2. Bundesliga Schwimmen Delmenhorster SV peilt die doppelte Zweitklassigkeit an

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Feiert ihr Debüt in der 2. Bundesliga: DSV-Schwimmerin Lea-Sophie Baechler. Foto Rolf TobisFeiert ihr Debüt in der 2. Bundesliga: DSV-Schwimmerin Lea-Sophie Baechler. Foto Rolf Tobis

Delmenhorst/Oldenburg/Hildesheim. Der Delmenhorster Schwimmverein will nicht nur mit dem Frauen-Team in der 2. Bundesliga an den Start gehen. Auch die Männer sollen in die zweithöchste Klasse im Deutschen Schwimmverband aufrücken.

Gut zweieinhalb Stunden Autofahrt liegen in diesem Jahr zwischen den Wettkampfstätten der 2. Bundesliga und der Landesliga im Schwimmen. Während die Bundesliga-Frauen des Delmenhorster Schwimmvereins (DSV) am Samstag, 2. Februar, nach etwa einer halben Stunde Anreisezeit im Oldenburger Huntebad um den Klassenerhalt schwimmen, reisen die Landesliga-Männer am Samstag rund zweieinhalb Stunden nach Hildesheim, wo sie am Sonntag, 3. Februar, die Mission „Rückkehr in die 2. Bundesliga“ angehen. Mit Hin- und Rückweg wird Björn Lippel, Trainer der beiden DSV-Mannschaften, etwa fünf Stunden seines Wochenendes im Auto verbringen – vorausgesetzt er kommt staufrei durch. Dass dem Coach also viel daran liegt, wieder mit beiden DSV-Auswahlen zweitklassig zu sein, liegt auf der Hand.

DSV-Damen wollen an Achtungserfolg anknüpfen

Die Chancen stehen gut, dass es bei der Damen-Auswahl mit dem Verbleib in den 2. Bundesliga klappt. Die DSV-Schwimmerinnen treten zum dritten Mal in der zweithöchsten Klasse im Deutschen Schwimmverband an. Das Wort „Routine“ wollte Trainer Lippel allerdings noch nicht so recht in den Mund nehmen. „Aber wir wissen jetzt auch, was auf uns zukommt“, weiß er die durchaus vorhandene Bundesliga-Erfahrung seines Teams zu umschreiben. Schließlich tritt am Samstag im Oldenburger Huntebad eine DSV-Auswahl an, die in der 2. Bundesliga bereits mit Achtungserfolgen für Aufmerksamkeit sorgte. Im Vorjahr landeten die Delmenhorsterinnen überraschend auf dem vierten Rang. An diese Leistung wollen sie anknüpfen.

„Das wird kein Selbstläufer, die Konkurrenz ist stark“, warnt Lippel. Mit dem SV Halle/Saale und dem SV Wasserfreunde 98 Hannover I sind gleich zwei favorisierte Vertretungen aus dem Oberhaus in die 2. Bundesliga Nord abgestiegen. Vier Landesligisten haben den Sprung in die zwölf Mannschaften zählende Liga geschafft. Zwar ist die Ausgangslage mit Platz sechs und 14.552 Punkten gut, aber „man weiß nie was passiert“, gibt der Coach zu bedenken.

Seinen Schützlingen spricht er das Vertrauen aus. Viele von ihnen haben vor drei Jahren den historischen Aufstieg in die 2. Liga geschafft und sich in der Klasse bewiesen. „Wir werden weder etwas mit dem Aufstieg, noch mit dem Abstieg zu tun haben“, glaubt Lippel.

Junge Baechler vor Bundesliga-Debüt

Neu im Kader ist Lea-Sophie Baechler, Jahrgang 2007. „Sie hat mich mit ihrer Leistung in den vergangenen Monaten überzeugt“, begründet Lippel die Nominierung. Ein Zeugnis ihrer Qualität hat sie bei den Landesmeisterschaften im vergangenen Jahr abgelegt. Bei dem Turnier trumpfte sie mit acht Jahrgangstiteln groß auf. Am Samstag wird die Landeskader-Schwimmerin zum ersten Mal in einem „Bundesliga-Becken“ kraulen. Ob sie und die anderen DSV-Damen auf große Namen der deutschen Schwimmszene treffen werden, wie es in den Vorjahren der Fall war, konnte Lippel noch nicht sagen. Die Meldeliste habe er noch nicht intensiv studiert.

Zum gewünschten Klassenerhalt soll auch das Publikum beitragen. Der Schwimmtrainer hofft auf viele Fans aus Delmenhorst. „Die Stimmung bei solchen Wettkämpfen ist immer großartig“, verrät er. Geschwommen wird das komplette olympische Programm in zwei Durchläufen. Alle Teammitglieder dürfen viermal antreten. Die Wettkämpfe beginnen am Samstag um 9 Uhr im Huntebad, Am Schlossgarten 15.

„Sehr junge“ Mannschaft hat sich gut entwickelt

Großartige Bundesliga-Stimmung möchten auch die DSV-Männer wieder erleben. „Um den Aufstieg schwimmen“ hat Lippel als Ziel für den Landesliga-Wettbewerb benannt. Schon am Samstag reist das achtköpfige Aufgebot nach Hildesheim und übernachtet dort. Die Mission „Rückkehr in die 2. Bundesliga“ startet am Sonntag, 10 Uhr, im Wasserparadies, Bischof-Janssen-Straße 30.

Beim Anlauf im Vorjahr haben die Delmenhorster nach einer umstrittenen Disqualifikation „nur“ den zweiten Rang belegt. „Das war ärgerlich. Aber das hätte auch punktemäßig am verpassten Aufstieg nichts geändert“, betont Lippel. 12.596 Punkte standen damals nach 13 Strecken auf der Habenseite. Und es könnten am Sonntag mehr werden. Die „sehr junge Mannschaft“ von 2018 hat sich gut weiterentwickelt, sagt Lippel und hofft darauf im nächsten Jahr nicht wieder zwischen 2. Bundesliga und Landesliga pendeln zu müssen.


Für den Delmenhorster SV im Einsatz

In der 2. Bundesliga der Frauen starten folgende DSV-Akteure: Lena Anders, Mara Anders, Lea-Sophie Baechler, Tatjana Barke, Fiora Behnke, Charleen Kölling, Alida Mühlenhort, Pia Müller und Celine Rüdebusch.

Die Rückkehr in die 2. Bundesliga der Männer will dieses DSV-Landesliga-Team klarmachen: Rune-Matthis Bosse, Yannis Hein, Martin Leis, Matthias Karrasch, Dominik Sartison, Daniel Scharf, David Zeiser und Yannik Ziegler.

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