Fußball-Oberliga Atlas Delmenhorst gegen Gifhorn teilweise desolat

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Unter Druck: Tom Schmidt (vorne) wird vom Gifhorner Azad Karamac bedrängt. Foto: Rolf TobisUnter Druck: Tom Schmidt (vorne) wird vom Gifhorner Azad Karamac bedrängt. Foto: Rolf Tobis

Delmenhorst Katastrophale erste Hälfte, etwas bessere zweite Halbzeit - und am Ende eine hochverdiente Niederlage: Die Oberliga-Fußballer des SV Atlas Delmenhorst haben ihr Heimspiel gegen den MTV Gifhorn mit 1:3 (0:2) verloren.

„Es war unglaublich, was wir für eine hohe Fehlerquote hatten. Einige Spieler standen völlig neben der Spur“, schüttelte Trainer Jürgen Hahn nach dem Abpfiff nur mit dem Kopf.

Vor allem in der ersten Halbzeit hatten die Blau-Gelben kein Oberliga-Format. Haarsträubende Abwehrfehler, technische Unzulänglichkeiten im Mittelfeld und harmlose Offensivaktionen sorgten vor enttäuschten 750 Zuschauern für einen lange Zeit völlig uninspiritern Auftritt der Delmenhorster.

Hahn entschuldigt sich bei den Fans

Gifhorn übertöpelte die SVA-Abwehr besonders in den Anfangsminuten. Mit einem einfachen langen Ball hebelte Gifhorn die Delmenhorster Viererkette aus, Rodi Celik stand völlig frei und bediente uneigennützig den mitlaufenden Gracjan Konieczy, der nur noch ins leere Tor einschieben brauchte (6.). Mitte der zweiten Halbzeit erhöhte der überragende Marvin Luczkiewicz auf 2:0, als er nach einem Celik-Schuss am zweiten Pfosten völlig freistand (27.).

Bei weiteren Möglchkeiten für Celik (3./37.) hätte Gifhorn zur Pause durchaus noch höher führen können. “Wir müssen uns bei den Zuschauern für unseren Auftritt in den ersten 45 Minuten entschuldigen“, schimpfte Hahn und merkte nach teilweise desolatem Zweikampfverhalten an: „Zur Pause hätte ich alle elf Spieler auswechseln können.“

Neuer Schwung durch Hein und Morikami

Die zweiten 45 Minuten begann Atlas trotzdem mit seiner Startformation, die zumindest etwas besser spielte - was angesichts des kastrophalen ersten Durchgangs auch nicht sonderlich schwer war. Etwas Schwung brachten die Einwechslungen von Thade Hein und Keisuke Morikami, die mehr Tempo und Torgefahr in das zuvor statische Offensivspiel brachten.

Aus dem Nichts kam Atlas plötzlich zum Anschluss. Der durchbrechende Marco Prießner wurde bei seinem Alleingang von Gifhorns Torwart Tobias Krull von den Beinen geholt. Den fälligen Foulelfmeter verwandelte Karlis Plendiskis sicher - 1:2 (63.).

Nach dem Anschluss sogar der Ausgleich möglich

 Atlas hatte danach tatsächlich sogar drei Mal den Ausgleich vor Augen. Einmal wurde ein hoher Ball vor der Linie geklärt (80.), dann besaß Musa Karli zwei Gelegenheiten (83., Latte/87.). 

Zur Wahrheit des Spiel gehörte aber auch: Verdient gewesen wäre der Ausgleich eher nicht. Denn die mit großen Personalsorgen angereisten Gifhorner waren teilweise bei Riesenchancen durch Marvin Luczkiewicz (49., Alleingang übers Tor/68., freistehend), Azad Karamac (55., Freistoß) und Celik (78.) dem dritten Tor näher als Atlas dem zweiten. 

Gifhorn spielstark und torgefährlich

Die Entscheidung fiel schließlich durch Konieczny, der nach einem von der SVA-Abwehr eigentlich schon geklärten Konter nach Flanke von Marvin Luczkiewicz zum 3:1 traf (89.). „Das war ein überzeugender Auftritt meiner Mannschaft“, jubelte Gifhorns Trainer Michael Spies. „Wir haben uns viele Chancen sehr gut rausgespielt.“


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