Fußball-Bezirksliga Pundsacks Glanztat rettet Sieg für VfL Wildeshausen

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Matchwinner: Wildeshausens Kevin Kari traf per herrlichem Dropkick. Foto: Daniel NiebuhrMatchwinner: Wildeshausens Kevin Kari traf per herrlichem Dropkick. Foto: Daniel Niebuhr

Wildeshausen. Der VfL Wildeshausen schlägt den SV Baris Delmenhorst in der Fußball-Bezirksliga dank Kevin Karis Traumtor mit 1:0.

Als Schiedsrichter Theodor Potiyenko ein am Ende spannendes Fußball-Spiel am Mittwochnachmittag um 15.49 Uhr abgepfiffen hatte, kannte Kevin Kari nur einen Weg – den Weg zu Sebastian Pundsack. Der ausgewechselte Flügelstürmer des VfL Wildeshausen flitzte nach dem Bezirksliga-Spiel gegen den SV Baris in den Fünf-Meter-Raum, wo Torwart Pundsack erleichtert beide Fäuste ballte. Denn der Kapitän hatte mit einer glänzenden Parade in der Nachspielzeit einen Kopfball von Tayfun Kurt noch an die Latte gelenkt.

Direkt danach war Schluss und nicht nur Kari fragte: „Wie hast du den Ball denn gehalten?“ „Ich stand einfach richtig“, lächelte Pundsack nach dem Abpfiff und freute sich wie seine Mannschaftskollegen über das knappe 1:0 (0:0) über gute Delmenhorster, mit dem die Krandel-Kicker als Zweiter dem Spitzenreiter TuS Obenstrohe auf den Fersen bleiben. Am Sonntag (14 Uhr) kommt es dann zum Gipfeltreffen der beiden Spitzenmannschaften in Wildeshausen.

„Zu zögerlich, zu schläfrig“

Daran wollte VfL-Trainer Marcel Bragula nach dem Abpfiff aber noch nicht denken. Vielmehr wurmte es den Coach, dass seine Elf nach einer guten ersten Halbzeit am Ende überhaupt noch um den Sieg zittern muste. „Wir hätten nach einer halben Stunde den Sack schon zumachen müssen“, stöhnte Bragula angesichts von einem halben Dutzend Chancen im ersten Durchgang. „Aber insgesamt war mir unser Spiel mit dem Ball viel zu zögerlich, zu schläfrig. Das war gerade noch ausreichend.“

Dass Wildeshausen die drei Zähler dennoch im Krandel behielt, lag an der Abwehrleistung der Platzherren. Denn Baris, lange die Tormaschinerie der Liga, erzielte zum ersten Mal seit dem 15. April (damals 0:4 beim TSV Abbehausen) kein Tor. Marcel Bragula fand die Defensivleistung gar „exzellent“.

Baris-Trainer Caki vermisst das Glück im Torabschluss

Sein Trainerkollege Önder Caki war nach Schlusspfiff ebenfalls nicht völlig unzufrieden und sah trotz der vierten Niederlage in Folge „eine deutliche Steigerung. Wir haben ein Zeichen gesetzt. Wir haben endlich wieder Fußball gespielt.“ Das galt vor allem für die letzten 60 Minuten, in der Baris die Begegnung ausgeglichenen gestaltete. „Uns hat im Abschluss einfach das Quentschen Glück gefehlt“, fand Caki.

Vor 200 Zuschauern nahm das Spiel nach einer Viertelstunde Fahrt auf. Wildeshausen entfachte 15 Minuten lang einen wahren Sturmlauf. Die Delmenhorster Fünferkette musste Schwerstarbeit verrichten, hielt dem Druck der Gastgeber aber dennoch nur bis Minute 25 stand. Dann jagte Kevin Kari eine Hereingabe von Sascha Görke von links mit seinem schwächeren rechten Fuß per 15-Meter-Dropkick in den Winkel – ein herrlicher Treffer.

VfL Wildeshausen zu schlampig im Abschluss

Weil Wildeshausen aber weitere gute bis sehr gute Möglichkeiten durch Sebastian Bröcker (19./22.), Hauke Glück (20.), Robin Ramke (27.) und Rene Tramitzke (28.) liegen ließ, blieb Baris weiter im Spiel. Torben Schütte hätte per verunglücktem Kopfball fast ein Eigentor produziert (40.), Mert Caki jagte eine sehr gute Chance an das Außennetz (47.).

Spätestens ab Mitte der zweiten Halbzeit drängte Baris angetrieben von den starken Mittelfeldstrategen Caki und Cuma Caliskan die Gastgeber hinten rein. Weil Wildeshausen zum einen bei einem 3:1-Konter über Maximilian Seidel, Bröcker und Michael Eberle die Entscheidung verpasste (80.) und gleichzeitig in der Vorwärtsbewegung die Bälle leichtfertig verspielte, schwante Bragula Böses. „Wir lassen Baris am Leben“, schimpfte er. Und das hätte sich fast noch gerächt. Doch Pundsack hielt Kurts Kopfball überragend – und Wildeshausen jubelte.


Wildeshausen: Pundsack - Glück, Krumland, Schütte, Schneider - Kupka, Görke - Ramke (63. Seidel), Bröcker (85. Kant, K. Kari (70. Eberle) - Tramitzke.

Baris: Karakaya - Pelman (70. Yalcin), Id, Schumacher, Kurt, Tunc - M. Caki, Caliskan, Özutemiz (90. Heyl), Blümel - Isik.

Tor: 1:0 K. Kari (25.).

Schiedsrichter: Theodor Potiyenko (FC Hude).

Zuschauer: 200.

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