Handball-Oberliga HSG Delmenhorst hat Respekt vor dem VfL Edewecht

Von Klaus Erdmann

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Jörg Rademacher warnt seine Handballer der HSG Delmenhorst vor dem formschwachen Vizemeister VfL Edewecht. Foto: Rolf TobisJörg Rademacher warnt seine Handballer der HSG Delmenhorst vor dem formschwachen Vizemeister VfL Edewecht. Foto: Rolf Tobis

Delmenhorst. Die Oberliga-Handballer der HSG Delmenhorst empfangen den seit fünf Spielen sieglosen Vizemeister am Samstag in der Halle am Stadion. Nach 6:0 Punkten in Serie wollen die Gastgeber ihre Erfolgskette verlängern.

Jörg Rademacher denkt gar nicht daran, der Tabelle der Handball-Oberliga Nordsee im Rahmen der Vorbereitung auf das nächste Punktspiel breiten Raum zu gewähren. „Edewecht darf man nicht nach der Tabellensituation beurteilen“, erklärt der Cheftrainer der Handballer der HSG Delmenhorst vor dem Treffen mit dem VfL, das am Samstag um 19.15 Uhr in der Halle am Stadion beginnt. Dass der Gast, immerhin amtierender Vizemeister, nach fünf sieglosen Spielen auf Platz zehn abgerutscht ist, ignoriert der Coach: „Ich bewerte die Edewechter so, als wären sie Vierter.“

Die HSG schlug die umgekehrte Richtung ein und arbeitete sich mit drei Siegen in Folge auf die siebte Position vor. „Die Verletzten sind wieder zurück und die Trainingsbeteiligung ist rasant angestiegen“, freut sich Rademacher. Endlich könne man wieder „sechs gegen sechs“ spielen. Das sei seit Mai erstmals wieder möglich.

Vizemeister Edewecht schwächelt

Es sei wichtig, so Rademacher, auf dem Boden zu bleiben. Er lobt Edewecht und verweist insbesondere auf den gefährlichen Rückraum. Die Negativserie des VfL überrasche ihn, aber man müsse berücksichtigen, dass knappe Ergebnisse dabei waren. Und: „Der Gegner hatte einige Verletzte.“ Unter anderem fehlte Kapitän Sven Ahlers, der mit einem gebrochenen Finger ausfiel. Rademacher: „Die Liga ist stark und wenn du ein, zwei Niederlagen kassierst, wirst du schnell unsicher.“ Die negativen Ergebnisse des Gegners, der über einige Spieler mit Drittliga-Erfahrung verfügt, seien für die HSG gefährlich.

Schanthöfer für zwei Spiele gesperrt

Aber: Neben dem Punktekonto ist auch das Selbstvertrauen der Spieler der HSG gewachsen. Ihr Trainer wirft einen Blick zurück: „Abwehr und Torhüter haben ihre Sache gut gemacht. Im Angriff müssen wir konzentriert und geduldig spielen.“ Das sei zuletzt bei der SG Achim/Baden (26:21) und in Bremervörde (30:26) gut gelungen. Der 32:28-Heimsieg über die HSG Barnstorf/Diepholz, den Delmenhorst vor drei Wochen errang, komplettiert die kleine Siegesserie. Eine Erfolgskette, die die HSG heute gegen Edewecht natürlich verlängern will.

Niclas Schanthöfer, der vor einer Woche erstmals nach längerer Pause wieder mitwirkte, wurde nach der Disqualifikation (mit Bericht) in Bremervörde für zwei Spiele gesperrt. Ob Torwart Deni Prvonozac, der in Bremervörde einen Ball aufs Auge bekam (Rademacher: „Über diesen Wurf bin ich immer noch sauer“), dabei ist, stand noch nicht fest. „Die Mannschaft hat eine starke Kulisse verdient. Es ist wichtig, dass die Zuschauer uns pushen, denn ich glaube, dass es eine enge Kiste wird“, sagt Jörg Rademacher vor dem Spiel gegen den VfL Edewecht, dessen Negativserie für ihn keine Rolle spielt.


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