Fussball-Bezirksliga Stenum gewinnt hochklassiges Spiel gegen SV Tur Abdin

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Hob vor Freude ab: Julian Dienstmaier vom VfL Stenum feiert seinen Treffer zum 2:1 gegen den SV Tur Abdin Delmenhorst. Der bescherte dem Bezirksligisten drei Punkte. Er hatte auch das erste VfL-Tor erzielt. Foto: Rolf TobisHob vor Freude ab: Julian Dienstmaier vom VfL Stenum feiert seinen Treffer zum 2:1 gegen den SV Tur Abdin Delmenhorst. Der bescherte dem Bezirksligisten drei Punkte. Er hatte auch das erste VfL-Tor erzielt. Foto: Rolf Tobis

Stenum. Die Bezirksliga-Fußballer des VfL Stenum haben am Sonntag ein hochklassiges und packendes Nachbarschaftsduell gegen den SV Tur Abdin Delmenhorst gewonnen. Sie setzten sich vor mehr als 200 Zuschauern am heimischen Kirchweg mit 2:1 (0:1) durch.

Kampfgeist und Spielfreude, packende Duelle und gelungene Torhüterparaden, zwei Aluminiumtreffer und ein verschossener Elfmeter und last but not least ein gastgebender VfL Stenum, der nach 0:1-Pausenrückstand noch ein schmeichelhaftes 2:1 gegen den SV Tur Abdin bejubelt – die Fußball-Bezirksligisten haben ihre Begegnung am Sonntagnachmittag mit vielen Zutaten gewürzt, die dem Nachbarderby das Adjektiv „herausragend“ bescheren. Vor über 200 Zuschauern avancierte Julian Dienstmaier, dem beide Treffer des VfL gelangen, zum Matchwinner.

In der ersten Halbzeit hat Tur Abdin mehr Chancen

In der ersten Halbzeit boten die Hauptdarsteller dem Publikum einen offenen Schlagabtausch. Es gab auf beiden Seiten gute Möglichkeiten, wobei sich die spielstarken Delmenhorster, die einen Punkt verdient gehabt hätten, deutliche Vorteile erarbeitete. 7:1-Ecken sind nicht unbedingt, 8:5-Chancen sehr wohl ein Beleg für diese Behauptung.

Nach einer guten Aktion von Marten Michael, der einen Schuss von Johannes Artan abblockte (2.), und einem Warnschuss von Paul Fuhrken, den Jens Dekarkski meisterte (4.), fiel in der 5. Minute das 0:1. Abdin kombinierte sehenswert und nach den Stationen Manuel Celik, Artan und Ali Hazimeh kam der Ball zu Artjom Prieb, der vollendete. Fünf Minuten später verhinderte Thorben Riechers das 0:2, als er einen Schuss von Can-Dennis Blümel zur Ecke lenkte. Celik, dessen Schuss Michael in der ersten Minute der Nachspielzeit des ersten Durchgangs abwehrte, beendete das Chancen-Festival. Tur Abdin präsentierte sich selbstbewusst und setzte den Kontrahenten phasenweise mit frühem Pressing unter Druck. Auf der anderen Seiten bereitete der schnelle Youngster Fuhrken den Gästen wiederholt Probleme.

VfL Stenum steigert sich nach der Pause

Nach der Pause zeigten die fleißigen Stenumer, was ihr Trainer Thomas Baake nach Spielschluss mit der Aussage „Die Jungs glauben an ihre Stärke“ meinte. Der fleißige VfL erhöhte sein Engagement und stand in der 53. Minute durch Julian Dienstmaier vor dem Anschlusstor. Dessen Kopfball sprang jedoch von der Latte ins Feld zurück. In der 64. Minute herrschte Aufregung, die bei einem Derby natürlich auch nicht fehlen darf. Schiedsrichter Marcel Dahl (Rastede) erkannte ein Tur-Abdin-Tor nicht an, da eine Abseitsstellung vorgelegen haben soll. Die Gäste wiesen mit Nachdruck, aber vergeblich darauf hin, dass der Ball vom Gegner zum am Boden liegenden Schützen Artan gelangt war. Der neutrale Beobachter gab ihnen recht.

In der 70. Minute erzielte Dienstmaier den Ausgleich. Nach einem Spielzug, der über Fuhrken und Maximilian Klatte lief, wehrte Dekarski das Spielgerät ab und der Routinier des VfL staubte ab. Vier Minuten später stand Dienstmaier erneut im Mittelpunkt. Mit einen 23-Meter-Freistoß erzielte er das 2:1. Doch damit nicht genug: Nach einem Foul von Kristian Bruns an Celik gab es einen Elfmeter. Blümel setzte den Ball an die rechte Torbegrenzung. In der 88. Minute scheiterte Klatte nach einem sehenswerten Alleingang am Pfosten.

„Ich weiß nicht, warum das zweite Tor nicht anerkannt wurde. Mit dem 2:0 wäre der Drops gelutscht gewesen“, sagte Abdins Coach Christian Kaya. Die Niederlage sei nicht „unbedingt verdient“. Baake sprach von einem „Wahnsinnsfight“. Man habe in der ersten Halbzeit zu wenig getan und danach eine Schippe drauf gelegt. Er lobte das gesamte Team und besonders die jungen Spieler Fuhrken und Silas-Bent Dohrmann. Die „jungen Wilden“ machten ihm große Freude. Baake: „Wir haben Glück gehabt, dass Tur Abdin das zweite Tor nicht gemacht hat.“


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