33. Friedensturnier Starkes Feld beim Hallenkick des SV Baris Delmenhorst

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Das Friedensturnier des SV Baris Delmenhorst lebt von sportlicher Freundschaft. Im Vorjahr überreichte Baris-Vorsitzender Cengiz Caki den Siegerpokal an „Edelfan“ Eva Tezel vom SV Tur Abdin. Der Titelverteidiger fehlt in diesem Jahr allerdings. Foto: Rolf TobisDas Friedensturnier des SV Baris Delmenhorst lebt von sportlicher Freundschaft. Im Vorjahr überreichte Baris-Vorsitzender Cengiz Caki den Siegerpokal an „Edelfan“ Eva Tezel vom SV Tur Abdin. Der Titelverteidiger fehlt in diesem Jahr allerdings. Foto: Rolf Tobis

Delmenhorst. Das Friedensturnier des SV Baris Delmenhorst vereint Top-Teams aus Delmenhorst und dem Landkreis – und ist das letzte seiner Art in der Stadt. Auch im 33. Jahr kommen in der Stadionhalle starke Mannschaften zusammen – unter anderem eine schlagkräftige Truppe des SV Atlas.

Es hat einmal Zeiten gegeben, da mussten sich ambitionierte Delmenhorster Fußballer in jedem Winter neue Hallenschuhe kaufen, weil sie bei den vielen Turnieren mürbe gespielt wurden. In den glorreichen Jahren des Budenzaubers wurde vor Beginn der Rückrundenvorbereitung hauptsächlich unter dem Dach gespielt, bei der Stadtmeisterschaft zum Beispiel, bei Turnieren des SV Tur Abdin, des KSV Hicretspor oder (für die hartgesottenen) beim Neujahrsturnier des Delmenhorster TB – aber keine dieser Veranstaltungen existiert heute noch. Der Hallenfußball, bei allem Respekt, war auch schon mal angesagter.

Man muss umso mehr vor dem SV Baris den Hut ziehen, der dem Turniersterben weiterhin trotzt und am Samstag erneut ein prominentes Feld in der Stadionhalle versammelt. Das um 17 Uhr startende Friedensturnier findet zum sage und schreibe 33. Mal statt und wird – nach den Erfahrungen der 32 vergangenen Ausgaben – wieder ein Hingucker. Für Teams von der Kreisliga aufwärts ist es in der Stadt inzwischen das letzte seiner Art. „Es wird immer schwerer, das merken auch wir“, sagt Organisator Baris Caki. „Aber bis zum 35. Turnier halten wir mindestens durch.“

Sieben Oberliga-Spieler im Atlas-Kader

Am Samstag sind nur sechs Teams dabei, die aber viel versprechen. Favorit in der Jeder-gegen-jeden-Runde mit abschließendem Finale ist ohne Zweifel Oberligist SV Atlas, für den sieben Spieler aus der ersten und zwei aus der zweiten Mannschaft auflaufen werden. Der dritte Torwart Niklas Göretzlehner wird zwischen den Pfosten stehen, davor sind unter anderem Marvin Osei, Thade Hein und Kevin Radke dabei. „Einige haben gleich die Hand gehoben, weil sie einfach Bock auf Halle haben“, sagt der Leistungsfußball-Leiter Bastian Fuhrken, der ebenso auf der Tribüne sitzen wird wie der neue Coach Olaf Blancke. Für das Turnier übernimmt Co-Trainer Marco Büsing die Betreuung.

Die ranghöchste Delmenhorster Mannschaft hat aber spielstarke Konkurrenz. Bremen-Ligist Blumenthaler SV, der das Eröffnungsspiel gegen Baris bestreitet, ist zwar in dieser Saison als 13. weit von den großen Leistungen vergangener Jahre entfernt, hat jedoch in der Halle schon große Titel gewonnen. Interessant wird der Auftritt des Bezirksliga-Spitzenreiters VfL Wildeshausen, der als mehrfacher Kreismeister ebenfalls einen glänzenden Ruf als Hallenmannschaft hat. Trainer Marcel Bragula war Kandidat bei Atlas auf die Nachfolge von Jürgen Hahn, sagte jedoch ab, dafür kam bekanntlich Olaf Blancke aus Cloppenburg.

Auftakt mit Volkstanz Halay

Wildeshausens Kreis- und Ligarivale FC Hude darf man nicht nur wegen des verblüffenden vierten Platzes nach der Hinrunde Außenseiterchancen zusprechen. Die Huder gewannen vor Weihnachten auch den Klima-Cup in Wiefelstede. Kreisligist Ahlhorner SV ist dagegen Außenseiter.

Und der Gastgeber? Bezirksligist Baris hat zwar unbestritten ebenfalls eine fußballerisch begabte Mannschaft, zählt beim eigenen Turnier aber meistens zu den Underdogs. Der letzte Sieg liegt 14 Jahre zurück. Als Ausrichter sind sie dafür umso stärker. Traditionell beginnt der Abend mit dem Volkstanz Halay. „Wir sind für Änderungen offen, aber das muss sein“, sagt Caki. Vor der Halle werden zwei Zelte für Spieler und Zuschauer aufgebaut, es gibt eine Tombola und natürlich Pokale. „Da die Fairness im Vordergrund steht, wird der Fairnesspokal traditionell der größte sein“, kündigt der Veranstalter an. Titelverteidiger SV Tur Abdin ist in diesem Jahr übrigens nicht dabei.


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