Nach Platzbegehung Rasen im Delmenhorster Stadion ab Mai 2019 gesperrt

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Kein schöner Anblick: die Linien auf dem Hauptplatz des Delmenhorster Stadions. Foto: Rolf TobisKein schöner Anblick: die Linien auf dem Hauptplatz des Delmenhorster Stadions. Foto: Rolf Tobis

Delmenhorst. Weil die Linien im Delmenhorster Stadion beschädigt sind, wird der Hauptplatz ab Ende 2019 gesperrt – in Absprache mit den Fußball-Vereinen. Das hat Folgen.

Als Fußballer lebt man im Delmenhorster Stadion gerade nicht ganz ungefährlich. Die durch unbefugt eingesetzte Chemie verursachten Schäden haben die Linien derart einsacken lassen, dass man beim Lauf in den Strafraum erst einmal einen kleinen Graben überwinden muss. Nach einer Platzbegehung in der vergangenen Woche haben die Stadt und die Fußball-Vereine TV Jahn, SV Atlas, SV Tur Abdin, RW Hürriyet und KSV Hicretspor nun beschlossen, den Rasen ab Ende Mai 2019 für zwei Monate zu sperren. Atlas bestreitet sein letztes Oberliga-Heimspiel am 18. Mai, Tur Abdin läuft in der Bezirksliga noch am 26. Mai auf dem Hauptplatz auf, danach sollen Reparaturarbeiten an den Linien durchgeführt und bis Ende Juli abgeschlossen werden. „Wäre es in den letzten Wochen schlimmer geworden, hätte man sofort handeln müssen. Aber das ist nicht der Fall“, sagte Atlas-Sportvorstand Bastian Fuhrken, der sich immerhin freuen darf, dass Trainingsplatz fünf in der kommenden Woche wieder bespielbar ist.

Leichtathleten sind sauer

Sein Verein und die Stadionnachbarn haben sich verpflichtet, den Hauptplatz zu schonen und werden bis zum Abschluss der Arbeiten auch keine Testspiele mehr dort austragen. Eventuelle Neuschäden durch den Spielbetrieb sollen die Vereine tragen, zumindest Atlas hat das schon zugesagt.

Sorgen machen sich die Leichtathleten des Delmenhorster TV und des Kreises Delme-Hunte, die nicht zur Begehung eingeladen waren. Sie haben im Sperrzeitraum Veranstaltungen geplant, unter anderem steht eine Bewerbung um die Ausrichtung der Bezirksmeisterschaften im Raum. Die Laufbahn soll zwar zur Verfügung stehen, „aber ohne Sperrwurf werden wir den Zuschlag wohl nicht bekommen“, glaubt Kreisvorsitzender Wolfgang Budde. „Ich verstehe nicht, warum wir bei den Gesprächen nicht erwünscht sind, das ist ein merkwürdiges Verhalten der Verwaltung.“ Die Stadt war für eine Stellungnahme am Dienstag nicht zu erreichen.


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