Fussball-Oberliga SV Atlas Delmenhorst tritt beim VfV Hildesheim an

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Würde seiner Mannschaft um Jannik Vollmer (links) gerne auch an diesem Sonntag den Weg zum Sieg weisen: Daniel von Seggern, Interimstrainer des SV Atlas Delmenhorst. Der Fußball-Oberligist gastiert zum letzten Spiel vor der Winterpause beim VfV Hildesheim. Foto: Rolf TobisWürde seiner Mannschaft um Jannik Vollmer (links) gerne auch an diesem Sonntag den Weg zum Sieg weisen: Daniel von Seggern, Interimstrainer des SV Atlas Delmenhorst. Der Fußball-Oberligist gastiert zum letzten Spiel vor der Winterpause beim VfV Hildesheim. Foto: Rolf Tobis

Delmenhorst. Letztes Punktspiel im Jahr 2018: Die Oberliga-Fußballer des SV Atlas Delmenhorst treten an diesem Sonntag beim VfV Hildesheim an.

90 Minuten plus, vermutlich, etwas Nachspielzeit noch – dann ist für die Oberliga-Fußballer des SV Atlas Delmenhorst das Punktspielpflichtprogramm des Jahres 2018 beendet. Sie verabschieden sich an diesem Sonntag im Friedrich-Ebert-Stadion (An der Pottkuhle) in Hildesheim in die Winterpause. Dort treffen die Delmenhorster zuvor, ab 14 Uhr, auf die Mannschaft des gastgebenden VfV.

Daniel von Seggern lobt Engagement der Spieler

Die Partie soll die letzte sein, in der das Interimstrainer-Trio Daniel von Seggern (Coach des Kreisligateams), Benno Urbainski (Manager) und Bastian Fuhrken (2. Vorsitzender und Leiter Leistungsfußball) die sportlichen Geschicke der Oberliga-Mannschaft des SV Atlas leitet. Die Drei hatten diese Aufgabe vor etwas mehr als zwei Wochen nach der Trennung von Jürgen Hahn übernommen. Sie holten mit der Mannschaft in den Partien beim Heeslinger SC (1:1) und gegen den FC Hagen/Uthlede (2:0) drei Punkte. Daniel von Seggern zieht schon vor dem Gastspiel beim Regionalliga-Absteiger Hildesheim eine positive Bilanz. „Es gibt schönere Situationen, aber das muss man im Sport auch trennen können“, erzählt der 33-Jährige. „Ich habe das vor allem für die Mannschaft, in der ich ja noch viele Spieler sehr gut kenne, aber auch für den Verein gemacht.“ Von Seggern kam 2013 zum damaligen Kreisligisten SVA und war der Kapitän des Teams, das nach der Saison 2016/17 als Landesliga-Meister den Aufstieg in die Oberliga feierte. Er wechselte danach in die Zweite, seit Beginn der laufenden Spielzeit 2018/19 ist er deren Coach. „Es hat Spaß gemacht“, sagt von Seggern dann über die zeitlich befristete Arbeit in der sportlichen (Mit-)Verantwortung für den Fünftligisten. „Mit den Spielern, die im Sommer dazu gekommen sind, verstehe ich mich ebenfalls super“, erklärt er und lobt: „Das Engagement der Mannschaft ist aller Ehren wert.“ Und so sei seine Zufriedenheit auch unabhängig vom Ausgang der Partie in Hildesheim, denn „wir sind voll im Soll“.

Von Seggern würde seiner Interimstrainerzeit und dem ersten Saisonteil in Hildesheim aber natürlich trotzdem nur allzu gern das Sahnehäubchen aufsetzen. „Ein Dreier wäre top“, bestätigt er. Ein Sieg hätte außerdem größere Wirkung als nur die Vergrößerung des Vorsprungs zum gastgebenden Tabellenneunten auf neun Zähler. „Das letzte Spiel vor der Winterpause zu gewinnen, ist wichtig, denn dann gehst du zufrieden in die spielfreie Zeit.“ Die ist für Atlas, das als Vierter zum VfV reist, genau zwei Monate und drei Wochen lang. Am Sonntag, 24. Februar, sollen die Delmenhorster bei Eintracht Northeim zum ersten Mal im zweiten Teil der Saison um Punkte kämpfen.

VfV Hildesheim will sich für Hinspielniederlage revanchieren

Die Hildesheimer haben sich allerdings das selbe Ziel gesetzt. Sie begründen das aber etwas anders. Zunächst, heißt es auf der Internetseite des Vereins, ginge es am Sonntag darum, die dürftige Leistung und die 0:2-Niederlage vom Vorwochenende beim Tabellen-13. Heeslinger SC vergessen zu machen. Zudem müssten Punkte her, um nicht „in Liga fünf noch in Gefahr zu geraten“. Zu guter Letzt soll Revanche für die 1:3-Hinspielniederlage in Delmenhorst genommen werden.

Der VfV hat übrigens bereits die erste Verstärkung für die verbleibenden zwölf Spiele nach der Pause vermeldet. Der defensive Mittelfeldspieler Yannik Schulze, der vor dem Saisonstart zum Drittligisten SV Babelsberg gewechselt war, kehrt nach Hildesheim zurück.

Delmenhorst hofft auf Einsatz von Musa Karli

Die Hildesheimer Vorhaben sind natürlich auch den Atlas-Verantwortlichen bekannt. „Wir wissen, was uns erwartet“, sagt von Seggern: „Wir werden unsere Spieler intensiv darauf vorbereiten.“ Dass Spielmacher Musa Karli an der Umsetzung dieser Vorgaben mitwirken kann, scheint gut möglich. Er war am vergangenen Sonntag angeschlagen vom Platz gegangen. Von Seggern lobt die gute Arbeit der Physiotherapeuten seines Clubs, die dafür sorgten, dass Karli am Donnerstag ins Training zurückgekehrt ist. „Die Tendenz geht dahin, dass er spielen kann“, sagt der SVA-Trainer mit Blick auf Sonntag. Ob der nach seiner fünften Gelben Karte gesperrte Marlo Siech, mit bisher 1511 Einsatzminuten nach Torwart Florian Urbainksi (1530) und knapp vor Karli (1510) Zweiter der Rangliste der „SVA-Dauerspieler“, der einzige Akteur aus dem Atlas-Kader ist, der in Hildesheim nicht auflaufen kann, vermag von Seggern nicht zu sagen. „In den vergangenen Wochen ist immer wieder jemand kurzfristig krank geworden“, erklärt er seine Zurückhaltung. Kopfzerbrechen bereitet ihm das nicht. „Der Kader ist groß genug“, sagt er. „Alle haben sich so vorbereitet, dass sie spielen können. Und alle kriegen das Vertrauen.“


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