HSG empfängt OHV Aurich Überflieger der Handball-Oberliga kommt nach Delmenhorst

Von Klaus Erdmann

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Klarer Außenseiter: Jörn Janßen (rechts), der sich hier gegen Edewechts Louis Kamp behauptet, und die HSG Delmenhorst empfangen an diesem Samstag den OHV Aurich. Foto Rolf TobisKlarer Außenseiter: Jörn Janßen (rechts), der sich hier gegen Edewechts Louis Kamp behauptet, und die HSG Delmenhorst empfangen an diesem Samstag den OHV Aurich. Foto Rolf Tobis

Delmenhorst. Der Spitzenreiter der Handball-Oberliga der Männer stellt sich an diesem Samstag in der Stadionhalle vor. Jörg Rademacher, Trainer der HSG Delmenhorst, sieht sein Team als „klaren Außenseiter“ und hofft auf eine „Riesenparty“.

22:0 Punkte, sechs Zähler Vorsprung gegenüber dem ersten „Verfolger“ (TV Bissendorf-Holte), 32 Treffer im Schnitt – für solche Mannschaften wurde der Begriff „Überflieger“ erfunden. Die Rede ist vom Ostfriesischen Handballverein (OHV) Aurich, der in der Handball-Oberliga Nordsee den Konkurrenten enteilt ist und sich seinem Ziel, dem direkten Wiederaufstieg in die 3. Liga, mit großen Schritten nähert. An diesem Samstag, 19.15 Uhr, empfängt die HSG Delmenhorst den OHV Aurich in der Halle am Stadion.

HSG ist Außenseiter

Wo liegen die Schwächen des OHV? Jörg Rademacher überlegt kurz. „Gute Frage“, sagt der Trainer des Gastgebers dann. „Für diese Liga hat er fast gar keine Schwächen.“ Beinahe im gleichen Atemzug kommt er auf die Stärken des Gegners zu sprechen. Eine Auswahl: „Die Mannschaft ist auf allen Positionen gut besetzt. Alle Spieler haben Drittliga-Erfahrung. Erste und zweite Welle sind stark. Aurich entwickelt im 1:1-Spiel viel Druck.“ Die HSG sei „klarer Außenseiter.“

Rademacher betont aber auch: „Man kann jede Mannschaft schlagen.“ Wichtig sei, dass die Abwehr die Leistung zeige, die sie zuletzt beim 28:20 gegen den VfL Edewecht (vierter Sieg in Folge) abgerufen habe. Auch auf die Leistung des Torwartes komme es an. Und im Angriff müsse man konzentriert spielen und dürfe nicht zu früh den Abschluss suchen. „Es muss viel passen bei uns“, sagt Rademacher.

HSG ist nach Siegesserie selbstbewusst

Aber natürlich sorgen Erfolge in Serie auch für zunehmendes Selbstvertrauen bei der Nummer 6 der Oberliga. „Je länger wir dran bleiben, desto größer ist unsere Chance“, erklärt der Coach der HSG. Er präzisiert diese Aussage: „Wenn wir nach 45 Minuten noch auf Tuchfühlung sind, wird es interessant. Das haben die Auricher noch nicht erlebt. Zu diesem Zeitpunkt haben sie stets klar geführt. Diesen Druck kennen sie nicht.“

Zuletzt, bei dem Treffen mit dem Tabellenvorletzten TSV Bremervörde, der nur ein Rumpfteam aufbot, tat sich der Ligaprimus schwer. Die Partie entwickelte sich lange zu einer zähen Angelegenheit und Cheftrainer Arek Blacha vermisste die Spritzigkeit. Gleichwohl siegte Aurich mit 33:26. Neun Tore erzielte Josip Crnic.

Rademacher nutzt das letzte Heimspiel des Jahres (am Samstag, 15. Dezember, 19.45 Uhr ist die HSG noch beim TV Cloppenburg zu Gast) zu einem Rückblick: „Die Mannschaft hat vieles gerissen. Wir haben souverän den Aufstieg in die Oberliga geschafft. Es war ein Superjahr. Jetzt folgt der krönende Abschluss.“

Trainer hofft auf Riesenparty

Die Auricher setzen zu ihrem Spiel in Delmenhorst einen Fanbus ein. Rademacher hofft, dass es nicht zu einem „Auswärtsspiel“ in eigener Halle kommt. „Ich wünsche mir, dass uns die Zuschauer zum Jahresabschluss unterstützen. Gerade jetzt brauchen wir diese Unterstützung“, sagt der Trainer, der davon ausgeht, dass ihm Torwart Deni Prvonozac nach überstandener Augenverletzung wieder zur Verfügung steht.

Warum sollten die Handballfreunde dieses Spiel nicht verpassen? Jörg Rademacher: „Sie können mit dem OHV Aurich ein Top-Team sehen. Und wir bieten auch Qualität. Es wäre schön, wenn die Zuschauer aus diesem Spiel eine Riesenparty machen würden.“


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