Fussball-Kreisliga Murat Turan wird Trainer von RW Hürriyet Delmenhorst

Von Andreas Bahlmann

Meine Nachrichten

Um das Thema Lokalsport Ihren Nachrichten hinzuzufügen, müssen Sie sich anmelden oder registrieren.

Der Fußball-Kreisligist RW Hürriyet Delmenhorst hat einen neuen Trainer: Murat Turan wird die Mannschaft übernehmen. Foto: Daniel NiebuhrDer Fußball-Kreisligist RW Hürriyet Delmenhorst hat einen neuen Trainer: Murat Turan wird die Mannschaft übernehmen. Foto: Daniel Niebuhr

Delmenhorst. Der Fußball-Kreisligist RW Hürriyet Delmenhorst geht mit einem neuen Trainer in den zweiten Teil der Saison 2018/19. Der Verein teilte mit, dass Murat Turan die Mannschaft künftig betreuen werde. Er ist Nachfolger von Deniz Ekici, dessen zur Winterpause auslaufender Vertrag nicht verlängert worden sei.

Murat Turan ist neuer Trainer des abstiegsgefährdeten Fußball-Kreisligisten RW Hürriyet Delmenhorst. Er ist nach Mete Döner und Nachfolger Deniz Ekici bereits der dritte in der laufenden Saison.

Vertrag von Deniz Ekici war befristet

„Wir wollten nach Metes Rücktritt die weitere Entwicklung beobachten und hatten deswegen Deniz Ekicis Vertrag von vornherein bis zur Winterpause befristet. Mit einem neuen Trainer von außerhalb wollten wir einmal etwas Neues ausprobieren, aber ohne dabei ein zu großes Risiko für unseren Verein einzugehen“, erklärt RWH-Präsident Ahmet Sonuvar. Sportlich habe es leider nicht gepasst. Trotzdem legt Sonuvar großen Wert darauf, dass „man im Guten auseinandergegangen“ sei. Deniz Ekici zeigt Verständnis für die Haltung der Vereinsführung, kann aber dennoch seine Enttäuschung über die Ablösung nicht verbergen: „Es deutete sich bereits seit einigen Wochen an. Aber als mir dann der Vereinsvorstand in der Vorweihnachtswoche seine endgültige Entscheidung mitteilte, kam es dennoch etwas überraschend für mich, denn ich hatte sehr gehofft, als Trainer mit der Mannschaft weiterarbeiten zu dürfen.“

Die RWH-Verantwortlichen bevorzugten aber in Abstimmung mit der Mannschaft eine vereinsinterne Lösung. „Das passt einfach besser zu uns und außerdem kann ein Trainer, der in Delmenhorst wohnt, flexibler agieren. Die Distanz und der zeitliche Aufwand für Ekici waren zu groß, weil er jedes Mal aus Achim anfahren musste. Dadurch konnte und kann er auch nicht so dicht an der Mannschaft sein, wie es der Kampf gegen den Abstieg wahrscheinlich erfordert. Und es fehlen auch einfach die Punkte, der Blick auf die Tabelle sagt doch alles“, begründet Sonuvar den Entschluss. RW Hürriyet überwintert auf Rang 15, also als Tabellenvorletzter auf dem ersten Abstiegsplatz. Das Team hat neun Punkte aus 18 Saisonspielen geholt.

Murat Turan geht Aufgabe zuversichtlich an

„Mir liegt der Verein sehr am Herzen. Als der Vorstand auf mich zukam und mir das Vertrauen geschenkt hat, da konnte ich einfach nicht nein sagen“, erklärt Murat Turan. Der 42-Jährige ist noch als Spieler in Hürriyets zweiter Mannschaft aktiv, die in der 4. Kreisklasse antritt. Er war schon einmal Trainer der Ersten, wenn auch nur für kurze Zeit: von Oktober bis Dezember 2015.

Turan blickt zuversichtlich auf die zweite Saisonhälfte: „Ich habe bereits im Sommer Mete Döner vertreten und die Vorbereitung geleitet. Ich kenne die Spieler und sie kennen mich auch. Das sind alles gute und sehr nette Jungs. Sie respektieren mich. Das ist sehr wichtig für einen Trainer. In der Mannschaft steckt viel Potenzial und auch die Qualität, den Klassenerhalt zu schaffen. Es mangelt etwas an System und an Taktik, damit müssen wir schon in den Freundschaftsspielen ernsthaft beginnen. Wir müssen einfach eine gute Vorbereitung machen.“ Er ist sich sicher, dass das Team das Ziel erreichen kann. „Es wird sehr schwierig werden für uns, das ist mir klar“, sagt er: „Ich bin aber fest davon überzeugt, den Klassenerhalt zu schaffen, wenn alle in der Mannschaft bleiben und voll mitziehen.“

Mete Döner unterstützt neuen Trainer im Hintergrund

Turan kann auch auf die Unterstützung und Erfahrung von Mete Döner bauen, der als eine Art Sportdirektor künftig die sportlichen Geschicke bei RW Hürriyet im Hintergrund leiten wird. Kein Spieler werde den Kreisligisten verlassen. Zwei oder drei Neuzugänge seien im Gespräch. „Wir sind an einigen Spielern dran, aber es ist noch nichts spruchreif. Bis zum 31. Januar kann sich noch so einiges ergeben“, sagen Döner und Turan. Der Trainingsauftakt ist für den 29. Januar geplant. Zuvor soll Turan bei einem gemütlichen Abend offiziell der Mannschaft als neuer Trainer vorgestellt werden.


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN