Fußball-Kreisliga Bittere Pleiten für Delmenhorster Kreisligisten

Von Andreas Bahlmann

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Zweikamp an der Seitenlinie: Wardenburgs Rene  Jürgens (links) zieht am Hasberger Jonas Müller vorbei – beobachtet von TuS-Trainer Andreas Lersch. Foto: Rolf TobisZweikamp an der Seitenlinie: Wardenburgs Rene Jürgens (links) zieht am Hasberger Jonas Müller vorbei – beobachtet von TuS-Trainer Andreas Lersch. Foto: Rolf Tobis

Delmenhorst. In der Fußball-Kreisliga marschieren die Verfolger von Tabellenführer TuS Heidkrug im Gleichschritt. In den Sonntagsspielen bleibt ein Delmenhorster Trio glücklos. Der TuS Hasbergen kassiert die höchste Heimpleite seit neun Jahren.

Nachdem Spitzenreiter TuS Heidkrug am Freitag vorgelegt hatte, haben auch die Verfolger in der Fußball-Kreisliga ihre Pflicht getan. Dabei hatten Ahlhorn und Großenkneten mit Delmenhorster Gegnern aus dem Tabellenkeller mehr Mühe als erwartet.

SV Atlas Delmenhorst II - FC Huntlosen 6:1. Der Kombinationsfußball der Delmenhorster war so gut anzuschauen, dass selbst der Huntloser Trainer Maik Seeger einräumte, dass es ihm in der fairen Partie „phasenweise einfach Spaß gemacht“ hatte, „Atlas zuzuschauen“. Unter der Regie von Dominik Entelmann und Patrick Degen, der Spielpraxis für die Rückkehr in den SVA-Oberligakader sammelte, war Atlas über weite Strecken der Partie klar überlegen. Entelmann (8.) und Dennis Metzing (12.) brachten das Team schnell mit 2:0 nach vorn, ehe der Huntloser Dennis Jielg einen Fehler in der Delmenhorster Abwehr nutzte (18.). Emiljano Mjeschtri (20., 86.), Degen (36.) und Patrick Klenke (79., Elfmeter nach Foul an Duc-Hieu Ngyuen) erzielten dann die weiteren Tore der Delmenhorster, deren Torwart Marvin Schmidt nach FCH-Kontern mehrfach gut reagierte. „Vorne spielerisch meistens top, hinten leider manchmal flop“, sagte SVA-Co-Trainer Rouven Heidemann über die Leistung seiner Mannschaft.

Ahlhorner SV - RW Hürriyet Delmenhorst 1:0. RWH-Trainer Deniz Ekici hatte seine Mannschaft gut auf die Ahlhorner eingestellt. Sie stand tief und sehr sicher in der Defensive. Bis auf einmal. Der Ahlhoner Volkan Cabuk eroberte den Ball und erwischte Hürriyet-Torwart Dennis Rülling auf dem falschen Fuß: 1:0 (75.). In der Schlussphase rettete ASV-Keeper Frank Gerdes dem Gastgeber mit starken Paraden gegen Cenan Coskun (Freistoß) und Berat Uyar den Sieg. Ekici bedauerte die aus seiner Sicht unverdiente Niederlage: „Es war nicht unser Tag. Ein katastrophaler Abwehrfehler auf unserer Seite und ein starker Torwart beim Gegner haben das Spiel entschieden.“ Ahlhorns Trainer Servet Zeyrek war mit dem Auftritt seiner Mannschaft nicht einverstanden. „Das einzig Erfreuliche sind die drei Punkte“, sagte er: „Viel zu viele Alleingänge und viel zu wenig Teamgeist.“

Harpstedter TB - TSV Ganderkesee 3:2. Die Ganderkeseer hatten den Vizemeister lange Zeit gut im Griff und führten durch Dennis Hasselberg (20.). In der Nachspielzeit der ersten Hälfte holte Jonas Pleus für Harpstedt einen Foulelfmeter heraus, den er selbst verwandelte. „Das hat uns in die Karten gespielt“, sagte Harpstedts Trainer Jörg Peuker, der nach der Pause mit Niklas Fortmann einen zweiten Stürmer brachte – und so den Sieg einwechselte. Fünf Minuten nach Wiederanpfiff traf Fortmann zum 2:1, in der 70. Minute zum 3:1. Das zweite Ganderkeseer Tor durch Sascha Reepel fiel erst in der Nachspielzeit und damit zu spät. TSV-Trainer Stephan Schüttel war dennoch ganz zufrieden mit der Leistung seiner Mannschaft: „Es war mehr drin. Aber es war ein gutes Spiel von uns.“

TuS Hasbergen - VfR Wardenburg 0:6. Es war die dritte Niederlage in Folge für Hasbergen und die höchste Heimpleite seit einem 1:9 gegen den VfL Wildeshausen vor mehr als neun Jahren. Frerk Schreiber (30.), Lennart Schönfisch (34.), Tim Conrig (70./86.), Finn Albertzarth (79.) und Carsten Feist (90.) erzielten die Tore für die Wardenburger, die an Hasbergen vorbei auf Rang sechs sprangen. „Wenn man 0:6 verliert, dann hat man auch zu Recht verloren. Wardenburg hat das einfach clever gemacht und einen sehr guten Auftritt hingelegt“, sagte Hasbergens Trainer Andreas Lersch. VfR-Trainer Sören Heeren schwärmte: „Wir waren richtig gut und haben uns auch den Frust von der Seele geschossen nach der Niederlage am letzten Wochenende.“

Delmenhorster TB - TSV Großenkneten 1:2. Der DTB war ganz dicht dran an einer großen Überraschung. Der Tabellenletzte glich den frühen Rückstand, für den Finn Meyer in der fünften Minute gesorgt hatte, durch Mert Korkmaz in der 17. Minute aus. Ersatztorwart Sönke Bleydorn rettete die hoch favorisierten Gäste danach mehrfach vor einem Rückstand. Doch dann leistete sich der Delmenhorster Thomas Krzechki in der 78. Minute ein Foul im Strafraum, Andre Reimann verwandelte den Strafstoß zum Siegtor. „Wir waren besser und hätten eigentlich mit vier oder fünf Toren gewinnen müssen“, sagte DTB-Trainer André Tiedemann. Großenknetens Coach Kai Pankow pflichtete bei: „Das war ein äußerst glücklicher Sieg.“


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