Landesentscheid der Mannschaften Der Abenteuertrip des Delmenhorster Schwimmvereins

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Medaillensammler des Delmenhorster SV: Die weibliche D-Jugend gewann Bronze. Foto: DSV/Carmen Barneföhr-KöllingMedaillensammler des Delmenhorster SV: Die weibliche D-Jugend gewann Bronze. Foto: DSV/Carmen Barneföhr-Kölling

Delmenhorst. Die Jugendteams des Delmenhorster Schwimmvereins erleben einen verrückten Abenteuertrip zum Landesentscheid. Verspätung, Umziehen in der Bahn und zum Schluss auch noch ein Stromausfall: Die Teams trotzen in Hildesheim allen Widrigkeiten und holen vier Medaillen.

Einigen Zugliebhabern wird bekannt sein, dass auf der S-Bahn-Strecke zwischen Hannover und Hildesheim seit zehn Jahren Triebwagen der Baureihe 425 verkehren, die im Gegensatz zu einigen Vorgängermodellen mehr Türen und sogar eine Toilette besitzen. Die Schwimmer des Delmenhorster SV 05 werden der Betreibergesellschaft dafür immer noch dankbar sein, denn besagte Toilette war den Nachwuchsathleten am Samstag in mehr als einer Hinsicht nützlich. Nach enormen Problemen bei der Anreise zum Landesentscheid der Deutschen Mannschaftsmeisterschaft in Hildesheim mussten sich einige Delmenhorster nacheinander auf dem stillen Örtchen der S-Bahn umziehen, um Zeit zu sparen. „Das hat es so vorher auch noch nicht gegeben“, stöhnte Carmen Barneföhr-Kölling vom DSV.

Fünf Teams, vier Medaillen

Zum Einschwimmen reichte es nicht mehr, dank des vom Betreuerstab herausgehandelten Aufschubs um zehn Minuten waren aber immerhin zum Rennstart alle Delmenhorster im Becken, die ins Becken gehörten. Und am Ende der Wettkämpfe standen vier der fünf Teams auf dem Podium und wiesen einmal mehr die Spitzenstellung des Schwimmstandorts Delmenhorst in Niedersachsen nach.

Geschwommen wurden fünf Staffeln pro Jahrgang, die weibliche A-Jugend gewann drei davon und wurde am Ende in der Gesamt-Addition aller Zeiten Dritter. Das Team verfügt in Charleen Kölling, Alida Mühlenhort, Victoria Dietz, Anna Blum und Angelina Dzhumelya über geballte Zweitliga-Erfahrung, Sieger Celler SC war nur über die Brust- und Freistilstrecke deutlich schneller.

Die weibliche D-Jugend mit Yael Esther Rohde, Lea-Sophie Baechler, Hanna Lemmermann, Mira Meyer-Herksen und Jette Kriebisch musste ebenfalls mit Bronze leben, zu Silber fehlten nur 79 Hundertstel. Das Schmetterlingsrennen über 4x50 Meter hatten die Delmenhorsterinnen sogar gewonnen.

Odyssee geht auf der Rückfahrt weiter

Die gemischte E-Jugend feierte mit Silber ihre erste Medaille auf Landesebene. Jette Meyer, Noelie Hallbauer, Taje Kölling, Jonas Sander, Lew Kammerer und Leonel Fischer siegten über 4×50 Meter Rücken deutlich und wurde von Landesmeister SGS Hannover in der Endabrechnung nur um zwei Sekunden geschlagen.

Die einzige männliche Delmenhorster Mannschaft war in der Besetzung Dominik Sartison, Daniel Scharf, Bjarne Krugjohann, Rune Mattis Bosse und David Zeiser schon als Mitfavorit ins Rennen gegangen und musste sich nur Vorzeigeclub Waspo 98 Hannover geschlagen geben. Die weibliche B-Jugend holte sich mit Alexa Blum, Ronja Kozak, Anja Biermann und Mara Anders den guten sechsten Rang.

Der verrückte Trip der DSV-Talente war nach den Wettkämpfen aber noch nicht überstanden – denn die Medaillen sicher nach Hause zu bringen, war schwerer als gedacht. Weil im Bahnhof Hannover der Strom ausgefallen war, wurden diverse Züge gestrichen, am späten Sonntagabend endete die Odyssee schließlich doch in Delmenhorst. „Alle werden sich an diese abenteuerliche Reise erinnern“, sagte Barneföhr-Kölling.


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