Handball-Oberliga HSG Hude/Falkenburg „versemmelt“ zu viel

Von Richard Schmid

Auch alle Entschlossenheit half nichts: Laura Meyer und die HSG Hude/Falkenburg waren gegen den TV Dinklage um Lisa-Marie Kathmann chancenlos. Foto: Rolf TobisAuch alle Entschlossenheit half nichts: Laura Meyer und die HSG Hude/Falkenburg waren gegen den TV Dinklage um Lisa-Marie Kathmann chancenlos. Foto: Rolf Tobis

Hude. Die Oberliga-Handballerinnen der HSG Hude/Falkenburg monieren nach der Pleite gegen den TV Dinklage die Leistung der Schiedsrichterinnen – und die eigene.

Dean Schmidt hatte sein Urteil gefällt. „Das war dank der Schiedsrichter kein faires Spiel“, schimpfte der Trainer der Handballerinnen der HSG Hude/Falkenburg nach der 25:33 (12:17)-Niederlage gegen den TV Dinklage in der Oberliga. „Ich weiß wirklich nicht, ob Dinklage heute verdient gewonnen hat. Viele Stürmerfouls, viele Schrittfehler wurden nicht gesehen und bei fast jeder 50:50-Entscheidung wurde gegen uns entschieden“, haderte Schmidt mit den beiden Schiedsrichterinnen, die mit vielen ihrer Entscheidungen auch den Unmut des Publikums am Huder Bach auslösten.

Nach gutem Beginn – in der achten Minute ging die HSG Hude/Falkenburg mit 5:4 in Führung – verlor die Schmidt-Sieben mehr und mehr den Faden. Begünstigt durch manche zweifelhafte Entscheidung des Schiedsrichtergespanns schlichen sich in dem wiederum deutlich ersatzgeschwächten Oberliga-Team etliche Fehler ein.

Auszeit bringt keine Besserung

Zahlreiche Fehlwürfe und Ballverluste bauten die Gäste aus dem Landkreis Vechta regelrecht auf. Tor um Tor zog Dinklage davon, ohne dabei wirklich zu überzeugen. Beim Spielstand von 10:15 ließ sich in der 22. Minute nach dem vierten Fehlwurf in Folge eine sichtlich genervte Mareike Zetzmann vorübergehend auswechseln. Unmittelbar danach versuchte Schmidt mit einer Auszeit, sein Team neu einzustellen, doch es half nichts. Mit 12:17 ging es in die Pause.

Lisa-Marie Hillmer beste Werferin

Zu Beginn der zweiten Hälfte gestalteten die Gastgeberinnen das Spiel deutlich ausgeglichener. Vor allem Lisa-Marie Hillmer, die in der ersten Halbzeit bei ihren Würfen mehrfach das gegnerische Tor verfehlte, spielte wie ausgewechselt. Sechs ihrer neun Treffer erzielte sie im zweiten Durchgang. Doch das kurzzeitige Aufbäumen blieb letztlich folgenlos. Näher als bis auf vier Tore kam Hude/Falkenburg nicht mehr an die Gäste heran. Im Gegenteil, ab der 42. Minute war der Widerstand der Gastgeberinnen endgültig gebrochen. Innerhalb nur weniger Minuten baute Dinklage den Vorsprung auf sieben Treffer aus. Dieser Rückstand war für die HSG nicht mehr aufzuholen.

Immer wieder liefen sich die Spielerinnen in der Schlussphase in der konsequent deckenden Abwehr der Gäste fest. Gegen Ende machte sich in der Mannschaft des Tabellenachten, auch bedingt durch strittige Entscheidungen der beiden Referees, sichtliche Resignation breit. „Keine Frage, wir haben auch viel versemmelt, aber die Schiedsrichter haben so viel Einfluss genommen, das hat sehr zu unserer Verunsicherung beigetragen“, resümierte Schmidt.


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