Fussball-Kreisliga Spitzenmannschaften feiern Siege

Von Andreas Bahlmann

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Die Kreisliga-Fußballer des TSV Großenkneten und des Ahlhorner SV haben am Freitagabend Siege gefeiert. Foto: Rolf TobisDie Kreisliga-Fußballer des TSV Großenkneten und des Ahlhorner SV haben am Freitagabend Siege gefeiert. Foto: Rolf Tobis

Delmenhorst. Der TSV Großenkneten hat am Freitagabend einen etwas glücklichen 2:1-Heimsieg über RW Hürriyet Delmenhorst gefeiert und ist mindestens bis Sonntag Spitzenreiter der Fußball-Kreisliga. Der Tabellendritte, der Ahlhorner SV, gewann beim TV Jahn Delmenhorst mit 3:1.

Zum Auftakt des 17. Spieltags 2018/19 in der Fußball-Kreisliga wurden am Freitagabend nur zwei der vier angesetzten Spiele ausgetragen, beziehungsweise beendet. Die Partie des TV Falkenburg gegen den SV Atlas Delmenhorst II wurde abgesetzt. In Munderloh fiel wenige Minuten vor der Halbzeitpause wegen eines Kurzschlusses das Flutlicht aus. Mehrere Versuche, es wieder einzuschalten, scheiterten. Daraufhin brach Schiedsrichter Michael Koch die Partie zwischen dem gastgebenden TVM und dem SV Achternmeer ab. Die Verantwortlichen der beiden Mannschaften einigten sich auf eine Neuansetzung der Begegnung, ein Termin steht aber noch nicht fest.

Aufgrund der „verletzungs- und krankheitsbedingten personellen Extremsituation“ sah der Falkenburger Trainer Georg Zimmermann keine andere Möglichkeit, als die Atlas-Verantwortlichen um eine Verlegung zu bitten: „Mir fehlen mindestens zwölf Leute. Das ließ sich bei uns auch nicht mehr mit Aushilfen aus unserer Zweiten und Dritten kompensieren. Wir haben uns mit Atlas darauf geeinigt, einen geeigneten Ausweichtermin zu suchen, um das Spiel nachzuholen. Sollte das nicht möglich sein, wird das Spiel mit 0:5 gegen uns gewertet“, erklärte er. Atlas möchte die drei Punkte aber auf sportlichem Weg und nicht am grünen Tisch einfahren. „Die Falkenburger haben uns einen Termin vorgeschlagen, dem wir leider nicht zustimmen können. Also wir das Spiel wohl erst im nächsten Jahr stattfinden“, sagte SVA-Vorstandsmitglied Bastian Fuhrken.

TSV Großenkneten - RW Hürriyet Delmenhorst 2:1. Nur acht Spieler aus der ersten Mannschaft standen Hürriyet-Trainer Deniz Ekici zur Verfügung, deshalb baute er auf die tatkräftige Mithilfe aus der „Zweiten“. Und er war zufrieden mit dem mutigen Auftritt seiner Notelf. „Wir haben leider die Tore nicht gemacht, aber die Einstellung, der Wille und die Ruhe waren da“, sagte er und verteilte ein Sonderlob an seinen Ersatztorwart: „Vahid Fidai hat einen tollen Job gemacht.“ Hürriyet machte dem TSV das Siegen schwer. Die Delmenhorster störten den Spielaufbau der Gastgeber durch frühes Anlaufen in deren Hälfte. Vor allem Milot Ukaj sorgte mit seinen Aktionen immer wieder für Unruhe in der gegnerischen Abwehr. „Das hat Milot richtig gut gemacht, der war einfach nicht in den Griff zu kriegen“, lobte sogar TSV-Trainer Kai Pankow den RWH-Stürmer. Kurz vor der Pause brachte ein strittiger Elfmeter Großenkneten das 1:0. Yaser Coban hatte im Strafraum mit einer Grätsche gegen Sven Peters geklärt, den dabei jedoch auch zu Fall gebracht. André Reimann ließ sich die Chance nicht entgehen (43.). Nach der Pause knüpfte die Hürriyet-Elf an ihre starke Leistung an, aber es fehlte die Effektivität vor dem Tor. Das war das Plus der Großenkneter. Mattis Asche war nach einer Unaufmerksamkeit der Gäste zur Stelle und erhöhte auf 2:0 (70.). Hürriyet gab sich nicht geschlagen. Milot Ukaj verwandelte sieben Minuten später einen an Enes Ali Külünk verschuldeten Foulelfmeter zum 2:1. In der leidenschaftlich umkämpften Schlussphase sah TSV-Innenverteidiger Colin Deepe wegen wiederholten Foulspiels die gelb-rote Karte (90.). Unmittelbar nach dem darauffolgenden Freistoß wurde Ukaj im Strafraum gefoult. Großenkneten hatte Glück, denn der Elfmeterpfiff ertönte nicht. So blieb es beim 2:1 für den TSV. „Die Elfmeterentscheidungen waren etwas auf unserer Seite. Wir hätten uns auch über einen Pfiff kurz vor Spielende nicht beschweren dürfen. Aufgrund dieser Szene war es ein glücklicher Sieg“, räumte Pankow nach dem Spiel ein.

TV Jahn Delmenhorst - Ahlhorner SV 1:3. Die Ahlhorner entschieden die Partie schon vor der Pause. „Wir blicken nur auf die erste Halbzeit, die war traumhaft. Alles andere vergessen wir lieber. Hauptsache drei Punkte“, sagte ASV-Trainer Servet Zeyrek zum Auftritt seiner Mannschaft. Die setzte die Delmenhorster bereits an der Strafraumgrenze mit hohem Pressing unter Druck, ließ die Gastgeber so nicht ins Spiel kommen. Nach einer Balleroberung steckte Hayri Sevimli den Ball auf Bassal Ibrahim durch: 1:0 (4.). Hayri Sevimli erzielte mit einem schönen Drehschuss in den Winkel das 2:0 (31.), ehe Volkan Cabuk in der 44. Minute nach einer sehenswerten Kombination für das 3:0 sorgte. „Die Ahlhorner haben eine überragende individuelle Klasse, und sie waren gnadenlos effektiv. Das war richtig gut. Wir sind einfach nicht an den Ball gekommen“, beschrieb Jahn-Trainer Arend Arends das Spielgeschehen vor der Pause. Mit der komfortablen Führung im Rücken schaltete der ASV in der zweiten Halbzeit komplett auf Ergebnisverwaltung um und setzte kaum noch offensive Akzente. Der TV Jahn, der nie aufsteckte, kam nach schöner Vorarbeit von Timo-André Höfken durch Timo Füller zum 1:3 (60.). Dass die Gäste drei Punkte mitnahmen, verdankten sie dann ihrem starken Torwart Frank Gerdes, der mit einigen guten Paraden weitere Gegentore verhinderte.


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