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Handball-Oberliga Hude/Falkenburg im Training schon im Wettkampfmodus

Von Richard Schmid und Heinz Quahs

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Mit Tempo an der Gegenspielerin vorbei: Sakia Saß (links) setzte sich im Pokalspiel so gegen Neerstedts Kirsten Kurok durch. Foto: R. TobisMit Tempo an der Gegenspielerin vorbei: Sakia Saß (links) setzte sich im Pokalspiel so gegen Neerstedts Kirsten Kurok durch. Foto: R. Tobis

Neerstedt. Die HSG Hude/Falkenburg nimmt die Vorbereitung auf das Auswärtsspiel in der Handball-Oberliga beim TV Neerstedt ernst. Mit einer Videoanalyse bereiteten sich die Huder Trainer gestern Abend auf den Aufsteiger vor. Viele Spielerinnen kennen sich unterdessen bestens – weil sie gemeinsam Beachhandball spielen.

Auf der einen Seite das langjährige Oberliga-Spitzenteam mit reichlich Dritt- und Zweitliga-Erfahrung im Kader. Auf der anderen Seite der Aufsteiger, der als Vorletzter fast wie erwartet im Tabellenkeller steckt. Wenn die HSG Hude/Falkenburg (5.) und der TV Neerstedt (13.) am Freitagabend (20.30 Uhr, Halle am Sportplatz) in der Handball-Oberliga beim TVN aufeinander treffen, scheinen die Rollen klar verteilt. Oder?

Denkste! Denn Hudes Trainer Dean Schmidt stapelt trotz der Konstellationen und eines klaren Sieges in der ersten Pokalrunde beim TVN (20:12) tief. „Neerstedt wird voll motiviert in das Spiel gehen und versuchen, für eine kleine Sensation zu sorgen. Ein Derby hat schon einen ganz besonderen Charakter. Da müssen wir entsprechend gegenhalten“, sagt der HSG-Coach.

Aus Teamkolleginnen werden Gegenspielerinnen

Schmidt nahm dafür aber sehr zufrieden zur Kenntnis, dass sein Kader das Dienstagstraining engagiert und motiviert angegangen war. Denn seine Spielerinnen präsentierten sich schon fast im Wettkampfmodus – was möglicherweise auch daran gelegen haben mag, dass sie viele Gegnerinnen bestens kennen, weil sie zusammen bei den Sandmöpsen Neerstedt erfolgreich Beachhandball spielen. „Der Biss bei den Spielerinnen ist da“, sagt Schmidt über das Training. „Da wurde schon mal lautstark geschimpft, wenn es bei den jeweiligen Trainingseinheiten mal nicht so geklappt hat“, berichtet der Huder Trainer.

Schmidt, der gestern zusammen mit seiner Co-Trainerin Birgit Deeben den heutigen Gegner in einer ausführlichen Videoanalyse studierte, kann am Freitagabend nahezu auf seinen vollständigen Kader zurückgreifen. Neben den weiterhin aus Verletzungsgründen fehlenden Lisa Busse und Kristin Schulze wird lediglich Susan Schnitter aufgrund von Achillessehnenproblemen nicht auflaufen können.

Vorteil HSG Hude/Falkenburg: Jessica Galle (am Ball) setzte sich im Pokalspiel gegen Neerstedts Anne Schmidt durch. Foto: Rolf Tobis

Beim TV Neerstedt freut man sich derweil auf den Liga-Rivalen. „Wir können befreit ausspielen, denn eigentlich erwartet von uns keiner einen Sieg“, sagt Trainer Michael Kolpack. „Ich hoffe, dass die Mannschaft unsere Vorgaben umsetzt und schon so weit ist, dass sie auch gegen eine gestandene Mannschaft wie die HSG Hude/Falkenburg über 60 Minuten mithalten kann.“

Neerstedt möchte das Spiel so angehen: mit einer bissigen Abwehr und einem konzentriert vorgetragenem Angriff über die gesamte Breite des Spielfeldes. „Wir müssen schnell zu unserem Spiel finden und die Chancen konsequent nutzen“, sagt Coach Kolpack. Ihm fehlen nur Anne Schmidt und die zuletzt starke Kreisläuferin Lisa Rangnick.


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