Fußball-Bezirkspokal FC Hude cleverer als der SV Tur Abdin Delmenhorst

Von Klaus Erdmann

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In die Zange genommen: Die Huder Nils Sandau (links) und Andy Brinkmann (rechts) stoppen den Abdiner Joseph Kaya etwas unsanft. Foto: Rolf TobisIn die Zange genommen: Die Huder Nils Sandau (links) und Andy Brinkmann (rechts) stoppen den Abdiner Joseph Kaya etwas unsanft. Foto: Rolf Tobis

Delmenhorst. Die Fußballer des Bezirksliga-Aufsteigers FC Hude setzen sich beim SV Tur Abdin mit 3:0 durch. Mohamed Alawie, Ole Schöneboom und Andy Brinkmann per Elfmeter treffen für den Gast. Die Delmenhorster Offensivkräfte bleiben blass.

„Es ist schön, wenn du gewinnst, aber es ist noch schöner, wenn du auch guten Fußball spielst“, hat Lars Möhlenbrock am Sonntagnachmittag auf einem Nebenplatz des Stadions gesagt. Nun, gemessen an seinen Worten, hatte der Trainer des FC Hude, selbstbewusster Aufsteiger in die Fußball-Bezirksliga, doppelten Grund zur Freude: Zum einen behauptete sich seine Mannschaft beim SV Tur Abdin mit 3:0 (1:0) und andererseits zeigte sie in diesem Nachbarschaftsderby über weite Phasen guten Fußball. Der FCH übernahm von Anfang an das Kommando, erarbeitete sich ein Chancen-Plus und ging cleverer zu Werke als der Gastgeber, der im Offensivbereich blass blieb.

Das erste Ausrufezeichen setzte Hudes Torben Liebsch, der in der 13. Minute mit einem Distanzschuss am glänzend reagierenden Jens Dekarski scheiterte. Nur eine Minute später gelang Mohamed Alawie das sehenswerte Huder 1:0. Einen Eckball von Ole Schöneboom verwandelte er per Direktabnahme. Man merkte den Hudern an, dass sie sich einiges vorgenommen hatten. Sie wirkten konzentriert und präsentierten sich zielstrebiger als der oft zu umständlich agierende SV Tur Abdin, der sich im Aufbau viele Fehler erlaubte. Liebsch stand vor dem zweiten Tor, doch Dekarski verhinderte dieses mit einer Fußabwehr (18.). Die erste echte Gelegenheit bot sich Tur Abdin nach einer halben Stunde. Ali Hazimeh verfehlte mit einem 20-Meter-Schuss das Ziel.

Rangeleien nach Schlusspfiff

In der zweiten Halbzeit hütete Daniel Sen anstelle von Dekarski das Tor der Delmenhorster. „Jens ist im Gesicht getroffen worden. Ich glaube, er hat eine Gehirnerschütterung“, informierte Tur Abdins Coach Christian Kaya nach dem Schlusspfiff.

Nur sechs Minuten nach dem Wiederanpfiff sorgte Schöneboom mit einem abgefälschten Distanzschuss für Hudes 2:0 und damit für die Vorentscheidung. Das 3:0 resultierte aus einem Strafstoß, den Andy Brinkmann in der 57. Minute nach angeblichem Vergehen an Nils Sandau verwandelte. Eine umstrittene Entscheidung von Schiedsrichter Pascal Gebken. Auf der anderen Seite hätte der Unparteiische nach einem Zweikamp, in dessen Verlauf Hudes Maik Spohler seinen Kontrahenten Manuel Celik zu Fall brachte, einen Elfmeter geben müssen (62.).

Mit zunehmender Dauer ging es hitziger zur Sache, die Spieler verspürten erhöhten Diskussionsbedarf. Auch nach dem Abpfiff vermochten sich einige Hauptdarsteller nicht zu beruhigen. Kleinere Rudelbildungen lösten sich jedoch schnell auf.

„Hudes Sieg ist völlig verdient, auch in der Höhe“, meinte Abdins Trainer Kaya. „Wir haben nie richtig Zugriff bekommen und konnten unsere Stärken auf dem Nebenplatz nicht ausspielen. Unser Kurzpassspiel kam nicht zur Geltung. Wir hatten nur wenige Chancen.“ Kayas Kollege Möhlenbrock stellte zufrieden fest: „Unsere Mannschaft entwickelt sich immer besser. Unser Ziel war es, früh zu stören. Die Spieler haben die Vorgaben gut umgesetzt.“


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