Tischtennis-Bezirksliga Das seltene Glücksgefühl des Delmenhorster TB

Von Andreas Giehl

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Steven Körner gewann mit dem Delmenhorster TB gegen Garrel-Beverbruch. Foto: Rolf TobisSteven Körner gewann mit dem Delmenhorster TB gegen Garrel-Beverbruch. Foto: Rolf Tobis

Delmenhorst. Tischtennis-Bezirksligist Delmenhorster TB feiert beim 9:6 gegen den TTV Garrel-Beverbruch den ersten Sieg des Jahres – und könnte zur neuen Nummer eins in der Stadt werden.

Neun Monate können eine Ewigkeit sein, wenn man so lange auf einen Sieg warten muss. Kein einziges Spiel hatten die Tischtennisspieler des Delmenhorster TB in diesem Jahr gewonnen, am Freitag war es aber endlich soweit. Nach hartem Kampf rang der Bezirksligist den Aufsteiger TTV Garrel-Beverbruch mit 9:6 nieder, der erste Erfolg im elften Versuch 2018.

Zu großen Träumen werden die beiden ersten Punkte der Saison den DTB nicht inspirieren, für ihn steht der nächste Abstiegskampf an, wie auch Urgestein Thorsten Sonntag weiß: „Wir sind von der Aufstellung und Stärke eigentlich eine Bezirksklassen-Mannschaft.“ Dorthin sind sie eigentlich im Sommer auch als Letzter wieder abgestiegen, über einen Nachrückerplatz blieben sie trotzdem drin – und hoffen auf bessere Zeiten.

„Freuen uns über jeden Sieg“

Vielleicht nicht einmal unberechtigt, denn die Bezirksliga hat zuletzt stark an Qualität verloren. Das läge daran, so Sonntag, dass die Vereine keine Auffrischung aus der Jugend mehr bekämen. Fast alle Gegner müssen mit Ersatzspielern auslaufen, der Saisonverlauf ist schwer vorherzusagen. „Wenn es möglich ist, dann wollen wir in diesem Jahr sportlich den Klassenerhalt schaffen und nicht am grünen Tisch“, sagt Sonntag.

Nebenbei trägt der DTB ein Rennen mit dem Stadtrivalen TTSC 09 aus. Sollten die Turnerbündler am Ende über den 09ern landen, wären sie plötzlich die Nummer eins in Delmenhorst. Dafür werden sie aber noch einige Punkte brauchen; Sonntag zumindest geht die Saison gelassen an: „Wir sind ganz entspannt und freuen uns über jeden Sieg in der Bezirksliga.“

Gegen Garrel-Beverbruch hat es schon einmal geklappt. Nach zwei Doppelsiegen zum Start durch Timo Müller/Steven Körner und Sonntag/Marc Gminder setzte sich besonders das Spitzenpaarkreuz mit Sonntag und Müller in Szene, beide gewannen zwei Einzel. Das gelang auch Defensivstratege Gminder. Den entscheidenden Punkt zum 9:6 holte ausgerechnet Ersatzmann Gerd Malert, der sonst in der dritten Mannschaft spielt. Er bezwang Sebastian Lüken mit 3:0 und verhinderte das Schlussdoppel.


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