteam in der Landesklasse zweifellos positive Erscheinungen.

Die Frauen-Reserve spielt schon fast gewohnheitsmäßig um die Meisterschaft mit, am Wochenende gab es den höchsten Sieg seit anderthalb Jahren. Mit 38:19 (15:6) fertige die Mannschaft von Inge Breithaupt das Mittelfeldteam der HSG Neuenburg/Bockhorn ab; ein erstaunliches Ergebnis, wenn man bedenkt, dass das erste Tor der Partie erst in der achten Minute fiel – für Neuenburg/Bockhorn. Danach drehte der Tabellenzweite jedoch auf und warf allein in der zweiten Hälfte 23 Tore – Saisonbestwert.

Verzichtet der Meister erneut?

Auch bei vier Minuspunkten Rückstand auf Tabellenführer SG Obenstrohe/Dangastermoor ist die Hoffnung auf Platz eins noch lebendig. Denn Meister Obenstrohe werden nach Ende der Serie wegen der Nichtwahrnehmung des Aufstiegsrechts im Sommer vier Zähler abgezogen – das direkte Duell gibt es am letzten Spieltag am Huder Bach. Es ist nicht ausgeschlossen, das auch dieses Mal keine Mannschaft aus der Landesklasse Nord den Sprung in die Landesliga wagt – Hude/Falkenburg II hatte nach der Meisterschaft vor zwei Jahren ebenfalls verzichtet.

Höchster Sieg in der Landesklasse

Die Männer des Vereins werden in diese Verlegenheit wohl nicht kommen, überraschen als Neuling auf Platz fünf aber weiter. Mit dem 44:18 (21:9)-Rekordsieg gegen Schlusslicht HG Jever/Schortens feierte Hude/Falkenburg den höchsten Erfolg der Teamgeschichte in der Landesklasse. Luka Schultz, Lasse Wiosna, Felix Rose und Sönke Harfst hatten nach einer Viertelstunde zusammen bereits zehn Mal getroffen.

Auch die Männerreserve der HSG Grüppenbühren/Bookholzberg macht dem Verein gerade Freude. Die Erste und das Frauenteam kämpfen ja in der Landesliga gegen den Abstieg, die HSG-Zweite kann nach dem 33:28 (16:13) gegen den VfL Oldenburg in der Landesklasse dagegen noch Relegationsrang zwei erreichen. „Die Oldenburger sind weitaus stärker, als es die Tabelle vermuten lässt“, sagte Grüppenbührens Trainer Rolf Tants.


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